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Diese Version ist ziemlich frech, da kann auch das schicke Steelbook nicht darüber hinwegtäuschen. Es bietet ewige Ladezeiten, matschige Texturen, Framerate-Einbrüche ohne Ende und unzählige Bugs. Auf Nextgen war das Spiel eins meiner persönlichen Highlights, doch diese Version ist echt zum Fürchten.

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Aber um was geht es? – Das Spiel ist zwischen dem Ende von der Hobbit und dem Anfang von Der Herr der Ringe angesiedelt und erzählt eine eigene Geschichte. Präsentiert wird das Spiel in einer schönen, detaillierten Grafik. Es geht um den Waldläufer Tallion von Gondor, der mit seiner Familie am schwarzen Tor von Mordor lebt mit dessen Verteidigung er betraut ist. Doch er und seine Familie werden von der Schwarzen Hand Saurons getötet.

Talion kehrt durch die Hilfe des Elbischen-Rachgegeistes Celebrimbor zurück in die Welt der Lebenden mit dem Ziel Rache zu nehmen. Talion wird von dort an von Celebrimbor begleitet, der Talion mit einigen übermenschlichen Fähigkeiten ausstattet, die im Spielverlauf zunehmen und auflevelbar sind.

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Das Spiel erinnert auf den ersten Blick stark an eine Mischung von Assassin’s Creed und der Batman Arkham-Serie, wobei man aus beiden Reihen Elemente entnommen und weiterentwickelt hat. Die Anleihe von Assassin’s Creed ist eindeutig das Klettersystem und das Kampfsystem erinnert stark an das von Batman. Eingebettet wird dies in zwei große Open-World-Karten, in der neben den Story-Missionen auch Nebenmissionen, Sammelobjekte und weitere Herausforderungen zu finden sind.

Besonders auf Grund des eigens entwickelten ‚Nemesis-System‘ wird das Spielen abseits der Story nicht langweilig, denn die Horden von Uruks (ähnlich zu Orks) in Mordor haben eine eigene Hierarchie, die Talion,. bzw. der Spieler aktiv beeinflussen kann und auch muss. Denn jeder der zufallsgenerierten Uruks hat eigene Stärken, Schwächen und Stand in der Hierarchie.
Der Reichweite ist von Fußvolk über Hauptmann bis zum Warchief. Je höher ein Uruk steht, desto stärker ist er und hat unter Umständen auch ein eigenes Gefolge oder eigene Hauptmänner als Leibwächter dabei.
Die Uruks führen untereinander Machtkämpfe aus, die ihre Position beeinflussen und ihr Ansehen stärken oder schwächen. Talion kann dies auch gewohllt oder ungewollt beeinflussen, denn wenn ein Uruk Talion tötet steigt er im Ansehen auf und kann dadurch vom Namenslosen Fußvolk bis zum gefürchteten Warchief werden.

Anscheinend hatte der Publisher auf den PS3-Port auch keine Lust, denn man hat sich nicht mal die Mühe gemacht die für die Nextgen-Veröffentlichungen erhältlichen Story-Erweiterungen, wie die Vorgeschichte des Elbischen-Rachegeistes Celebrimbor ‚Der Helle Herrscher‘ und der nach der Hauptstory angesiedelten Geschichte ‚Lord of the Hunt‘ zu Portieren. Diese sind für PS3 nicht erhältlich.

Eigentlich ein tolles Spiel, aber diese Version sollte man großzügig ignorieren. Vertraut mir…

NB@03.12.2015