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Dauerte es beim Vorgänger ‚Shinovi Versus‘ für die Vita noch Jahre, bis das Spiel lokalisiert in Europa erschien, ist es bei diesem Nachfolger für die PS4 um einiges schneller gegangen. Und diesmal sogar neben dem Download-Version über den PSN-Store auch in einer Retail-Variante! Das Spiel an sich ist dabei identisch, wobei die Retail-Variante sogar ein schickes Wendecover mit alternativem Covermotiv (Cover der japanischen Fassung) mitbringt.

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Davon abgesehen ist es aber unerheblich für welche Ausführung man sich entscheidet, denn das Grundspiel ist absolut identisch. Beide sind ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben und verfügen über Japanische Sprache und Englische Untertitel. Es gibt zur Zeit keine deutsche Sprach- oder Textfassung.

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Das Spiel liefert alles, was die Vorgänger bereits interessant machte: Ein Hack n Slay à la Dynasty Warriors gepaart mit Manga-Charme und viel nackter Haut. Denn wenn die Damen kämpfen geht nach und nach ihre Kleidung zu Bruch, bis nur noch die wichtigsten Stellen vom dezenten Sichtschutz verdeckt sind. Der „Status“ der Kleidung hat dabei direkte Auswirkungen auf die Kraft und einige Moves.

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Insgesamt kann man die gebotene, „schlüpfrige“, Darstellung mit der ‚Dead or Alive Xtreme‘-Serie vergleichen, die auf eine ähnliche Zielgruppe abzielt. Wem das zu anstößig ist, sollte besser einen großen Bogen um das Spiel machen, denn diese Elemente sind eins der Hauptaugenmerke des Spiels.

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Es gibt über 30 verschiedene Kämpferinnen, die teilweise sehr unterschiedliche Kampftechniken mitbringen. Jeden Charakter kann man auch sehr frei neu einkleiden und mit neuen Ausstattungsgegenständen versorgen, was aber in der Regel nur einen optischen Effekt hat. Hat man die Kämpferin ausgewählt, kämpft man in Arenen gegen die anderen Teams, wobei man Tausendschaften von Kanonenfutter-Gegnern aus dem Weg schafft und auch den ein oder anderen anspruchsvolleren Boss-Kampf zu bewältigen hat. Das klingt zwar etwas monoton, aber macht unwahrscheinlich viel Spaß- Besonders die Kombo-Möglichkeiten sorgen für Langzeitmotivation, denn das Kampfsystem ist zwar schnell erlernt, aber zum Meistern braucht es etwas Zeit.

Wer vom Kämpfen genug hat kann die Kämpferinnen auch für ein Fotoshooting posieren lassen. Persönlich ist das ein Modus, den ich nicht gebraucht hätte, aber es gibt bestimmt Leute, die daran Gefallen finden.

Insgesamt bietet das Spiel eine Menge und weiß den Spieler einige Zeit zu fesseln, denn diesmal ist sogar ein Multiplayer mit an Bord, bei dem man sich mit bis zu 10 Spielern in diversen Modi (‚Shinobi Deathmatch‘, ‚Capture the Bra (!)‘, etc.) durch teils sehr umfangreiche Areale prügeln kann, was besonders mit Freunden richtig viel Spaß macht.

Ich hatte (und habe weiterhin) mit dem Spiel eine Menge Spaß und kann es jedem empfehlen, der Hack n Slay und Manga etwas abgewinnen kann und sich nicht an ’schlüpfrigen‘ Präsentation stört.

 NB@24.03.2016