Ein Highlight der 8Bit-Zeit ist zweifelsfrei die Megaman-Reihe von Capcom. Der Roboter kämpft sich durch unterschiedliche thematische Stages, die er in beliebiger Reihenfolge bestreiten kann, am Ende jeder Stage bekämpft er einen Boss und kann von dortman die besondere Kraft des Bosses für sich selbst einsetzen, was der Auswahl der Reihenfolge der Stages sogar eine gewisse taktische Komponente verlieh. Habt ihr allerdings im Gegenzug von „Megaman“ auch schon von „Metagal“ gehört? – Nein? – Dann habe ich hier etwas für euch im Gepäck, denn im Grunde handelt es sich dabei um eine 1:1-Kopie ohne Lizenz. Das Spiel wurde vom kleinen Studio Retro Revolution entwickelt und von Ratalaika Games, die beides andere Indies mit Retro-Charme, wie „Squareboy vs Bullies“ oder auch „Devious Dungeon“ herausgebracht haben.

Ähnlich, wie bei den anderen Outputs von Ratalaika Games handelt es sich wieder im ein Spiel mit wirklich leichter Trophäenliste und Cross-Buy-Funktionalität, indem wir zeitgleich zwei Versionen des Spiels (1 x PS4, 1 x PS Vita) bekommen. Zusätzlich hebt sich das Spiel durch höhere spielerische Qualität von Rohrkrepierern à la „Super Kids Racing“ oder mein Lieblingsbeispiel „Little Adventure on the Prairie“ ab, die es wahrscheinlich nur auf Grund der Trophäen gibt. Denn hinter der Präsentation in liebevoller Pixelgrafik verbirgt sich ein situationsabhängig sogar recht anspruchsvoller Plattformer.

Wir steuern das titelgebende Metagal, eine Roboterdame, die ihren Erfinder aus den Fängen des bösen Creeper retten muss. Dabei ist Creeper aber nicht alleine unterwegs, sondern wird von vier gegnerischen Robotern beschützt, die jeweils eine eigene Stage bekommen. Wir können vollkommen frei wählen in welcher Reihenfolge wir die Stages angehen wollen. Lediglich höhere Stages, in der wir Creeper konfrontieren werden erst freigeschaltet, wenn wir die vier normalen Stages bewältigt und den Boss besiegt haben. Der Ablauf ist dabei immer identisch: Wir kämpfen uns in der Regel von links nach rechts durch die thematisch, variierende Stage, müssen kleinere Plattforming-Abschnitte, eine ganze Menge normaler Gegner und einen Zwischenboss überwinden, bevor wir am Herr über die Stage in Form eines der Roboters ankommen. Besonders diese Kämpfe können recht fordernd sein, doch der Aufwand lohnt sich dabei auch, denn wenn wir den Boss besiegen bekommt Meta die Spezialfähigkeit des Bosses und kann diese von dort an selbst im Kampf einsetzen. Dabei bieten die Stages untereinander neben optischen auch spielerische Unterschiede, andere Mechaniken und Gegner, damit das Spiel nicht langweilig wird.

Auch spielerisch kann das Spiel überzeugen, denn dabei steckt bekanntlich der Teufel im Detail. Die Hintergründe und Animationen in liebevoller Pixelgrafik sind wirklich gut geworden und die Steuerung ist sehr präzise. Es handelt sich also um alles andere, als einen billigen Klon der bekannten Marke, sondern wirkt eher wie eine Hommage. Wer Megaman kennt wird sich umgehend wie zu Hause fühlen, denn die Steuerung ist sehr ähnlich. Meta ist standardmäßig mit einem Blaster ausgestattet, der neben dem normalen Schuss auch einen Superschuss ausführen kann für den aber eine Poweranzeige geladen sein muss, die sich aber recht schnell von selbst wieder auflädt. Zusätzlich kann sie springen, wobei der Sprung je nachdem wie lang wir die Sprungtaste drücken mit unterschiedlicher Intensität ausgeführt wird und eine auswechselbare Spezialattacke ausführen, für die man allerdings in den Levels versteckte oder von Gegnern gedropte Zahnräder finden muss.

Für den wirklich angemessenen Preis von regulären 4,99€ bekommt man auf Sony’s Konsole bekommt man sowohl die PS4, wie auch die PS Vita-Version des Spiels, die jeweils mit einer separaten Trophäenliste mit 12 Trophäen (0 x Bronze, 0 x Silber, 11 x Gold, 1 x Platin) kommt. Abseits davon bekommt man das Spiel zum identischen Preis natürlich auch auf Xbox One und Nintendo Switch verfügbar. Wer also ein paar Euro übrig hat und eine stark an Megaman angelehnte Erfahrung haben möchte, kann mit dem Spiel nicht wirklich etwas falsch machen. Ich habe den Kauf auf jeden Fall nicht bereut und spiele es auch noch weiter, obwohl ich die Platin bereits nach 20 Minuten freigeschaltet hatte, da das Spiel wirklich gut unterhält.

NB@08.04.2019

——————————————————————–

Disclaimer: Die verwendeten Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright am dargestellten Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.