PS4 Review: „Deep Space Rush“ #DeepSpaceRush #Leichte Platin

Für die neue Woche habe ich mal wieder in die Trickkiste der Spiele mit leichten Platin Trophäen gegriffen und mich mit meinem Backlog an Spielen von Ratalaika Games beschäftigt. Die hatten in der letzten Zeit einen ziemlich guten Run und haben neben der leichten Platin, die für die meisten das Haupt-Kaufargument ist auch spielerisch überzeugen können. Doch anders sieht das bei „Deep Space Rush“ aus, denn selten  war eines der Spiele so uninspiriert und anspruchslos, dass ich es unmittelbar beendet habe, als die Platin auf dem Bildschirm erschienen ist.

Dabei hat das Spiel auf dem Papier sogar Potential gehabt und ich habe mich in einer ganzen Reihe von Spielen, die noch folgen werden bewusst für das Spiel entschieden. Denn es stammt von Bug Studio, den Machern von „FoxyLand“ und „FoxyLand 2„. Auch wenn die eben erwähnten Spiele zwar wenig originell waren, wussten sie dennoch auf dem Weg zur Platin und auch danach zu unterhalten. Die Trophäen waren weder zu leicht, noch zu schwer und insgesamt sind beide Teile wirklich kurzweilige Unterhaltung.

Das direkte Gegenteil erwartet uns mit „Deep Space Rush“, denn was man vom Spiel in der ersten Minute erlebt ist auch schon alles, was es zu erleben gibt. Wir sind ein namenloser Space Marine, der im Auftrag einer geheimen Einrichtung auf Raumstationen entsandt wird, um diese von viralen Ausbrüchen zu säubern. Denn wie man es aus unzähligen Science Fiction Filmen kennt führt ein vitaler Ausbruch auf einer Raumstation in Windeseile dazu, dass jegliches Leben mutiert und zum blutrünstigen Monster wird. Oder so zumindest die Logik des Spiels, denn das ist die komplette Handlung und die Rechtfertigung, dass  wir durch endloses Stationen rennen und alles über den Haufen ballern, was unseren Weg kreuzt.

Das Spiel ist dabei ein seitlich scrollender Shooter in 2D, der durch seine Retro-Optik wahrscheinlich versucht an nostalgische Gefühle der Spieler zu appellieren, aber sein Ziel dabei leider verfehlt. Dabei ist der technische Gesichtspunkt des Spiels auf jeden Fall erst einmal interessant, denn die Raumstationen werden Zufalls generiert, was an sich auch nahezu unendliche Möglichkeiten bietet, waren die immer wiederkehrenden Versatzstücke nicht alle zu gleich, was sowohl die Raumstation, wie auch die Gegner betrifft.

Mal müssen wir dabei von links nach rechts und in deren Levels von rechts nach links. Wir schießen auf Gegner, springen über Fallen, sammeln Münzen und versuchen soweit es geht in die Station einzudringen, was sich im Falle des Ablebens aber einzig in der Form eines Ranges, der in Münzen ausgezahlt wird, widerspiegelt. Diese Münzen können wir dann in Upgrades für bessere Waffen oder mehr Energie eintauschen, um dem nächsten Run weiter zu kommen, um dann wiederum noch mehr Punkte zu bekommen und so weiter. Es gibt dabei weder ein Ziel, noch ein Ende des Spiels. Wir rennen so lange durch die Station, bis wir sterben, um danach in einer neuen Station beginnen zu können.

Innerhalb der Stationen gibt es leider auch nichts zu entdecken, keine Abzweigungen und leider auch nur eine recht übersichtliche Anzahl von Gegnern, die sich hauptsächlich durch Farbvarianten unterscheiden. So gibt es Zombies zum Beispiel in orange, grün und rot. Das bestimmt dann, ob sie uns einfach „normal“ angreifen, sich nach dem Ableben noch in zwei weitere kleinere Feinde reproduzieren, oder explodieren. Letztere sind besonders gefährlich, da sie nicht nur immensen Schaden anrichten, sondern auch Teile des Bodens mit sich reißen. Weiter gibt noch Gegner, die wie Raupen aussehen und sich entweder von der Decke auf uns fallen lassen, oder uns frontal angreifen. Und das war es dann leider auch schon mit der Varianz

Man braucht kein besonders können, noch besonders viel Durchhaltevermögen und hat die Platin in knapp einer halben Stunde, bis maximal einer Stunde, je nachdem wie lange man für 100 besiegte Gegner und 100 abgeschlossene Sektionen der unterschiedlichen Raumstationen braucht. Insgesamt gibt es im Spiel 17 (2 x Bronze, 4 x Silber, 10 x Gold, 1 x Platin) zu verdienen, die auf den Sony-Plattformen in gewohnter Form per Cross Buy zum einem Preis für die PS4– und PS Vita-Version in zwei separaten, obgleich inhaltlich identischen Trophäenlisten zur Verfügung stehen.

Insgesamt outet sich das Spiel, mehr als andere Veröffentlichungen, zu dem, was viele davon sind, einem simplen Cash Grab dessen einziges Zugpferd die überaus leichte Trophäenliste ist. Nach maximal fünf Minuten hat man alles gesehen, was das Spiel zu bieten hat und fängt an die Minuten zu zählen, bis die Platin (endlich) auf dem Bildschirm erscheint. Die im Grunde nicht vorhandene Story gepaart mit dem repetitiven Spielprinzip macht die Erfahrung einfach zu Dröge, um über die Unzulänglichkeiten hinweg zu täuschen. Das Spiel ist zwar immer noch nicht so schlecht, wie einige andere minderwertige Spiele, doch von den Machern der soliden FoxyLand-Spiele hätte ich eindeutig mehr erwartet…

Entwickler: Bug Studio

Publisher: Ratalaika Games

Erhältlich auf: PS4, PS Vita, Xbox One, Nintendo Switch

NB@11.05.2020

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

2 Gedanken zu “PS4 Review: „Deep Space Rush“ #DeepSpaceRush #Leichte Platin

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