PS4 Review: „Mekabolt“ #Mekabolt #LeichtePlatin

Es sieht wirklich so aus, als ob meine Erfahrung mit „Deep Space Rush„, das sich leider trotz gutem Entwickler und einer an sich interessanten Prämisse leider als einfacher Cash Grab erwiesen hat, eine Ausnahme war. Bereits „Bouncy Bullets“ konnte gut unterhalten und auch das heutige Spiel „Mekabolt“ ist ein kurzweiliger Zeitvertreib, der durch mehr als eine überaus leichte Trophäenliste unterhält. Schauen wir uns daher mal genauer an, was das Spiel zu bieten hat.

Das von Somepx entwickelte und von Ratalaika Games für Konsolen portierte Spiel besticht durch ein interessantes Konzept und kombiniert dabei Plattformer- mit Puzzle-Elementen und einer überraschend umfangreichen Anzahl von Levels. Denn es gibt insgesamt 96 Levels, die sich in vier unterschiedliche Welten gliedern und sogar in eine Geschichte. Diese ist zwar genau genommen nicht mehr, als eine Rechtfertigung, warum wir uns ins Abenteuer stürzen, aber ich finde es immer erfrischend, wenn man sich die Zeit für eine Erklärung macht: Im so genannten Mekapark ist spielen die Roboter verrückt und um sie wieder unter Kontrolle zu bekommen müssen wir neue Batterien besorgen. Dabei ist in jedem Level eine Batterie das Ziel der Begierde, die uns das Level beenden lässt. Das ist aber oft leichter gesagt, als getan denn die Levels sind wahre Hindernis-Parcours, gespickt mit herausfordernden Plattformer-Passagen, Rätseln und Fallen. Und dann sind dann da natürlich noch die Amok-laufenden Roboter. Dabei kommt dann aber unsere Geheimwaffe, der titelgebende Mekabolt zum Tragen, womit wir die Roboter lähmen und mit Teilen der Levels interagieren können.

Die Levels erstrecken sich dabei über vier unterschiedliche Umgebunden (Dschungel, Höhlen, Wüste und Kommandozentrale), die sich sowohl durch unterschiedliche Level-Architekturen, wie auch Gegner unterscheiden. So gibt es in den Höhlen zum Beispiel auch feuerspuckende Geysire und Lava, in der Kommandozentrale Laser und in der Wüste Kakteen, um jeweils mit spezifischen Elementen und neuen Gefahren aufzuwarten. Das Spielprinzip ändert sich dabei aber nur rudimentär, denn das Ziel ist überall das Erreichen der Batterie und das Rätsel ist, wie man die Roboter und Gefahren entweder umgeht, oder für seine Zwecke einsetzt, um dort anzukommen. Interessanterweise fungieren die Roboter dabei nicht nur als Gegner, sondern auch meist als Mittel zum Zweck, um das Ziel zu erreichen. Denn da kommt unser Mekabolt ins Spiel dessen Schuss unter anderem die Funktion der Roboter stören und beeinflussen kann.

Entgegen anderer Spiele stellen die Roboter, die man allgemein als Gegner bezeichnen würde zwar eine Gefahr dar, lassen sich aber nicht besiegen, sondern sind sogar zum Abschluss der Levels essenziell in die Rätsel eingebunden. Zum Beginn des Spiels gibt es dabei nur recht wenige Roboter, wie die Bouncer und die Lifte, die durch unseren Beschuss in eine Art Standby wechseln. Dann können wir den Bouncer an eine beliebige Stelle schieben und einfach als Sprungpad verwenden. Die Lifte halten nach einem Beschuss brav still und dienen uns durch das Draufspringen als Aufzug. Doch im Spielverlauf kommen noch einige und auch komplizierte Roboter dazu, die sich nur kurzzeitig oder in manchen Fällen gar nicht ausschalten lassen. Diese verschießen dann zum Beispiel Bomben oder Schüsse, dienen nur für den Bruchteil einer Sekunde als Plattform, bevor sie zu einer tödlichen Falle werden, oder können getriggert werden, um zu beiden Seiten einen Speer los zu schießen, der dann in der nächsten Wand stecken bleibt und in bester „Quackshot starring Donald Duck“-Manier als Weg benutzt werden kann, um höher-gelegene Areale zu erreichen.

Technisch ist das Spiel wieder in gewohnt reduzierter Form und versucht dabei an die Pixelart der 8-Bit-Zeit anzuknüpfen, was in meinen Augen auch gut funktioniert. Die vier unterschiedlichen Areale sind keine simplen Reskins, es wird eine große Farbpaletten mit leuchtenden Farben verwendet und es gibt eine umfangreiche Liste von Assets und Gegnerdesigns mit vielschichtigen Animationszyklen aufwarten. Einzig den Soundtrack fand ich etwas nichtssagend, worauf man aber getrost hinwegsehen kann, da der Rest wirklich passt. – Die Steuerung ist direkt und ohne Verzögerung, was bei Plattformern zwar ein Must ist, aber dennoch nicht immer erreicht wird. Hier zieht die Ausrede beim Gegnertreffer, was immer zum sofortigen Ableben und Neustart des Levels führt, auf jeden Fall nicht. Wenn wir sterben haben wir entweder Mist gebaut, oder haben noch nicht die richtige Lösung des Rätsels gefunden, denn es gibt auch ein paar Stellen, wo uns das Spiel bewusst versucht auf falsche Fährten zu schicken.

Insgesamt hatte ich mit dem Spiel eine Menge Spaß, was den Publisher, zumindest für den Moment, wieder etwas rehabilitiert hat. Der Weg zur Platin ist zwar nicht übermäßig lang oder schwer, denn ganz im Gegenteil dauert es wahrscheinlich nur zwischen 60 und 90 Minuten bis die Platin aufpoppt, doch das Spiel ist dennoch so kurzweilig, um danach noch weiter zu machen Immerhin gibt es satte 96 Levels, die sich alle inhaltlich unterscheiden. Insgesamt gibt es im Spiel 15 (2 x Bronze, 1 x Silber, 11 x Gold, 1 x Platin) zu verdienen, die auf den Sony-Plattformen in gewohnter Form per Cross Buy zum einem Preis für die PS4– und PS Vita-Version in zwei separaten, obgleich inhaltlich identischen, Trophäenlisten zur Verfügung stehen. Gerade durch das frische und stellenweise recht interessante Puzzle-Spielprinzip hebt sich „Mekabolt“ durchaus von den anderen Spielen, die lediglich mit einer überaus leichten Trophäenliste locken, ab.

Entwickler: Somepx

Publisher: Ratalaika Games

Erhältlich auf: PS4, PS Vita, Xbox One, Nintendo Switch

NB@15.05.2020

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Ein Gedanke zu “PS4 Review: „Mekabolt“ #Mekabolt #LeichtePlatin

  1. Mekabolt ist ein gut gemeinter, aber einfacher Plattformer, mit dem ihr innerhalb weniger Stunden fertig seid.

    Trotzdem ist es ein sehr unterhaltsamer kleiner Puzzle-Plattformer. Ich liebe den Kunststil – erinnert mich an Lost Vikings und Celeste.
    Das einzigste was nicht passt ist, wie bereits geschrieben, die kurze Spielzeit (ca. 1-2 Stunden).

    Gefällt 1 Person

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