PS4 Review: „Rocket Arena“ #RocketArena #ÜberallRaketen #WillkommenInKrater

Besonders in den Riegen der Multiplayer-Games ist der Markt besonders schnelllebig. Es ist nicht selten, dass ein Spiel aus unterschiedlichen Gründen nicht richtig zünden möchte. So unter anderem mit Gearbox’s „Battleborn“ geschehen, das eine denkbar schwere Zeit hatte sich neben „Overwatch“ zu behaupten und mittlerweile komplett aus dem Verkauf gezogen wurde und im Januar 2021 dem kompletten Abschalten der Server entgegensieht. Dabei hatte das Spiel an sich wirklich Potential, zumal es von den Entwicklern der überaus erfolgreichen Borderlands-Reihe stammt.

Und nun gibt sich ein neues Spiel in Form von EA’s „Rocket Arena“ die Ehre und versucht sich mit den Platzhirschen, im hart-umkämpften Hero- und Arena-Shooter-Markt, zu messen. Schon auf den ersten Blick möchte man anscheinend mit einer knallbunten und freundlichen Optik vor allem an die jüngere Spielerschaft von „Fortnite“ und Co appellieren  und um herauszufinden, ob das Spiel auch vom Gameplay her überzeugen kann, hat mir EA dankenswerter Weise einen Review-Code zukommen lassen. Dieser Umstand hat aber selbstverständlich keinen Einfluss auf mein Fazit. Daher schauen wir uns mal intensiv an, was das Spiel bietet.  

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Direkt beim Spielstart fällt dabei auf, dass das Spiel sich bewusst durch Simplizität versucht von anderen Spielen abzuheben. Der erste Start führt uns ohne weitere Umschweife in ein kleines Tutorial, das uns die grundlegenden Spielmechaniken näher bringt. So haben wir die Möglichkeit eines Dreifachsprungs (!!!), können mit Hilfe unserer Raketenpistolen, die die primäre Waffe jedes Charakters ist, uns durch den Rückstoss in die Luft befördern und sogar Wände erklimmen lassen und haben noch zwei Spezialattacken, die sich von Charakter zu Charakter unterscheiden und nach Aktivierung einem Cooldown unterliegen. Das war es im Grunde schon und das Spiel und so ist das Spiel um einiges Einsteigerfreundlicher, als andere Spiele und eignet sich aus diesem Grund auch für kurze spontane Matches.

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Gleiches gilt im Übrigen für das gesamte Spielprinzip. Man hält es einfach, um niemanden zu überfordern, es gibt keine Tode, kein Blut und auch keine übermäßigen Einstellungsmöglichkeiten: 3v3 in mehreren Spielmodi (Team, Capture the Flag, etc.) wahlweise auch gegen Bots auf einer Handvoll abwechslungsreicher Maps und gut ist. Man muss sich also nicht durch unzählige Loadout-Bildschirme klicken und befürchten, dass Spieler mit einem höheren Level aus uns Kleinholz machen. Zwar können wir wahlweise auch ein paar Punkte des Loudouts beeinflussen, doch das ist im Grunde nicht wirklich nötig, da die unterschiedlichen Charaktere an sich wirklich gut gebalanced sind und man mit jedem eine reelle Chance hat zu gewinnen. Das bedeutet allerdings auch nicht, dass alle Charaktere gleich sind. Sie unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch spielerisch und es empfiehlt sich durchaus vorab mal mehrere Charaktere auszuprobieren, um den zu finden, der am besten zum persönlichen Playstyle passt. Denn die etablierten Klassen (Angriff, Defense, Tank, etc.) finden sich logischerweise auch hier im Raster.

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Die Matches an sich sind überraschend kurzweilig und dauern nur wenige Minuten und das Spielprinzip ist ebenfalls simpel, aber dennoch unterhaltend. Besonders spaßig ist dabei die gewaltfreie Variante von Team-Deathmatch: Wir werden im Match in eine übersichtliche Arena geworfen und befinden uns in einem Team von 3 gegen 3, wobei leere Plätze mit Bots aufgefüllt werden, die an auch eine recht passable KI haben und daher nicht total nutzlos agieren, wenn man sie im Team hat. Unser Ziel ist es ähnlich wie bei der Smash Bros-Reihe die Gegner aus der Arena zu befördern, was durch Beschuss mit den Raketen geschieht. Jeder Treffer lässt den Schutzschild des getroffenen schwinden und wenn er genug geschwächt ist schickt der nächste Schuss ihn aus der Arena und respawned wieder an einem sicheren Platz. Wer am Ende Mitglieder des gegnerischen Teams aus der Arena befördert hat, gewinnt.

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Bisher gibt es dazu zehn unterschiedliche Arenen, die jede für sich sehr Detail verliebt erschaffen wurde und insgesamt ebenfalls zehn Charaktere, von denen jeder seine ganz eigene Persönlichkeit mitbringt. Bei beiden sollen aber mit der Zeit weitere Inhalte per Updates folgen, auch wenn es bisher keine (detaillierte) Roadmap gibt. Bekannt ist bisher nur, dass es sowohl kostenlose und kostenpflichtige Inhalte geben wird, wobei Charaktere generell kostenfrei ausfallen sollen. Für jedes Match verdient man in-Game-Währung, die man in (kosmetische) Erweiterungen und spielerische Anpassungen investieren kann. Es versteht sich fast von selbst, dass man die Währung auch für Echtgeld kaufen kann, was aber im Grunde nur eine Zeitersparnis darstellt. Weiter sieht man genau, was man für seine Punkte kauft und es gibt keine zwielichtigen Lootboxen.

(c) EA

Auch wenn der Umfang des Spiels zum Start noch etwas dünn ist, besonders wenn man sich vor Augen führt, dass es keinen Free2Play-Modus gibt, sondern zum Preis von um die 30 Euro gekauft werden muss, um spielen zu können, so macht das Spielprinzip einiges wieder wett. Gerade der Fokus auch simple Steuerung und gewaltfreie, spaßige Matches heben das Spiel von der Masse ab und könnten dem Spiel damit das Alleinstellungsmerkmal bieten, das es braucht, um sich gegenüber der Konkurrenz behaupten zu können. Wenn EA die Spieler mit hochwertigen Erweiterungen bei der Stange hält, steht einer glänzenden Zukunft für den Titel nichts im Wege. Ich wurde auf jeden Fall bestens unterhalten, auch wenn ich zugegebenermaßen anfangs erst einmal mehrere Helden und ihre Fähigkeiten ausprobieren musste, bis das Spiel sich für mich rund anfühlte. Danach hat es aber „Klick“ gemacht…

Entwickler: Final Stike Games

Publisher: EA

Erhältlich auf: PC, PS4, Xbox One

NB@20.07.2020

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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