PS4 Review: „Moon Raider“ #MoonRaider #LeichtePlatin

Ich unterstütze gerne vielversprechende Projekte über Crowdfunding, vornehmlich auf Kickstarter, auch wenn es immer mal wieder zu unschönen Erlebnissen führt. So gibt es leider immer wieder Projekte, die am Ende doch nicht so laufen, wie angepriesen, oder gar Betrugsfälle, wenn das investierte Geld einfach weg ist. Umso schöner ist es aber, wenn ein Projekt wie geplant abgeschlossen wird. Heute geht es konkret um das Spiel „Moon Raider“ von Cascadia Games LLC.

Auch wenn das Spiel offiziell als Metroidvania beschrieben wird, trifft das meines Erachtens nicht wirklich zu. Denn ähnlich wie kürzlich bei „Kingdom of Arcadia“ schalten wir zwar eine Handvoll neue Fähigkeiten frei, doch weder ist die Spielwelt darauf ausgelegt bereits besuchte Bereiche nochmal zu besuchen, noch gäbe es bei einem zweiten Besuch Areale oder Schätze, die wir erst dann erreichen, oder bekommen können. Allerdings ist das auch gar nicht schlimm, denn heutzutage gibt es fast schon zu viele Metroidvanias.

Stattdessen orientiert man sich an klassischen Action-Plattformern, wie der erfolgreichen Megaman-Reihe. Wir kämpfen uns durch in einzelne Räume aufgeteilte 2D-Areale, überwinden teilweise recht knifflige Plattformer-Passagen und bekämpfen am Ende jeden Levels einen Boss, von denen uns einige sogar ihre Fähigkeiten überlassen, wenn wir sie besiegt haben. Anstatt eines Roboters spielen wir aber eine junge Kämpferin, die halb Mensch und halb „Mondling“ ist. Ihr Vater hat bei einer Expedition auf dem Mond die dort lebende Rasse der Selenites gefunden und sich Hals über Kopf Königin verliebt. Da auf dem Mond ein Putsch stattfindet fliehen beide zusammen auf die Erde, wo sie eine Tochter bekommen. Jahre später wird die Königin unerklärlicher Weise schwer krank und die einige Heilung befindet sich auf dem Mond, weswegen es unsere Mission ist dorthin zurückzukehren und die Medizin zu holen, die die Selenites allerdings nicht kampflos hergeben wollen…

Dabei kämpfen wir uns insgesamt durch 10 unterschiedliche Areale mit einer wechselnden Anzahl von Räumen, die sich optisch und spielerisch voneinander unterscheiden. Am Ende eines jeden Areals bekämpfen wir einen Boss. So können wir anfangs nur Laufen, Springen und Schießen, lernen aber durch das Besiegen der Bosse weitere Fähigkeiten dazu. Besonders hervorzuheben ist dabei ein Dash, der frei in alle Richtungen funktioniert und auch für den Kampf verwendet werden kann. Um die Spezialfähigkeiten nicht inflationär einsetzen zu können und das Spiel nicht zu leicht zu machen, müssen dafür Edelsteine als Verbrauchsgut eingesammelt werden.

Das einzige Manko in dieser Beziehung ist, dass wir bei den Bosskämpfen anfangs immer unserer Edelsteine beraubt werden und diese dann logischerweise auch nicht im Kampf einsetzen können. Zwar wären die meisten Kämpfe sonst wirklich zu einfach, aber dennoch hätte man vielleicht ein besseres Stilmittel finden können, als dass jeder Boss uns einfach mal so die Edelsteine spielt. Bei den ersten Malen war das noch ok, aber spätestens nach dem dritten Mal hab ich mir nur noch gedacht „echt? Schon wieder? „

Das ist aber wirklich ein kleiner Kritikpunkt, denn abseits davon haben die Entwickler viele schöne Ideen in das Spiel eingebaut. Denn nicht nur von der Präsentation her ist das Spiel eine liebevolle Hommage an die klassischen Spiele der 8- und 16-Bit-Zeit. Die Pixelgrafik besticht dennoch durch viele Details, allein schon durch die Anzahl der Levels und unterschiedlichen Biome. Natürlich findet man dabei auch viele Standards in Sachen Leveldesign, wie Unterwasser-Welt, Fabrik, oder auch Feuerwelt, aber diese Abwechslung hat sich über die letzten 30+ Jahre eben auch bewährt, so greifen auch fast alle Entwickler darauf zurück. Sogar bei Sony’s aktuellstem Game „Returnal“ findet man diese klassischen Biome wieder, aber mehr dazu in Kürze in einem ausführlichen Review…

Insgesamt hatte ich mit „Moon Raider“ eine Menge Spaß, auch wenn ich zugeben muss, dass der letzte Boss mir einige Sorgen bereitet hatte, bis ich ihn endlich besiegt hatte. Abseits davon hat das Balancing aber gut gepasst und ich wurde gut unterhalten. Die Levels sind kurzweilig, ohne dabei aber eintönig zu werden. Die Gegnervielfalt passt auch und die Bosse haben das Erlebnis gut abgerundet. Auch für Trophäenjäger ist das Spiel durchaus interessant, da man in einem Durchgang, wenn links und rechts etwas die Augen nach einem Upgrade und einem Bonusraum pro Welt offen hält, am Ende alle Trophäen samt Platin verdient hat. Das Spiel hält dabei satte 31 Trophäen (10 x Bronze, 16 x Silber, 4 x Gold, 1 x Platin) im Gepäck, was in etwa 5-6 Stunden in Anspruch nimmt.

Entwickler: Cascadia Games

Publisher: Drageus Games

NB@03.05.2021

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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