WWE 2K26 knüpft nahtlos an die Stärken der letzten Jahre an und setzt dabei gezielt auf Verfeinerung statt radikaler Neuerfindung. Das zentrale Aushängeschild ist diesmal CM Punk, der nach langer Abwesenheit nicht nur das Cover ziert, sondern auch dem Showcase-Modus seinen Stempel aufdrückt. Dieser präsentiert sich erneut als spielbare Dokumentation, die reale Videoaufnahmen, Interviews und Matches miteinander verwebt. Dabei geht es nicht nur um seine größten Rivalitäten, sondern auch um alternative Szenarien, die so nie stattgefunden haben. Gerade diese Mischung aus Realität und Fiktion sorgt für Abwechslung und macht den Modus zu einem der Highlights des Spiels. Die Inszenierung ist dabei so hochwertig, dass man sich stellenweise eher wie in einer Doku als in einem Spiel fühlt.

Auch der MyRISE-Modus bleibt eine tragende Säule. Hier erstellt man im gewohnt extrem umfangreichen Editor seinen eigenen Wrestler und startet eine Karriere, die sich je nach Entscheidungen unterschiedlich entwickelt. Im Mittelpunkt steht eine Art Erlösungsstory, bei der man immer wieder vor moralischen Entscheidungen steht. Spielt man den ehrenhaften Fanliebling oder entscheidet man sich für den rücksichtslosen Bösewicht. Diese Dynamik sorgt für ein angenehmes Maß an Einfluss auf den Verlauf der Geschichte. Zwar schwankt die Qualität der Dialoge und Performances der echten WWE-Stars etwas, doch insgesamt funktioniert der Modus erstaunlich gut und bietet eine unterhaltsame Solo-Erfahrung.

Darüber hinaus wurden zahlreiche bestehende Modi sinnvoll erweitert. MyFaction erlaubt nun erstmals gemischte Teams, was neue taktische Möglichkeiten eröffnet und frischen Wind in das Sammelkartensystem bringt. MyGM wurde ebenfalls überarbeitet und bietet mehr Optionen zur Showplanung, was vor allem für Spieler interessant ist, die gerne strategisch im Hintergrund arbeiten. Besonders gelungen ist aber die Weiterentwicklung des Universe Mode. Hier richtet sich das Spiel stärker an kreative Köpfe und Simulationsfans. Neue Kameraperspektiven vermitteln ein authentisches TV-Gefühl, und die Möglichkeit, komplette Shows ohne größere Unterbrechungen zu verfolgen, verstärkt die Immersion deutlich. Es ist ein Modus, der nicht nur zum Spielen, sondern auch zum Zuschauen einlädt.

Weniger überzeugend fällt erneut The Island aus, das als Online-Hub Spieler langfristig binden soll. Zwar wurden neue Inhalte wie zusätzliche Anpassungsoptionen, Sprachausgabe und ungewöhnliche Matchtypen integriert, doch technische Probleme wie Abstürze und eine insgesamt unausgereifte Struktur trüben den Eindruck. Hinzu kommt ein spürbarer Fokus auf Monetarisierung, der nicht jedem gefallen dürfte und den Spielspaß stellenweise ausbremst.

Auch das Fortschrittssystem wurde angepasst und orientiert sich nun stärker an einem Battle Pass-Modell. Das bringt zwar eine klarere Struktur für Freischaltungen, kann aber gleichzeitig das Gefühl erzeugen, dass man stärker zum Spielen gedrängt wird, um Inhalte freizuschalten. Ergänzt wird das durch kleinere Schwächen wie inkonsistente Charaktermodelle, bei denen einige Wrestler deutlich besser getroffen sind als andere.

Trotz dieser Kritikpunkte bleibt WWE 2K26 ein insgesamt sehr rundes Paket. Die Stärken liegen klar in der Präsentation, den umfangreichen Spielmodi und der beeindruckenden Creation Suite, die weiterhin zu den besten im Genre zählt. Gerade für Fans des Wrestlings bietet das Spiel eine enorme Spielwiese, auf der man sich stundenlang austoben kann. Es ist kein revolutionärer Schritt nach vorne, aber ein durchdachter und in vielen Bereichen verbesserter Serienteil, der genau versteht, was seine Community erwartet, und dieses Versprechen größtenteils einlöst.

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