Die Gaming-Welt erlebt gerade einen seltenen Moment: Konsolen werden nicht günstiger – sie werden teurer. Mit der aktuellen Preiserhöhung von Sony für die PlayStation-Hardware stellt sich die Branche auf den Kopf. Ab dem 2. April 2026 steigen die Preise für die PS5, PS5 Pro und die PlayStation Portal erneut deutlich an – und das Jahre nach ihrem ursprünglichen Launch.
Ein Bruch mit der Konsolen-Tradition
Normalerweise folgen Konsolen einem klaren Muster: hoher Einstiegspreis zum Launch, danach kontinuierliche Preissenkungen durch effizientere Produktion. Doch genau dieses Prinzip wird nun erneut durchbrochen.
Die klassische PlayStation 5 startete im Jahr 2020 zu einem Preis von 499,99 € (UVP für die Disc-Version) und 399,99€ (UVP für die Digital Edition). Mit dem neuen Preis von 649,99 €, bzw. 599,99€ für die Version ohne Laufwerk, ergibt sich über den Lebenszyklus hinweg eine Erhöhung von rund +30 % für die Version mit Laufwerk und sogar +50% für die digitale Version – ein in der Konsolenhistorie nahezu beispielloser Wert.
Die neuen Preise im Überblick (ab April 2026)
Hier zeigt sich, wie drastisch die Anpassungen tatsächlich sind:
| Modell | Launch-Preis | Preis 2026 | Differenz | Erhöhung |
|---|---|---|---|---|
| PS5 (Disc, 2020)* | 499,99 € | 649,99 € | +150 € | +30,0 % |
| PS5 Digital (2020)* | 399,99 € | 599,99 € | +200 € | +50,0 % |
| PS5 Slim (Disc, 2023) | 549,99 € | 649,99 € | +100 € | +18,2 % |
| PS5 Slim Digital (2023) | 449,99 € | 599,99 € | +150 € | +33,3 % |
| PS5 Pro | 799,99 € | 899,99 € | +100 € | +12,5 % |
| PS Portal | 219,99 € | 249,99 € | +30 € | +13,6 % |
Besonders auffällig ist die Digital Edition: Mit +50 % Preisanstieg seit Launch verliert sie einen Großteil ihres ursprünglichen Preisvorteils gegenüber der Disc-Version. Weiter ist erwähenswert, dass bei der PS5 Pro standardmäßig noch kein Laufwerk inkludiert ist und im Bedarfsfall nochmal mit weiteren 100€ dazukommt.
Warum erhöht Sony die Preise?
Offiziell verweist Sony auf die globale Wirtschaftslage: steigende Produktionskosten, teurere Halbleiter und erhöhte Logistikkosten. Gleichzeitig betont das Unternehmen, weiterhin in innovative Hardware investieren zu wollen.
Kritiker sehen das jedoch differenzierter. Denn während die Kosten gestiegen sind, konnte die Gaming-Sparte zuletzt auch starke Gewinne verzeichnen. Für viele wirkt die Preiserhöhung daher weniger wie eine Notwendigkeit – und mehr wie ein Test, wie viel der Markt bereit ist zu zahlen.
Problemfall PlayStation Portal
Besonders kritisch wird das PlayStation Portal gesehen. Für ein reines Streaming-Gerät ohne eigene Rechenleistung wirkt ein Preis von knapp 250 € ambitioniert. In diesem Bereich konkurriert das Gerät bereits mit vollwertigen Handhelds, die deutlich mehr Funktionen bieten.
Was bedeutet das für Käufer?
Die Konsequenzen sind klar:
- Spontankäufe werden seltener: Höhere Preise erhöhen die Einstiegshürde.
- Second-Hand-Markt wird teurer: Gebrauchtpreise orientieren sich oft an der UVP.
- Warten lohnt sich weniger: Klassische Preissenkungen sind aktuell nicht absehbar.
Vor allem die PS5 Pro für 899,99 € bringt die Konsole preislich gefährlich nah an Gaming-PCs – ein Bereich, in dem Nutzer mehr Flexibilität und oft günstigere Spiele erhalten.
Fazit: Ein Wendepunkt für den Konsolenmarkt?
Sony geht mit dieser Strategie ein Risiko ein. Die Preiserhöhung widerspricht nicht nur der bisherigen Konsolenlogik, sondern verändert auch die Wahrnehmung von Gaming-Hardware grundlegend.
Ob sich dieser Kurs langfristig auszahlt oder Spieler zunehmend auf Alternativen wie PCs oder Cloud-Gaming ausweichen, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen. Sicher ist nur: Preisstabilität gehört im Konsolenmarkt wohl endgültig der Vergangenheit an.
NB@30.03.2026
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