Mit Silver Pines erscheint heute ein ungewöhnlicher Genre-Mix, der insbesondere Fans atmosphärischer Horrorspiele ansprechen dürfte. Publisher Team17 und Entwickler Wych Elm haben ihr neues 2,5D-Survival-Horror-Metroidvania veröffentlicht, das Spieler in eine geheimnisvolle Kleinstadt voller düsterer Geheimnisse und übernatürlicher Bedrohungen entführt. Dabei erinnert die beklemmende Atmosphäre nicht zufällig an die Kultserie Twin Peaks.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Privatdetektiv Red Walker, der mit einem zunächst recht gewöhnlich wirkenden Vermisstenfall beauftragt wird. Der Musiker Eddie Velvet ist spurlos verschwunden und Walker soll herausfinden, was mit ihm geschehen ist. Seine Ermittlungen führen ihn nach Silver Pines, einer verlassenen Stadt, deren Straßen und Gebäude eine unheilvolle Vergangenheit verbergen. Was zunächst wie eine klassische Detektivgeschichte beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einem albtraumhaften Abenteuer. Je tiefer Walker in die Geheimnisse der Stadt eindringt, desto deutlicher wird, dass hinter dem Verschwinden des Musikers weit mehr steckt als ein gewöhnlicher Kriminalfall. Unheimliche Erscheinungen, gefährliche Kreaturen und finstere Mächte machen die Suche nach Antworten zu einem Kampf ums Überleben.
Spielerisch kombiniert Silver Pines klassische Survival-Horror-Elemente mit der Erkundungsstruktur eines Metroidvania. Die titelgebende Stadt bildet dabei eine zusammenhängende Spielwelt, in der zahlreiche Wege zunächst versperrt bleiben. Erst durch das Lösen von Rätseln, das Entdecken neuer Möglichkeiten und das Öffnen verschlossener Türen lassen sich weitere Gebiete erreichen. Dadurch spielt die sorgfältige Erkundung der Umgebung eine wichtige Rolle. Versteckte Durchgänge und bislang unzugängliche Bereiche laden dazu ein, bereits besuchte Schauplätze erneut unter die Lupe zu nehmen. Gleichzeitig müssen Spieler ihre begrenzten Ressourcen im Blick behalten, denn nicht jede Begegnung mit den Schrecken von Silver Pines lässt sich ohne Weiteres überstehen.
Gerade das Ressourcenmanagement soll für zusätzliche Spannung sorgen. Statt sich ausschließlich auf Kämpfe zu konzentrieren, müssen Spieler abwägen, wie sie mit ihren verfügbaren Mitteln umgehen und welche Gefahren sie auf sich nehmen möchten. In Kombination mit den Rätseln und der verwinkelten Spielwelt entsteht so ein Abenteuer, das sowohl taktisches Vorgehen als auch Aufmerksamkeit bei der Erkundung verlangt. Neben den gewöhnlichen Kreaturen warten außerdem mächtige dämonische Bossgegner, die sich in den Schatten der verlassenen Stadt verbergen. Diese Begegnungen dürften zu den gefährlichsten Momenten des Spiels gehören und Red Walkers Überlebensfähigkeiten besonders auf die Probe stellen.
Optisch setzt Silver Pines auf eine 2,5D-Darstellung, die klassische seitlich ausgerichtete Spielmechaniken mit einer räumlich wirkenden Umgebung verbindet. Besonders die Mischung aus verlassenen Gebäuden, geheimnisvollen Straßen und einer zunehmend bedrohlichen Atmosphäre soll das Gefühl vermitteln, in einer Stadt gefangen zu sein, in der etwas grundsätzlich nicht stimmt. Mit seinen offensichtlichen Anleihen bei Twin Peaks und der Verbindung aus psychologischem Horror, Detektivgeschichte und Metroidvania-Mechaniken möchte sich Silver Pines von klassischen Genrevertretern abheben. Die Suche nach Eddie Velvet dient dabei als Ausgangspunkt für eine Geschichte, in der Spieler nach und nach die dunklen Geheimnisse der titelgebenden Stadt aufdecken.
Silver Pines ist ab sofort für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2, Nintendo Switch und PC erhältlich. Die Standard Edition kostet 24,99 Euro. Alternativ steht eine Deluxe Edition für 31,99 Euro zur Verfügung, die zusätzlich ein digitales Artbook und den offiziellen Soundtrack enthält.


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