PS4 Review: „Indie Shmup Bundle by Eastasiasoft“ #RedDeath #NullDrifter #ProjectStarship #LeichtePlatin

Wenn jemand, so wie ich, ein Fan klassischer Shmups ist, dann sind einige der Spiele von Eastasiasoft eine wahre Erlösung. Und drei der Spiele sind mittlerweile im sogenannten „Indie Shmup Bundle“ zusammengefasst worden. Zwar handelt es sich dabei lediglich um ein Bündel von drei Einzelveröffentlichungen, die man im Paket vergünstigt bekommt. Und da es sich de Fakto um drei einzelne Spiele handelt, bekommt man neben drei Spielen, auch gleich drei überaus leichte Trophäenlisten, Grund genug sich die Veröffentlichung mal ganz genau anzusehen. Im Paket sind die drei Spiele „Red Death“, „Null Drifter“ und „Project Starship“, der Vorgänger zum kürzlich thematisierten „Project Starship X“, enthalten. Alle drei Spiele sind grundlegend unterschiedliche Erfahrungen, weswegen ich auf eins nach dem anderen eingehen werde.

„Red Death“

Der Name ist an sich Programm, denn „rot“ ist wirklich eine dominierende Farbe in dem stilisierten vertikal-scrollenden Shmup, das auf starke Farbkontraste setzt. So verwendet das Spiel neben Weiß, lediglich noch ein monochromes Grün, Grau und eben Rot. Wir steuern ein Raumschiff und unsere Mission ist nichts geringes als eine Alien-Invasion zu stoppen, was im Übrigen ein Thema ist, das sich durch viele Shmups zieht. Das Spiel beginnt mit ein paar rudimentären Funksprüchen, bevor es uns direkt ins Geschehen wirft. Andere Spiele beginnen langsam und schrauben die Schwierigkeit nach und nach hoch, doch „Red Death“ setzt gleich auf gute Reflexe, wenn es um die Anzahl der Projektile auf dem Bildschirm geht.

Zwar stehen wir bereits nach wenigen Minuten dem ersten Boss gegenüber, doch wer ihn besiegen möchte, sollte tunlichst darauf achten vorher im Level nicht getroffen zu werden und Powerups einzusammeln, damit man eine Chance hat. Ohne Powerups verteilen wir leider nur sehr wenig Schaden und laufen umso mehr Gefahr in der Vielzahl von gegnerischen Projektilen unnötig getroffen zu werden. Sammelt man allerdings Powerups und lädt seine Spezialattacke, den „Overdrive“, auf, ist der Boss in Senkungen passé. Und hat man die Funktionsweise der Spezialattacken und der unterschiedlichen Powerups erst einmal verinnerlicht, eröffnet sich ein wirklich spannendes unter forderndes Spiel, das zusätzlich mit einer interessanten Narrative aufwartet, was ich persönlich gar nicht erwartet habe.

Trotz des doch recht fordernden Gameplays sollte kaum jemand Probleme bekommen, die insgesamt 19 Trophäen (0 x Bronze, 10 x Silber, 8 x Gold, 1 x Platin) freizuschalten, da es sich bei den Trophäen, abseits einer Trophäe, bei der wir einen Highscore von 80.000 erreichen müssen, was ich innerhalb des zweiten Levels erreicht hatte, um Erfolge der Gattung „Besiege X Gegner“, „Töte X Bosse“ und „Stirb X Mal“ handelt, die über alle Durchgänge kumuliert werden.

„Null Drifter“

Im direkten Vergleich geht „Null Drifter“ in eine komplett andere Richtung, da es uns optisch zurück zu den Anfängen der modernen Videospiele führt, das Spiel rein in Schwarz-Weiß, bzw. wahlweise auch Schwarz-Grün, oder ähnlichem, gehalten ist und sich das Geschehen ausschließlich auf einem Bildschirm abspielt, der statisches Spielfeld ist. Es wird also nicht gescrollt, sondern wir können uns frei über das Spielfeld bewegen und Gegner greifen uns von allen Seiten an. Dabei ist die Anzahl der Gegner, Bosse und Projektile komplett zufallsgeneriert und kein Durchgang gleicht dem anderen.

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Eine Geschichte gibt es dieses Mal nicht, doch dafür wartet das Spiel mit einer interessanten eigenen Mechanik auf, mit der wir nicht nur schießen können und Powerups einsammeln, sondern einen Dash durchführen können, der uns kurzzeitig unverwundbar macht und absolut unerlässlich ist, wenn man sich einigen der härteren Gegner gegenübersieht. Zusätzlich verdient in jedem Durchgang Punkte, die man dann für einen neuen Versuch in temporäre, oder sogar dauerhafte Upgrades investieren kann und was das Spiel langfristig leichter werden lässt, was in Anbetracht des allgemein eher hohen Schwierigkeitsgrads ein Vehikel ist den Frust zu reduzieren. Denn dieser kann anfangs durchaus aufkommen, wenn man die Mechanik mit dem Dash noch nicht verinnerlicht hat und das Spiel unmittelbar nach dem Start schon wieder beendet ist.

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Mit etwas Übung und freigeschalteten Powerups sollte es dann auch kein Problem sein die insgesamt 18 Trophäen (4 x Bronze, 3 x Silber, 10 x Gold, 1 x Platin) zu verdienen und im Grunde nur eine, die das Erreichen von Level 6 voraussetzt, etwas tricky sein kann. Der Rest der Trophäen ist wiederrum kumulativ und sollte im Grunde nebenbei freigeschaltet werden, während man sich bis zu Level 6 vorkämpft, was alles in allem aber nicht länger als 30-60 Minuten dauert.

„Project Starship“

Den Abschluss macht „Project Starship“, das erst kürzlich mit „Project Starship X“ eine Fortsetzung, oder gar ein Remake spendiert bekommen hat, da die Fortsetzung nicht nur den ersten Teil komplett ignoriert, sondern auch in vielen Belangen verbessert. Das soll allerdings keineswegs heißen, dass man mit dem Erstling nicht auch seinen Spaß haben kann. Nach dem stilisierten “Red Death” und dem fast schon experimentellen “Null Drifter“ ist „Project Starship“ zumindest vom optischen Standpunkt, das ausgewogendste Spiel des Pakets, weist aber dennoch die ein oder andere Gemeinsamkeit mit den vorherigen Spielen auf.

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Wir haben die Wahl zwischen zwei verschiedenen Piloten, wobei einer den schweren und der andere den leichten Schwierigkeitsgrad darstellt und stürzen uns dann in die Schlacht gegen fiese Aliens. Die Levels sind dabei komplett zufallsgeneriert, was dem Spiel, ebenso wie bei „Null Drifter“ ziemlich viel Wiederspielwert beschert, da man immer neue Level-Anordnungen spielt, was nicht nur das Level-Layout, sondern auch Gegnertypen, Gegnerposition, Bosse und sogenannte „Mad Events“ angeht, die als kleine Bonusrunden zu sehen sind und meist besondere Powerups bieten.

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Das Spiel ist dabei ein vertikal-Scroller und wir müssen nicht nur Gegnern und Projektilen ausweichen, sondern auch einige Abschnitte meistern, bei denen wir durch eine Gräben fliegen müssen. Gerne treten diese Abschnitte auch gepaart mit Bullet-Hell-Gegnerbeschuss auf, was dann eine besondere Herausforderung darstellt. Dennoch ist das Spiel gefühlt etwas leichter, als die anderen Spiele, da die eigene Hitbox kleiner ist, als die Ausmaße unseres Schiffs und es so etwas leichter macht den Projektilen auszuweichen. Abgerundet wird das überaus bunte Abenteuer von einem ziemlich guten Soundtrack, entgegen der anderen Spiele mehr heraussticht.

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Im Direktvergleich ist die Fortsetzung zwar in allen Belangen das bessere Spiel, da man das Potential noch weiter ausgearbeitet hat, aber dennoch macht auch der Erstling eine Menge Spaß und es gibt man wieder 19 Trophäen (0 x Bronze, 10 x Silber, 8 x Gold, 1 x Platin) zu verdienen, von denen nur eine etwas fordernd ausfallen muss, in der man in einem Durchgang 100.000 Punkte verdienen muss. Alle anderen Trophäen sind wieder Standards und lassen sich über mehrere Durchgänge kumulieren.

Insgesamt ist das Triple-Pack eine wirklich lohnenswerte Investition für alle, die die Einzelveröffentlichungen noch nicht haben, da es zum regulären Preis von knapp 9 Euro günstiger ausfällt als zwei der Spiele im separaten Kauf. Zusätzlich ist es regelmäßig in diversen Sales enthalten und man bekommt auf diese Weise drei gute Shmups, mit drei separaten Trophäenlisten zu einem wirklich guten Preis.

Entwickler: Panda Indie Studio

Publisher: Eastasiasoft

Erhältlich auf: PS4, Xbox One, Nintendo Switch

NB@10.03.2021

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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