Nach dem enttäuschenden Verkaufserfolg von Dragon Age: The Veilguard äußert sich der ehemalige Lead Writer David Gaider pessimistisch über die Zukunft der beliebten Fantasy-Reihe. In einem Interview erklärte er, dass er befürchte, Dragon Age könnte endgültig beendet werden.

Gaider berichtet, dass sich die Serie während seiner Zeit bei BioWare immer wieder in einer schwierigen Lage befunden habe. Seiner Aussage nach stand die Entwicklung mehrmals kurz davor, eingestellt zu werden. Letztlich hätten die Spiele jedoch regelmäßig bessere Verkaufszahlen erzielt als intern erwartet und so ihre Fortsetzung gesichert. Dabei habe Electronic Arts laut Gaider die Mass Effect-Reihe stets bevorzugt behandelt. Während Mass Effect als modernes Science-Fiction-Rollenspiel galt, sei Dragon Age intern eher als altmodisches, stark erzählerisches Fantasy-RPG wahrgenommen worden. Erfolge der Reihe seien deshalb häufig als Ausnahme statt als Bestätigung des Konzepts angesehen worden.

Trotz seiner Kritik könnte sich Gaider eine Rückkehr zum Franchise vorstellen. Voraussetzung wäre allerdings, dass das Projekt nicht mehr unter der Leitung von Electronic Arts entstünde. Seiner Meinung nach sollte Dragon Age wieder zu seinen Wurzeln zurückkehren und eine düstere Fantasy-Welt mit schwierigen Entscheidungen und kontroversen Themen bieten. Obwohl Dragon Age: The Veilguard von Kritikern überwiegend positiv aufgenommen wurde, blieb der kommerzielle Erfolg hinter den Erwartungen von EA zurück. In der Folge kam es zu umfangreichen Entlassungen bei BioWare. Ein kleineres Kernteam arbeitet derzeit weiterhin am nächsten Mass Effect 5.

Zusätzlich kursieren Berichte, wonach BioWare im Zuge der finanziellen Neuausrichtung von Electronic Arts künftig verkauft werden könnte. Eine offizielle Bestätigung hierfür gibt es bislang allerdings nicht.

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