Entwickler Game Science wird bei der Entwicklung von Black Myth: Zhong Kui vollständig auf generative KI verzichten. Das bestätigte Mitgründer Yang Qi auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo. Black Myth: Zhong Kui ist der kommende Nachfolger des 2024 veröffentlichten und erfolgreichen Black Myth: Wukong. Nachdem ein Fan nach dem möglichen Einsatz künstlicher Intelligenz gefragt hatte, erklärte Qi, dass Game Science während der Designphase und bei der Erstellung von Assets keine generativen KI-Werkzeuge einsetzen werde.

Interessant ist dabei vor allem die Begründung. Yang Qi lehnt die Technologie nicht grundsätzlich ab. Vielmehr sieht das Studio derzeit offenbar keinen Grund, generative KI in den bestehenden Entwicklungsprozess zu integrieren. Sinngemäß erklärte der Entwickler, dass man nicht unbedingt den nächsten Zug nehmen müsse, um irgendwann sein Ziel zu erreichen. Stattdessen könne man auch eine Weile warten und den eigenen Weg in Ruhe fortsetzen. Game Science möchte bei Black Myth: Zhong Kui somit bis zum Ende an seinem bisherigen kreativen Prozess festhalten.

Die Entscheidung dürfte bei einigen Spielern positiv aufgenommen werden. Der Einsatz generativer KI innerhalb der Spieleentwicklung wird derzeit kontrovers diskutiert, insbesondere wenn die Technologie bereits während der Konzeptphase verwendet wird. Zuletzt sorgte unter anderem der Umgang von Larian Studios mit generativer KI bei der Entwicklung des kommenden Divinity für Diskussionen. Kritiker befürchteten, dass KI-generierte Platzhalter und Konzeptbilder später auch die Arbeit menschlicher Künstler beeinflussen könnten. Larian-CEO Swen Vincke reagierte schließlich auf die Kritik und das Studio rückte vom Einsatz entsprechender Werkzeuge ab.

Bei Black Myth: Zhong Kui herrscht nun von Anfang an Klarheit. Zumindest für die aktuelle Entwicklung hat sich Game Science gegen generative KI bei Design und Asset-Erstellung entschieden.

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