„Multitasking: Das Spiel“ ist ein Vergleich, der gar nicht so weit hergeholt ist, wenn man sich mit dem aktuellsten Output von Ratalaika Games beschäftigt. Auch wenn „Super Weenend Mode“ mich vom Artwork her erst irgendwie an klassische 8-Bit Plattformer erinnert hat, könnte das Gameplay nicht weiter davon entfernt sein könnte, denn es handelt sich um ein wirklich interessantes Arcade-Action-Spiel, das im Grunde eine Mischung aus Shoot ‘em Up und Geschicklichkeitsspiel darstellt.

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Das Spiel wurde von Pixel Teriyaki entwickelt und von Ratalaika Games auf PS4, PS Vita, Xbox One und Nintendo Switch veröffentlicht, wobei die PS4-Version in gewohnter Manier wieder als Cross-Buy mit PS4– und PS Vita-Version daherkommt und zusätzlich auch wieder eine überaus leichte Trophäenliste im Gepäck hat, um die lukrative Zielgruppe der Trophäenjäger anzusprechen.

Zum Beginn des Spiels haben wir die Auswahl aus 6 unterschiedlichen Charakteren, die wir im Spiel steuern können, die jeweils andere Eigenschaften mitbringen, was es uns ermöglicht abseits der normalen Schwierigkeitseinstellung das Spiel zu optimieren. Möchten wir also einen Charakter mit mehr Leben oder lieber einen Charakter, der schneller ist, als die anderen? Auch wenn das wahrscheinlich für Neulinge nicht besonders wichtig erscheint bietet es eine gute Möglichkeit aus dem Spiel das bestmögliche heraus zu holen und so einen möglichst großen Highscore zu erreichen, denn auch wenn es unterschiedliche Levels im Spiel gibt ist das Hauptspiel ganz klassisch der Punktestand am Ende des Spiels.

Die einzelnen Levels des Spiels sind dabei in klassischer Arcade-Manier als einzelne Bildschirme aufgebaut, liefern unterschiedliche Herausforderungen und werden kontinuierlich schwerer. In der Mitte des Vertikal-ausgerichteten Bildschirms befindet sich der Gegner des Levels, den es zu besiegen gilt, was geschieht indem wir ihn mit Projektilen beschießen. Wir steuern dabei Zwei Paddles an der unteren Bildschirmhälfte mit der L1 und R1-Taste auf ihrer horizontalen Ausrichtung und schießen mit „X“ (oder mittels Einstellung auch auf Dauerfeuer per Default ohne Tastendruck). Der Boss wehrt sich unseres Beschusses, indem er uns mit Herzen, Totenköpfen und Dust Bunnies bewirft. Wir müssen die Herzen auffangen, die Totenköpfe nicht und die Dust Bunnies mit den Paddles zur Seite werfen, was in den ersten Stages noch recht gemächlich anfängt, aber bald zu einer wirklichen Herausforderung wird, da wir konstant die Paddles unabhängig voneinander bedienen müssen, was ein hohes Maß an Koordination und Multitasting erfordert, aber gleichermaßen richtig Spaß macht. Lassen wir zu viele Herzen durch, fangen stattdessen Totenkpfe oder schaffen es nicht die Dust Bunnies wegzuschleudern unterbrechen wir damit nicht nur unseren Multiplikator, sondern verlieren als Strafe auch Punkte und irgendwann auch Leben. Haben wir zu viele Leben verloren heißt es „Game Over“ und das Spiel schickt uns unverblümt zurück zum Hauptmenü. – Es gibt keine Rücksetspunkte, kein Autosave und in Folge dessen auch keine zweite Chance, sondern nur den Neuanfang. Hier kommen dann wieder die unterschiedlichen Charaktere zum Tragen, denn auch wenn man beim ersten Spiel mit dem Default-Charakter nicht besonders weit gekommen ist sah das in meinem Fall mit einem anderen Charakter schon ganz anders aus. Hier sollte man durchaus mal ein paar unterschiedliche Optionen ausprobieren und am Anfang am besten auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad starten, denn schwer wird das Spiel von ganz alleine…

Auch wenn das Spiel rein optisch für die meisten Menschen nicht besonders viel hermachen mag so ist der minimalistische Stil durchaus sehr passend und es könnte sich vom optischen wirklich um ein Spiel aus längst-vergessenen Zeiten oder eventuell auch ein Spiel, dass zur Zeit des Famicom nie den Weg auf das NES gefunden hatte (von denen es wirklich viele gibt), handeln. Auch soundtechnisch ist das Spiel echt gelungen und liefert zwar nicht wirklich viel Variation, aber dafür einige wirklich eingängige Chiptunes, die in Kombination mit dem reduzierten Spielprinzip für einen nostalgischen Flow sorgen.

Ich habe persönlich den Kauf des Spiels nicht bereut und hatte auf dem Weg zur Platin (und auch danach) viel Spaß damit. Für reguläre 4,99€ ist das Spiel wirklich erschwinglich und ist nicht nur für Trophäenjäger gut angelegtes Geld. Diese kommen beim Spiel auch auf ihre Kosten, denn insgesamt gibt es 12 Trophäen (0 x Bronze, 0 x Silber, 11 x Gold, 1 x Platin) zu verdienen, die auf PS4 und PS Vita jeweils in einer eigenen Trophäenliste daherkommen, die sich in weniger als 30 Minuten verdienen lassen…

NB@23.04.2019

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