PS4 Review: „Hidden through Time“ #HiddenThroughTime

Die „Where is Waldo“-, bzw. im deutschsprachigen Raum als „Wo ist Walter“-Bücherreihe hat seit jeher eine Faszination auf mich ausgeübt. Die großformatigen, handgezeichneten Bilder strotzen immer nur so kleinen Details und witzigen Ideen, sodass man die Bilder stundenlang ansehen konnte, selbst wenn Waldo schon lange gefunden hat. Es gibt unzählige Bücher mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten, doch abseits davon wurde das Konzept nicht wirklich weiterverfolgt, wenn man Mal von einem sehr schlechten NES-Spiel absieht. Doch mit „Hidden in Time“ belebt das Konzept für das digitale Zeitalter neu, selbst wenn es ohne die entsprechende Lizenz auskommt. Um herauszufinden, ob die Rechnung dennoch aufgehen und das Spiel die gleiche Faszination ausüben kann, wurde mir von Entwickler und Publisher eine kostenfreie Testversion zur Verfügung gestellt. Dieser Umstand hat aber selbstverständlich keinen Einfluss auf mein Fazit.

Obwohl es an sich etwas merkwürdig klingt offenbart der Startbildschirm, dass es gleich mehrere Spielmodi im Spiel gibt. Neben einem Story-Modus gibt es noch einen Online-Modus und sogar einen Editor, wobei wir uns in einem ersten Schritt mir der Story beschäftigen, wobei man dabei gleich erwähnen muss, dass die Bezeichnung „Story“ eher lose verwendet werden muss, denn eine wirkliche Geschichte gibt es im Grunde nicht. Dahinter verbirgt sich lediglich eine Abfolge von insgesamt 26 Levels, die sich über 4 unterschiedliche Zeitperioden erstrecken und somit aufeinander aufbauen, ohne direkt miteinander verbunden zu sein.

Die Zeitperioden sind die Steinzeit, das antike Ägypten, das Mittelalter und letztendlich noch der Wilde Westen, wobei die Levels pro Periode jeweils mit ihren eigenen Assets und für das thematisierte Zeitalter spezifischen Details aufwarten. Dabei ist der Ablauf unabhängig des Zeitalters immer der selbe. Anfangs bekommen wir nur eine kleine Karte als Level präsentiert und müssen nur wenige Gegenstände ausfindig machen, doch mit jedem neuen Level wächst nicht nur die Karte, sondern auch die Liste der gesuchten Gegenstände, was besonders in späteren Levels eine wirkliche Herausforderung werden kann.

Und damit es auch spannend bleibt geht die Liste der gesuchten Gegenstände weit über die Suche nach einer einzigen Person hinaus. In der unteren Bildschirmhälfte bekommen wir dazu eine Liste der gesuchten Gegenstände angezeigt und bekommen auf Wunsch beim draufklicken auf die Gegenstände in der Liste auch eine kleine Hilfestellung dazu, wo wir den Gegenstand finden können. Diese bleiben aber vage genug, damit es nicht zu einfach wird.

Technisch ist das Spiel auf Grund seines reduzierten Spielprinzips logischerweise nicht besonders aufwendig, doch wartet mit vielen Details und lustigen Ideen auf. Die Levels sind farbenfroh und sind keine einfachen starren Hintergründe, sondern animiert und haben zusätzlich noch interaktive Elemente, die man als Spieler mittels draufklicken aktivieren kann. So fangen die kleinen Figuren zum Beispiel an Geräusche von sich zu geben, wenn wir sie anklicken oder wir können damit auch bei Gebäuden oder ähnlichem zwischen der Außen- und Innenansicht hin- und herschalten, um Gegenstände aufzuspüren, die sich im Inneren verstecken.

Auch wenn 26 Levels, die im Story-Modus enthalten sind nicht übermäßig viel sind und in je nach Auffassungsgabe nicht länger als 2 Stunden dauern sollten, bis man sie beendet hat, so gibt es dennoch weitere Modi, die uns bei Laune halten. Dabei handelt es sich um einen umfangreichen Editor mit dem wir komplett eigene Levels bauen können. Dazu stehen uns alle Assets und Hintergründe aus dem Story-Modus und den vier Zeitperioden zur Verfügung, die wir nach Lust und Laune positionieren können. Danach benennen wir die gesuchten Items, hinterlegen per Freitext Hinweise und können das Level dann für den Online-Modus bereitstellen. In diesem Modus können wir auch auf alle Inhalte der Community zugreifen und bekommen einen quasi niemals endenden Nachschub an neuen Levels. Und auch wenn nicht alle Levels so aufwendig designed sind, wie die des Story-Modus, so gibt es vielfältige Bewertungskriterien, die man als Indikator nehmen kann. Und da Levels nur hochgeladen werden können, wenn man auch beenden kann, gibt es keine Dead-Ends oder Levels wo die gesuchten Items nicht erreichbar sind.

Insgesamt hatte ich eine Menge Spaß mit dem Spiel und man bekommt genau das, was man davon erwartet: Kurzweilige Puzzle-Unterhaltung, wie man sie auch aus den Vorlagen in Bücherform kennt. Zwar fällt uns als Spieler bereits nach kürzester Zeit auf, dass die Animationen pro Asset immer die gleichen sind, was aber nicht negativ auffällt. Zusätzlich verfügt das Spiel über eine überaus leichte Trophäenliste mit insgesamt 20 Trophäen (3 x Bronze, 8 x Silber, 8 x Gold, 1 x Platin), die sich recht flott verdienen lassen. Lediglich die Trophäe für 50 Onlinespiele wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, was aber ja der Anspruch des Spiels sein soll, dass es einige Zeit unterhält.

Entwickler:         Crazy Monkey Studios

Publisher:           Crazy Monkey Studios

Erhältlich auf:    PC, PS4, Xbox One, Nintendo Switch

NB@03.04.2020

——— Hinweise & Disclaimer: ———

Wenn euch der Beitrag gefallen hat würde ich mich natürlich über eure Likes, Retweets, Abos oder auch Feedback freuen. Gleiches trifft aber auch zu, wenn ich eurer Meinung nach etwas hätte besser machen können. Konstruktive Kritik hilft bekanntlich nur, wenn man sie auch bekommt, also lasst es mich einfach wissen.

Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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