PS5 Review: „War Theatre: Blood of Winter (Max Edition)“ #WarTheatre #PlagueUniverse

Normalerweise sind rundenbasierte Strategiespiele eher auf dem PC beheimatet und eher nicht auf Konsolen, doch eine nennenswerte Ausnahme bildet seit ein paar Jahren die War Theatre-Reihe, angesiedelt im eigens vom Entwickler erschaffenen Plague-Universe, in dem alle Spiele des Studios angesiedelt sind. Und da gerade eine PS5-Version von „War Theatre: Blood of Winter“, zusätzlich untertitelt als „Max Edition“ erschienen ist, habe ich mir das Spiel ganz genau für euch angesehen. – Als erstes, bevor wir überhaupt auf den Inhalt eingehen, ist recht wichtig zu wissen, was man unter der Bezeichnung „Max Edition“ zu verstehen hat, denn auch wenn das Spiel im Grunde den fast gleichen Titel trägt, wie der zweite Teil der Reihe, der bisher in Deutschland nicht erschienen war, ist diese Beschreibung nur teilweise richtig. Denn nicht nur ist der Inhalt von „Blood of Winter“ enthalten, sondern auch der Content des Originals und sämtliche DLCs, ein mehr als umfangreiches Komplettpaket also.

Das Spiel an sich ist ein rundenbasiertes Taktik-Strategiespiel. Wir wählen aus einer Liste bunter Helden einen aus, er ist der Anführer unserer Armee und mit ihm stürzen wir uns in den Kampf. Davon gibt es in dieser Komplettversion 12 unterschiedliche mit denen wir entweder die Kampagne des zweiten Teils, den Legacy-Mode, der die Inhalte aus Teil 1 enthält, solo zum Erfüllen von Missionen in zufallsgenerierte Matches, oder sogar im Co-op mit Freunden messen können, wobei dieser Modus einen Nachteil bietet, dass man auch die Züge der Freunde sieht, die beim normalen Spiel nur sichtbar sind, wenn wir weit genug vorgedrungen sind.

Ein Spiel besteht immer aus zwei Parteien, die auf einer Karte, die wir aus der Draufsicht sehen, an unterschiedlichen Startpunkten beginnen. Diese Ziele variieren im Spielverlauf bestehen aber meist daraus, entweder den gegnerischen Helden zu töten, die gegnerische Basis ein zunehmen, oder in seltenen Fällen auch die komplette gegnerische Armee auszulöschen. Und alle Ziele haben eins gemeinsam: Wir brauchen dafür Truppen, denn anfangs starten wir mit einer ziemlich kleinen Anzahl an Kriegern, die wir in den Kampf schicken können. Wir bewegen uns abwechselnd über das in Quadranten eingeteilte Spielfeld, wobei jede Truppe unterschiedlich weite Felder vorziehen kann, nehmen Städte und Fabriken ein, die uns als Einnahmequelle dienen und uns das Geld auch gleich wieder in neue Truppen zu investieren lassen. Man unterscheidet bei den Truppen in unterschiedliche Klassen, von mehreren Infanterie-Gruppen, über starke Truppen, wie Mechs und Panzer, die zwar Feuerkraft mitbringen, aber dafür teuer und langsam sind und sogar fliegende Einheiten, die leider recht wenig Schaden einstecken können, das aber durch Geschwindigkeit und Feuerkraft wieder gutmachen.

Pro Zug können wir jede Einheit einmalig bewegen, wofür der Bewegungsradius angezeigt wird, wenn wir auf die Einheit klicken. Nach dem Zug haben wir je nach Kontext unterschiedliche Optionen. Wir können einen Stadt oder Fabrik einnehmen, wenn wir auf einer gelandet sind, Gegner angreifen, wenn diese in Reichweite sind, oder einfach warten. Kommt es zum Gefecht führt die Einheit einen Angriff aus, muss aber damit rechnen, dass der angegriffene Gegner zurückschlägt, was ebenfalls einmal pro Zug möglich ist. Wenn wir also mit einer Truppe angreifen, die fast tot ist, kann es sein, dass der Gegenschlag diese vernichtet. So ist man mitunter besser beraten in Deckung zu gehen. Untermalt werden die Angriffe und Gegenangriffe durch kleine Gefechtsanimationen, in denen wir sehen wie unsere Einheiten kämpfen, es spielt sich also nicht alles „nur“ auf der Karte ab.

Das Spielprinzip erinnert dabei an „Dragon Force“, „Advanced Wars“, oder in Ansätzen auch „Command & Conquer“, wobei es in War Theatre keinen Basenbau und keine Ressourcen, abseits des Geldes, das automatisch pro Zug verdient wird, je nachdem wie viele Städte wir eingenommen haben. Es besonderes Highlight stellt allerdings das Setting, des eigenen Universums dar, was sich sowohl in der morbiden, wie auch unterhaltsamen Geschichte der Welt Kasalli wiederspiegelt und gleichzeitig mit wirklich interessanten Designs in einer Post-Apokalyptischen Welt, die von der Pest zerfressen ist, aufwartet.

Insgesamt hatte ich mit der „Max Edition“ von „War Theatre: Blood of Winter“ wirklich eine Menge Spaß. Allein die Geschichte unterhält locker +30 Stunden und auch wenn die Kämpfe anfangs noch recht einfach ausfallen, so ist bald unser sämtliches taktisches Geschick gefragt. Die PS5-Version ist im Gegensatz zur bisherigen Veröffentlichung zwar nur etwas Hübscher von den Details her anzusehen, bietet dafür aber massive Verbesserungen in der Framerate und den Ladezeiten, die quasi nicht mehr existent sind. Und besonders da der zweite Teil bisher nicht in Deutschland erhältlich war und dieses Komplettpaket gerade mal die Hälfte des Erstlings kostet und diesen nebst aller DLCs komplett beinhaltet, sollte man auf jeden Fall zu dieser Version des Spiels greifen, wenn man mal eine Abwechslung der sonstigen Einheitsveröffentlichungen sucht.

Entwickler: Arcade Distillery

Publisher: Arcade Distillery

Erhältlich auf: PS5

NB@19.04.2021

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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