PS4 Review: „Dariusburst: Another Chronicle EX+“ #DariusBurst

Das Genre des Shmups hat eine lange Tradition. Besonders „Lifeforce“, „R-Type“ und „Darius“ haben mich dabei beeindruckt, weswegen ich umso gespannter auf die gerade erschiene Sammlung mit dem zugegebenermaßen ziemlich verschachtelten Titel, „Dariusburst: Another Chronicle EX+“, war. Dabei handelt es sich um eine überarbeitete Neuauflage des gleichnamigen Arcade-Ablegers, das von Inin Games herausgebracht wurde.

Vor ein paar Jahren gab es bereits mit „Dariusburst: Chronicle Survivors“ eine echt solide Umsetzung des Ausgangsmaterials, die mittlerweile aber unwahrscheinlich teuer geworden ist und ich erhoffte mir eine aufgemotzte Version davon mit dem neuen Spiel. So trat leider direkt beim Starten etwas Ernüchterung ein, denn gerade im direkten Vergleich bietet Another Cronicle überraschend wenig Mehrwert. Nicht nur fehlen die tollen Schiffe aus anderen ironischen Reihen, die Survivors in Zusammenarbeit mit Taito, Capcom, Sega und Co im Gepäck hatte, sondern das Spiel ist auch unwahrscheinlich kurz geworden. Je nachdem welchen Spielmodus man wählt ist man in 10-15 Minuten durch.

Das soll nicht bedeuten, dass Another Chronicle nicht auch Punkte bietet, die für die Version bieten: Es handelt sich um eine originalgetreue Umsetzung des Arcade-Originals mit massiv aufgewerteter Grafik. Man hat sogar das Bildformat von 32:9, die spezielle Arcade-Automaten erforderte ins Spiel implementiert, was auf großen Fernsehern gut zur Geltung kommt und sich definitiv von der breiten Masse abhebt, auch wenn einzelne Elemente je nach Fernsehergröße etwas klein ausfallen können, was besonders in den Menüs auffällt.

Doch was unterscheidet Dariusburst eigentlich vom klassischen Darius? – Die Spiele sind im gleichen Universum angesiedelt, sind aber zeitlich getrennt, wobei Dariusburst knapp 100 Jahre nach „Darius II“ spielt. Es gibt ein galaktischen Krieg mit der Belser Armee, der aber nun ein für alle Mal beendet werden kann. Denn die Silver Hawks, für die wir kämpfen, haben eine neue mächtige Waffe, den sogenannten „Burst“ entwickelt. Neben unserem normalen Angriff könnten wir mit dem Burst, der kräftige Sonderattacken erlaubt und einem Cooldown unterliegt, unterschiedliche Angriffe durchführen.

Das Spiel bietet dabei je nachdem, ob wir die Taste für den Burstangriff drücken, oder festhalten (und je nachdem, wie wir unser Schiff ausgerüstet haben) unterschiedliche Angriffe für unterschiedliche Situationen, was clever in das Stagedesign implementiert wurde. Gleiches gilt für unsere Schussrichtung, die bei den meisten Shmups fest vorgegeben ist, sich aber hier per Schultertaste wechseln lässt, was nicht nur notwendig ist, um Hindernissen auszuweichen, sondern auch essenziell ist, um die Gegner auszuschalten, die von allen Seiten kommen können.

Der Umfang ist, wie bereits eingänglich erwähnt, etwas der Knackpunkt, denn das Spiel besteht von Haus aus lediglich 11 Abschnitten, von denen wir in einem Run zwischen 3 und 5 erleben. In der Arcade mag das durchaus funktionieren, aber für einen Heimport mit unendlichen Continues ist es etwas mager. Daher gibt es neben dem „Original“-Modus noch „Original EX“, was quasi dasselbe mit einem höheren Schwierigkeitsgrad ist, den „Chronicle“-Modus, der uns eine zufällige Anordnung von Stages nach bestimmten Kriterien und letztendlich den „Event“-Modus, der Unterschiedliche Herausforderungen bietet.

Insgesamt hält das Spiel zwar einige interessante Ideen und Mechaniken bereit und bietet zusätzlich sogar einen 4-Spieler-Co-Op, der zwar chaotisch, aber nicht weniger spaßig ist. Jedoch ist der Umgang eine echte Hürde, die es schwer macht das Spiel zu empfehlen. Eingefleischte Shmup-Fans kommen zwar auf jeden Fall auf ihre Kosten, aber Gelegenheitsspieler oder gar Neulinge des Genres greifen besser zu günstigeren Alternativen.

Entwickler: Pyramid / Taito

Publisher: Inin Games

Erhältlich auf: PS4, Nintendo Switch

NB@18.08.2021

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

Ein Kommentar

  1. Hab ich das richtig gelesen? 10-15min??? Nicht Stunden? Ernsthaft?

    Also ich liebe ja shmups, und Darius gehört da schon zu den Reihen, die ganz weit oben auf meiner Liste stehen. Aber bei den Preisen teilweise und dann noch so wenig Inhalt? Ne danke. Dann lieber sparen und das Geld in Tokyos Spielhallen mit echtem Arcadefeeling verbraten – wenn es wieder geht und wenn es die dann noch gibt.. :-/

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