Es gibt einen Punkt, an dem eine Videospielsammlung aufhört, Freude zu bereiten. Nicht unbedingt, weil die Spiele schlechter werden. Sondern weil es zu viele geworden sind. Und ich glaube, diesen Punkt habe ich mittlerweile schon lange erreicht.

Über Jahre hinweg habe ich Videospiele gesammelt. Nicht ausschließlich, um sie zu spielen, sondern auch, weil ich sie besitzen wollte. Spiele im Regal vermitteln ein Gefühl von Beständigkeit. Sie erinnern an vergangene Zeiten, an Konsolen, die man als Kind besessen hat, oder an Titel, die man unbedingt haben wollte. Eine Sammlung erzählt Geschichten. Zumindest solange man noch weiß, welche Geschichten sie erzählt…

Der Tod meines Vaters hat etwas verändert

Der entscheidende Moment, mein eigenes Sammelverhalten zu hinterfragen, war nicht der Blick auf mein überfülltes Regal oder der Gedanke, wie man vielleicht noch ein weiteres Regal in meinem Game Room unterbringen könnte, sondern sehr viel einschneidender. Es war die Erfahrung, die Wohnung meines verstorbenen Vaters vollständig ausräumen zu müssen.

Mein Vater ist im Mai 2026 verstorben. Was danach folgte, war eine Aufgabe, auf die man sich vermutlich niemals wirklich vorbereiten kann: eine komplette Wohnung auflösen… – Jeder Raum musste durchgesehen werden. Jeder Schrank, jede Schublade, jeder Kellerkarton. Dinge, die über Jahrzehnte gesammelt, aufbewahrt oder irgendwann einmal angeschafft wurden, mussten plötzlich bewertet werden. Was ist wichtig? Was soll bleiben? Was kann weg? Was hat einen persönlichen Wert und was ist schlicht noch da, weil sich nie jemand darum gekümmert hat?

Dabei wird einem sehr deutlich vor Augen geführt, wie schnell aus Besitz eine Last werden kann. Ich stand vollkommen allein vor dieser Aufgabe und die 112qm, in denen er fast 20 Jahre gelebt hat, mussten irgendwie angegangen werden. – Viele Gegenstände hatten einst einen Zweck. Manche waren vielleicht mal teuer, manche emotional wichtig, andere wurden vermutlich gekauft, weil man sie irgendwann gebrauchen könnte. Jahrzehnte später stehen sie einfach herum. Und irgendwann muss jemand anderes entscheiden, was damit passiert. Diese Erfahrung hat mich gezwungen, auch meine eigene Sammlung mit anderen Augen zu betrachten.

Der Unterschied zwischen Sammler und Messi

Videospiele zu sammeln oder Sammeln im allgemeinen ist grundsätzlich nichts Negatives. Im Gegenteil. Sammeln kann ein wunderbares Hobby sein. Es schafft Ordnung, bewahrt Geschichte und verbindet Menschen mit ihren Interessen und ihrer Vergangenheit.

Aber wo verläuft die Grenze, bzw. wann wird aus einem Sammler ein Messi?- Der Begriff Messi wird umgangssprachlich häufig verwendet, wenn jemand besonders viele Dinge besitzt. Fachlich ist das natürlich nicht korrekt. Das Messie-Syndrom beziehungsweise eine pathologische Hortungsstörung ist eine psychische Erkrankung und deutlich komplexer als eine große Sammlung von Videospielen. Trotzdem gibt es eine interessante Parallele: Die emotionale Bindung an Dinge kann dazu führen, dass man sich immer schwerer von ihnen trennt.

Ein Sammler entscheidet bewusst, was er besitzen möchte. Er kennt idealerweise seine Sammlung, hat Freude daran und kann sich auch von einzelnen Stücken trennen, wenn sie nicht mehr relevant sind. Problematisch wird es dort, wo Kaufen und Besitzen zum Selbstzweck werden.

Wenn man Spiele nicht mehr kauft, weil man sie spielen möchte, sondern weil sie gerade günstig sind. Wenn man ein Sonderangebot nicht verpassen darf, obwohl man bereits hundert ungespielte Titel besitzt. Wenn ein Spiel im Regal ein gutes Gefühl vermittelt, aber eigentlich keine Bedeutung mehr hat. Oder wenn man beim Gedanken ans Ausmisten nicht Erleichterung, sondern Angst empfindet.

Ich erkenne mich in einigen dieser Punkte durchaus wieder. Nicht, weil ich krankhaft horte. Sondern weil ich irgendwann aufgehört habe, mein Hobby bewusst zu steuern…

FOMO – die Angst, etwas zu verpassen

Ein wesentlicher Bestandteil meiner Sammelleidenschaft war und ist vermutlich die Angst, etwas zu verpassen. Heutzutage meist bezeichnet als FOMO – Fear of Missing Out. Im Videospielbereich begegnet uns dieses Phänomen mittlerweile ständig. Ein Spiel erscheint in einer limitierten Auflage. Nur wenige tausend Exemplare werden produziert. Vorbestellungen sind nur für einen begrenzten Zeitraum möglich. Wer jetzt nicht zugreift, bekommt später möglicherweise keine Gelegenheit mehr. Die Mechanik ist simpel und funktioniert erstaunlich gut.

Man möchte das Spiel vielleicht gar nicht sofort spielen. Vielleicht hat man sogar bereits genügend andere Titel zu Hause. Aber der Gedanke, dass es später nicht mehr erhältlich sein könnte, erzeugt einen gewissen Druck. Also bestellt man. Nicht unbedingt aus Begeisterung für das Spiel. Sondern aus Angst vor der verpassten Gelegenheit.

Gerade Anbieter wie Limited Run Games, Strictly Limited Games oder besonders Limited Rare Games haben diese Form des Sammelns stark geprägt. Ihre Veröffentlichungen richten sich ausdrücklich an Menschen, die physische Spiele schätzen und ihre Sammlung erweitern möchten. Das ist grundsätzlich legitim und für viele Retro- und Indie-Fans sicherlich eine Bereicherung. Aber machen wir uns nichts vor: Nicht jede limitierte Veröffentlichung ist automatisch eine Perle.

Manchmal wird ein Spiel gekauft, obwohl man sich nur mäßig dafür interessiert. Manchmal kennt man den Titel kaum. Und manchmal landet eine Veröffentlichung im Warenkorb, weil sie nummeriert ist, eine geringe Stückzahl besitzt oder später vermeintlich schwer erhältlich sein könnte. Die Limitierung selbst wird zum Kaufgrund. Das ist ein bemerkenswerter Unterschied. Denn, früher kaufte man ein Spiel, weil man es spielen wollte, aber heute kauft man mitunter ein Spiel, weil man Angst hat, es irgendwann nicht mehr kaufen zu können, selbst wenn man es wohlmöglich nie spielen wird.

Das Problem mit den limitierten Veröffentlichungen

Besonders absurd wird es, wenn man sich die zeitlichen Abläufe anschaut. Ein Spiel wird angekündigt. Die Vorbestellung startet. Man bestellt voller Vorfreude. Und dann wartet man. Mindestens ein paar Monate, manchmal deutlich länger. Während dieser Zeit erscheinen zahlreiche andere Spiele. Das eigene Interesse verschiebt sich. Neue Titel kommen hinzu. Das Leben geht weiter.

Und irgendwann kommt die Nachricht, dass die limitierte physische Ausgabe endlich produziert wurde und auf dem Weg ist. In der Zwischenzeit möchte man das Spiel vielleicht tatsächlich spielen. Also kauft man es digital. Denn warum sollte man noch ein Jahr warten, wenn der Titel bereits verfügbar ist und man ihn jetzt spielen möchte? Damit besitzt man am Ende dasselbe Spiel möglicherweise doppelt. Einmal digital, weil man es erleben wollte. Und einmal physisch, weil man Angst hatte, die limitierte Edition zu verpassen. Das ist ein Kreislauf, in dem ich mich durchaus wiedererkenne.

Und plötzlich steht ein Spiel im Regal, das man bereits durchgespielt hat – oder vielleicht sogar noch gar nicht angefangen hat, weil inzwischen wieder zehn andere Titel erschienen sind. Die Ironie daran: Die physische Version, auf die man ursprünglich gewartet hat, wird dadurch nicht unbedingt wertvoller für das eigene Spielerlebnis. Sie ist einfach ein weiteres Objekt.

Ein Beispiel dafür ist die „Jaws: Retro Edition“ von Limited Run Games. Das Spiel konnte im Januar 2026 vorbestellt werden. Ich bin als Fan des Spiels sofort auf den Hype Train gesprungen und habe das Spiel gleich zweimal bestellt: Einmal als Standard Edition für die Nintendo Switch und einmal als Collector’s Edition für die PS5. Im Februar ist das Spiel dann digital erschienen, wo ich nochmal zugeschlagen habe, da ich nicht warten wollte. Ich habe das Spiel dann digital durchgespielt, meine Switch Standard Edtion steht noch in Folie im Regal und meine Collector’s Edition wurde jüngst auf einen voraussichtlichen Versand im 1. Quartal 2027 verschoben… – Hier läuft doch eindeutig etwas schief, oder?

Die Illusion, dass alles selten und wertvoll wird

Aber immerhin hat man sein Geld damit gut angelegt, oder? Limitierte Videospiele vermitteln zudem häufig das Gefühl, eine Art Investition zu tätigen. Wenn nur 2.000 oder 5.000 Exemplare hergestellt werden, klingt das zunächst nach etwas Besonderem. Vielleicht steigt der Wert irgendwann. Vielleicht ist man froh, rechtzeitig bestellt zu haben. Aber auch hier lohnt sich ein nüchterner Blick.

Nicht jedes limitierte Spiel wird automatisch begehrt. Nicht jede Veröffentlichung entwickelt sich zur gesuchten Rarität. Und nicht jede geringe Auflage bedeutet, dass ein Titel später tatsächlich einen hohen Wiederverkaufswert erzielt. Der Markt ist voller Spiele, die einst als streng limitiert beworben wurden und heute trotzdem problemlos erhältlich sind. Manche liegen jahrelang in den Regalen von Sammlern. Andere werden später auf Plattformen wie eBay verkauft – oft deutlich unter dem ursprünglichen Kaufpreis. Die Wahrheit ist: Die wenigsten Videospiele sind eine verlässliche Wertanlage. Das gilt für moderne Veröffentlichungen ebenso wie für viele Retro-Spiele.

Natürlich gibt es Ausnahmen. Einzelne Titel erzielen hohe Preise und bestimmte Sammlerstücke können erheblich an Wert gewinnen. Aber daraus lässt sich kein allgemeines Prinzip ableiten. Wer Videospiele sammelt, sollte das tun, weil er Freude daran hat. Nicht, weil er glaubt, irgendwann reich damit zu werden.

Mein Regal ist voller Spiele, die ich wahrscheinlich nie spielen werde

Die Realität ist echt ernüchternd: Ich habe keinen Platz mehr. – Nicht nur physisch. Auch mental. Ich besitze mittlerweile zahlreiche Konsolen. Von klassischen Systemen wie dem Game Boy oder Nintendo 64 bis hin zu modernen Plattformen wie PlayStation 5 und Xbox Series X. Dazu kommen Handhelds, Zubehör, Importspiele, Limited Editions und natürlich die digitalen Bibliotheken. Das Angebot ist riesig. Und genau hier liegt das Problem.

Mein Backlog ist inzwischen Kilometer hoch. Im Regal stehen hunderte Spiele, die noch originalverpackt sind. Titel, auf die ich mich beim Kauf eigentlich gefreut habe, die aber nie in die Konsole eingelegt wurden. Manche davon habe ich gekauft, weil sie im Angebot waren. Andere, weil sie irgendwann vergriffen sein könnten. Wieder andere, weil ich mir eingeredet habe, dass ich sie unbedingt besitzen muss. Und bei einigen weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr, warum ich sie überhaupt gekauft habe. Oder warum habe ich sogar irgendann damit aufgehört gekaufte Spiele überhaupt zu öffnen?

Das ist der Moment, an dem man sich fragen sollte, ob man noch Spiele sammelt – oder eigentlich nur noch Möglichkeiten hortet. Denn jedes ungeöffnete Spiel im Regal ist theoretisch ein Erlebnis, das noch vor mir liegt. Aber gleichzeitig ist es auch eine weitere Entscheidung, die ich irgendwann treffen müsste. Und je mehr Spiele ich besitze, desto schwieriger wird diese Entscheidung. Und nein, das Überangebot macht uns nicht glücklicher.

Früher war Gaming deutlich überschaubarer. Zumindest für viele von uns. Als Kind oder Jugendlicher bekam man vielleicht zwei oder drei Spiele im Jahr. Weihnachten, Geburtstag, vielleicht ein gutes Zeugnis oder ein besonderes Geschenk zwischendurch. Auf der Autofahrt nach Hause hat man jedes Bild auf der Rückseite der Packung studiert, die Anleitung von vorne bis hinten gelesen, damit man für das Spiel vorbereitet war.

Diese Spiele wurden gespielt. Ausgiebig. Manchmal mehr als das. Man kannte jeden Level, jede Abkürzung, jeden Bosskampf. Ein einzelnes Spiel musste teilweise monatelang unterhalten, weil es schlicht nichts anderes gab. Und dabei war es sogar unerheblich ob das Spiel gut oder schlecht war. Es war da und wurde gespielt. Ende der Diskussion.

Heute sieht die Situation völlig anders aus: Steam, Humble Bundle, PlayStation Plus, Xbox Game Pass, digitale Sales, Remaster, Neuveröffentlichungen, Indies, Retro-Releases und unzählige Konsolen sorgen dafür, dass wir theoretisch jederzeit Zugriff auf tausende Spiele haben. Das klingt zunächst paradiesisch. In der Praxis führt es jedoch häufig dazu, dass wir weniger spielen. Denn Auswahl erzeugt nicht automatisch Motivation. Manchmal erzeugt sie Überforderung.

Ich kenne das selbst. Ich schalte eine Konsole ein und überlege, welches Spiel ich anfangen möchte. Das neue AAA-Spiel, das gerade erschienen ist? Der Klassiker aus meiner Sammlung? Ein Indie-Titel, den ich schon seit Monaten spielen wollte? Vielleicht doch ein altes Mega Drive-Spiel für ein paar Runden? Nach einigen Minuten ist die Lust manchmal bereits verschwunden. Nicht, weil kein Spiel interessant wäre. Sondern weil zu viele interessant sind. Bei Filmen und Serien mit unzähligen Streaming Anbietern und ständigem Abruf übrigens sehr ähnlich, aber heute geht es um Spiele.

Gaming konkurriert mit dem restlichen Leben

Hinzu kommt ein Faktor, den man als Kind noch nicht berücksichtigen musste: Zeit. Heute konkurriert Gaming nicht mehr nur mit anderen Spielen. Es konkurriert mit Familie, Arbeit, Verpflichtungen, Freunden, Haushalt und anderen Hobbys. Als Vater zweier Kinder ist freie Zeit begrenzt. Die Abende sind nicht automatisch mehrere Stunden verfügbar, in denen man sich ungestört einem Videospiel widmen kann.

Und selbst wenn Zeit vorhanden ist, bedeutet das nicht automatisch, dass die Energie dafür reicht. Manchmal ist man nach einem langen Tag einfach müde. Manchmal möchte man lieber einen Film schauen. Oder lesen. Oder gar nichts tun. Das ist auch mal vollkommen in Ordnung.

Aber die Spiele bleiben trotzdem im Regal. Und mit jedem neuen Kauf wächst der Druck ein wenig weiter. Denn irgendwo im Hinterkopf weiß man: Eigentlich müsste ich dieses Spiel noch spielen. Und dieses. Und das dort hinten ebenfalls. Gaming, das ursprünglich Entspannung und Freude bringen sollte, beginnt dadurch beinahe wie eine To-do-Liste zu wirken.

Sammeln als Ersatz für das eigentliche Hobby?

Eine weitere unangenehme Erkenntnis ist, dass Kaufen und Spielen zwei völlig unterschiedliche Dinge sind. Der Kauf eines neuen Spiels erzeugt sofort ein Erfolgserlebnis. Man entdeckt einen Titel, liest sich ein, vergleicht Preise, bestellt ihn und hält schließlich die Verpackung in den Händen. Das ist unmittelbar befriedigend.

Das eigentliche Spielen erfordert dagegen Zeit und Aufmerksamkeit. Es verlangt, dass man sich auf eine Welt einlässt. Dass man mehrere Stunden investiert. Dass man möglicherweise auch durch weniger spannende Passagen spielt, bevor sich ein Spiel entfaltet. Ein Kauf ist schnell erledigt. Ein Spiel durchzuspielen ist Arbeit.

Vielleicht liegt genau darin ein Teil des Problems. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich mich stärker auf das Besitzen als auf das Spielen konzentriert habe. Neue Spiele zu kaufen war einfacher, als die vorhandenen Spiele tatsächlich zu erleben. Das ist natürlich keine Kritik an Videospielen oder am Sammeln. Aber es ist eine Kritik an meinem eigenen Verhalten. Denn wenn ein Hobby nur noch daraus besteht, Dinge anzuschaffen, die man irgendwann einmal nutzen möchte, dann verliert es seinen eigentlichen Sinn.

Ich möchte nicht, dass meine Kinder irgendwann meine Sammlung ausräumen müssen

Dieser Gedanke beschäftigt mich mittlerweile sehr. Nicht aus Angst vor dem Tod. Sondern weil ich erlebt habe, wie belastend es sein kann, den Besitz eines anderen Menschen auflösen zu müssen. Ich möchte meinen Kindern nicht irgendwann eine Wohnung voller Dinge hinterlassen, bei denen sie sich fragen müssen, was davon wichtig war und was einfach nur jahrelang herumstand.

Natürlich werden Erinnerungsstücke bleiben. Dinge, die einen persönlichen Wert besitzen. Konsolen, die mit bestimmten Lebensabschnitten verbunden sind. Spiele, die eine besondere Bedeutung haben oder die ich definitiv noch spielen möchte. Aber ich muss nicht jedes Spiel besitzen, das jemals erschienen ist. Ich muss nicht drei verschiedene Editionen desselben Titels haben. Ich muss nicht jedes Schnäppchen mitnehmen. Und ich muss schon gar nicht eine Sammlung aufbauen, deren Umfang ich selbst nicht mehr überblicke. Denn Besitz sollte das Leben bereichern. Nicht komplizierter machen.

Die radikale Verkleinerung meiner Sammlung

Deshalb habe ich für mich eine Entscheidung getroffen: Meine Sammlung wird deutlich kleiner. Nicht ein bisschen. Radikal. Ich möchte nur noch Spiele besitzen, die ich wirklich behalten möchte. Titel, die ich tatsächlich noch spielen werde. Spiele, die Erinnerungen auslösen. Konsolen, die ich regelmäßig nutze. Und vielleicht einige wenige besondere Stücke, die aus nostalgischen oder historischen Gründen einen Platz verdienen.

Alles andere darf gehen.

Das bedeutet nicht, dass ich Gaming weniger liebe. Im Gegenteil. Ich glaube, dass ich dadurch wieder einen besseren Zugang zu meinem eigentlichen Hobby finden kann. Weniger Spiele bedeuten weniger Entscheidungen. Weniger Platzverbrauch bedeutet mehr Übersicht. Und weniger Besitz bedeutet hoffentlich auch weniger schlechtes Gewissen. Mein Ziel ist nicht mehr die größtmögliche Sammlung. Mein Ziel ist eine Sammlung, die tatsächlich genutzt wird.

Videospiele sollen Spaß machen. Das klingt banal, ist aber vielleicht die wichtigste Erkenntnis überhaupt. Wenn die Auswahl so groß wird, dass sie uns vom Spielen abhält, wenn der Besitz mehr Aufmerksamkeit verlangt als das eigentliche Hobby und wenn wir Dinge anhäufen, die irgendwann andere für uns entsorgen müssen, dann lohnt es sich vielleicht, einen Schritt zurückzutreten.

Ich möchte eine Sammlung besitzen, mit der ich glücklich bin. Und vor allem möchte ich die Spiele, die bleiben, auch tatsächlich spielen.

NB@17.09.2026

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