An die Tatsache, dass es für Sony’s VR-Headset bislang eher interessante „Erfahrungen“, als vollwertige Spiele gibt, hat sich wahrscheinlich jeder Besitzer der PSVR bereits gewöhnt. Doch über eine dieser Erfahrungen möchte ich euch gerne etwas berichten: Harmonix, die Entwickler hinter der erfolgreichen Guitar Hero-, Rock Band- und Dance Central-Reihe haben es sich nicht nehmen lassen mit „Harmonix Music VR“ ein PSVR-exklusives Downloadspiel im PSN zu veröffentlichen.

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Ich wusste vorher nicht wirklich etwas über das Spiel und hätte mal besser etwas recherchiert, denn was man essenziell geboten bekommt ist eine visuelle Untermalung von Musik, die an teilweise psychodelische Animationen des Windows Media Players erinnert. Der Unterschied ist dabei nur, dass man dank des Headsets unmittelbar in/vor der Animation ist.  Mehr bietet das Spiel, welches man eigentlich nicht als solches bezeichnen kann, nicht.

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Das Spiel hat keinerlei Story, keine Herausforderung und soll letztendlich wahrscheinlich der Beruhigung oder Meditation dienen. In diesem Bezug wirkt das Spiel auch an sich nicht schlecht, aber wenn man eigentlich ein Spiel erwartet wird man dabei herbe enttäuscht werden.

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Der größte Pluspunkt bei Harmonix Music VR ist wahrscheinlich, dass der Import eigener Musik vom USB-Stick funktioniert. Es werden zwar eine Handvoll Lieder mitgeliefert, aber da das Spiel an sich schon nicht wirklich gut ist, macht die eigene Musikauswahl es wenigstens etwas erträglicher.

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Geboten werden dabei vier unterschiedliche Spielmodi, die mal mehr, mal weniger interaktiv sind, aber alle nur als Visualisierung der Musik dienen:

  • The Beach – Wir befinden uns an einem Stand und die laufende Musik bestimmt die Beleuchtung und Wettereffekte. Zusätzlich gibt es 3 unterschiedliche Positionen und 10 interaktive Objekte, die wir durch Fokussierten Blick umschalten oder aktivieren können.

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  • The Easel – Hier können wir unterstützt von Musik durch Einsatz der Move-Controller frei malen. Das kommt leider wenig spektakulär daher und lässt sich nicht gerade gut steuern. Umso trauriger ist, dass dieser Modus am meisten einem Spiel ähnelt.

 

  • The Trip – Wir bewegen uns auf unsichtbaren Schienen durch eine musikgesteuerte und zufällig generierte Kaleidoskop-ähnliche Umgebung. Es gibt hier keinerlei Internationsmöglichkeiten und auch wenn das im ersten Moment wirklich interessant wirkt, ist es das spätestens beim zweiten Mal nicht mehr, da es nur eine Handvoll unterschiedlicher Animationen gibt, die man in kürzester Zeit alle gesehen hat.

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  • The Dance – Mit diesem letzten Modus bekommen wir nochmal ein wenig Interaktion geboten. Wir befinden uns in einer Turnhalle voller Monster die wir unter der Verwendung des Move-Controllers anklicken und tanzen lassen können. Zusätzlich können wir zwischen drei unterschiedlichen Blickwinkeln wählen und es per Knopfdruck Konfetti regnen lassen oder uns am Mischpult beim Scratchen versuchen.

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Alle Modi stehen von Anfang an zur Verfügung und können beliebig oft wiederholt werden. Ein Durchgang ist immer an die Länge des ausgewählten Liedes oder der ausgewählten Playlist gekoppelt. Allerdings wird man das „Spiel“ wahrscheinlich nicht mehr als einmal spielen (wollen?)…

Das sollte Harmonix eigentlich besser können. Hier kann man sich die Investition daher getrost sparen!

NB@20.01.2017