Eigentlich könnte man meinen, dass Pac-Man, der ikonische Charakter aus der Arcade der 80er Jahre mittlerweile echt zum alten Eisen gehört. So könnte man das durchaus betrachten, wenn man nur das klassische „Pac-Man“ kennt. – Doch die Marke hat mehr zu bieten als das Ursprungsspiel, wie ein Spiel, dass ich für einen schmalen Taler im PSN mitgenommen habe, eindrucksvoll beweist: „Pac-Man 256“.

 

Und nein, dabei handelt es sich keinesfalls um den 256. Teil der Reihe, sondern um einen Throwback zu einen der berümtesten Glitches der Spielegeschichte. Denn wer es im klassischen „Pac-Man“ schaffte das 256. Level zu beenden hat wahrscheinlich nicht schlecht geschaut, da es Spiel auf Grund eines Fehler nicht in der Lage war das 257. Level zu laden und abstürzte. Diesem Phänomen huldigen die Entwickler von Hipster Whale, 3 Sprockets Pty Ltd und Bandai Namco Studios unter der Publisher Bandai Namco Entertainment also mit diesem Spiel, indem man die klassische Formel durch eine Bedrohung durch Glitches im Spiel und wegbrechende Ebenen erweiterte, um so eine vollkommen neue Herausforderung zu schaffen. Dazu hat man die klassische 2D Ansicht durch eine weitere Ebene als Perspektive erweitert, indem man das Spielfeld nun isometrisch anzeigt und unendlich scrollen lässt. Wir haben also nicht mehr nur das kleine und eher überschaubare Areal, in dem sich das Spiel abspielt, sondern eine endlos-scrollende Architektur, was man schon fast als Endless-Runner bezeichnen könnte.

 

Die besondere Herausforderung ist dabei, dass uns die Bedrohung durch Game-Glichtes immer auf den Versen ist und sobald sie uns einholt fallen wir aus dem Spielfeld und das Spiel ist zu Ende. Darüber hinaus gibt es auch noch die klassischen Gegner, die Geister Blinky, Pinky, Inky und Clyde, die ebenfalls unserer Pac-Man an den Kragen wollen. Auch die klassischen Powerups sind natürlich implementiert und müssen taktisch eingesetzt werden, damit wir so viele Punkte wie möglich generieren können. Weiter gibt es auch eine ganze Menge an komplett neuen Powerups zum „austoben…“, die wir für weitere Taktiken einsetzen könnten, um einen noch höheren Score zu bekommen. Denn hier ist das Spiel wiederrum sehr klassisch, denn es gibt kein wirkliches Ziel des Spiels. Es läuft solange weiter, bis wir verlieren. Haben wir genug Punkte gesammelt können wir diese dann im Highscore festschreiben, aber mehr gibt es nicht. Dieser wird Online getrackt, sodass man sich mit Spielern aus der ganzen Welt messen kann. Jedoch hat der Score auch Auswirkungen auf das eigene Spiel, denn durch verdienten Spiel-Fortschritt kann man auch permanente Powerups freischalten und nach Belieben ein uns ausschalten, was der Highscore-Jagd als quasi einziges Ziel mehr Gewicht verleiht.

 

Dennoch ist das Spiel geradezu süchtig machend, was ein Zusammenspiel aus Herausforderung, Erfolgserlebnissen gepaart mit der Präzisen Steuerung und ansprechenden Präsentation ist. Dabei können wir das Spiel sogar in unterschiedlichen Ansichten laufen lassen, die alle verwendeten Assets austauschen. Zugegebenermaßen ist das reine Spielerei, doch es ist immerhin schön, dass man die Option hat andere Skins zu verwenden. Zusätzlich kann man mit einem Freund im Local Co-Op auch gemeinsam in die Schlacht ziehen, wo man sich gegenseitig wiederholen kann, sollte einer sterben. Ich hatte selten mit einem Spiel so viel Spaß und für seine regulären 4,99€ kann man im Grunde nichts falsch machen, wenn man dem Spielprinzip von Pac-Man nicht grundsätzlich abgeneigt ist.

NB@08.07.2019

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