Nach dem Sale ist vor dem Sale, zumindest im PSN. Bei der Fülle an Sales fällt es manchmal fast schwer den Überblick über das gekaufte zu behalten. So ging es mir jüngst mit einem kleinen Spiel namens „Planet Rix-13“, das seit einiger Zeit auf der HDD meiner PS4 schlummerte, aber immer durch andere Spiele überschattet wurde. Doch das habe ich nun endlich mal nachgeholt und kann euch somit über ein Spiel berichten, mit dem man seine Trophäen ohne großen Aufwand etwas boosten kann. Dabei kommt das Spiel nicht von Ratalaika Games, sondern wurde von 9 Eyes Game Studio entwickelt und von Sometimes You gepublished. Es liegt dabei sowohl in einer PS4-, wie auch einer PS Vita-Version vor, wobei die Versionen separat vertrieben werden und nicht Cross-Buy sind. Inhaltlich sind die Versionen des Spiels identisch und beide teilen sich sogar eine Trophäenliste, von einem bei Trophäenjägern beliebten Doppelkauf ist also abzuraten.

 

„Planet Rix-13“ sieht auf den ersten Blick zwar wie ein Sidescroller aus, was dadurch begründet ist, dass man die Spielfigur lediglich auf einer horizontalen Linie durch das Spiel bewegt, ist aber ein Adventure. Wir übernehmen dabei die Rolle eines unbenamten Astronauten, der mit seinem Raumschiff auf dem Planet Rix-13 notlandet und einen Weg finden muss wieder von diesem zu entkommen. Da wir anscheinend nicht der erste Besucher dieses Planeten sind findet man neben verlassenen Forschungsstationen auch weitere Hinterlassenschaften von ehemaligen Besuchern, wie auch ein leider nicht flugfähiges Raumschiff, dass es nun gilt zu reparieren.

 

Dabei erforschen wir den Planet und die Einrichtungen, um neben Ersatzteilen für das Raumschiff auch herauszufinden, was auf dem Planeten eigentlich los ist. Es scheint nämlich so, als ob eine düstere Macht für unsere Bruchlandung und andere widrige Umstände unseres Aufenthalts auf dem Planet verantwortlich ist. – Und das ist an sich leichter gesagt, als getan, denn nahezu alles auf dem Planet bringt uns um, was mich zwangsläufig an die frühen Sierra-Spiele erinnert hat, wo man auch gezwungen war alle 5 Sekunden zu speichern, damit man nicht plötzlich von einem auftauchenden Troll in King’s Quest getötet wird. – Immerhin ist das in „Planet Rix-13“ weniger frustrierend, denn es gibt sehr viele Rücksetzpunkte und diese werden auch automatisch angelegt. Hier ist es eher interessant, wie wir an jeder Ecke das zeitliche segnen können und sogar die Trophäen sind darauf ausgelegt. Wenn man das Spiel also mit der Platin-Trophäe abschließen möchte sollte man eine Lösung verwenden, da man sonst etliche Trophäen verpassen kann.

 

Grafisch präsentiert sich das Spiel in einer gerade für ein Adventure interessanten, wenn in der Umsetzung eher unspektakulären Pixelgrafik. Gerade im Vergleich zu aktuellen Neo-Retro-Spielen, wie zum Beispiel „198X“ fällt die Grafikleistung massiv ab und erinnert mehr an eines der Werbespiele aus den 90ern für die, die sich noch an „Das Telekommando“, „Das Erbe“ oder auch „BiFi Roll – Action in Hollywood“ erinnern. Und selbst einige von diesen Spielen waren grafisch aufwendiger. Dennoch ist das Spiel auf der anderen Seite interessant, da es mit einer im Vergleich zu anderen Adventures veränderten Ansicht und Steuerung aufwartet und sich so von der Masse abhebt. Ähnlich unspektakulär wie die Grafik ist leider auch der Soundtrack, der so dezent ist, dass man während dem Spielen im Grunde nichts davon mitbekommt. Aber wahrscheinlich ist das der Hauptzielgruppe des Spiels egal, denn dabei wird es sich zweifelsfrei um die Trophäenjäger handeln, die das Spiel einmal durchspielen und es danach wieder deinstallieren. Insgesamt gibt es im Spiel 18 Trophäen (1 x Bronze, 8 x Silber, 8 x Gold, 1 x Platin) zu verdienen wofür man mit einem Guide wahrscheinlich noch nicht einmal 1 Stunde braucht. Dabei sind alle Trophäen in einem Durchgang zu erspielen.

 

Trophäenjäger und interessierte Leute, die das Spiel vielleicht mal günstig in einem Sale bekommen, können durchaus mal einen Blick riskieren. Man sollte allerdings nicht zu viel erwarten, damit die Enttäuschung nicht zu groß ist, wenn man einer Stunde die Credits über den Bildschirm flimmern und es im Grunde keinen Grund mehr gibt das Spiel noch ein zweites Mal zu starten, da man bereits alles gesehen hat, was es zu sehen gibt.

NB@29.07.2019

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