PS4 Review: „Grass Cutter: Mutated Lawns“ – Was bietet das Rasenmäher-Spiel? #GrassCutter

Wie spannend kann ein Spiel eigentlich sein, in dem man einen Rasenmäher steuert? – Und nein, es ist kein außergewöhnlicher Rasenmäher, das ist auch kein Code, es dreht sich wirklich um einen normalen Rasenmäher und das Ziel soll es sein damit Rasen zu mähen? – Und dass das dennoch ein spannendes Geschicklichkeits- und Puzzlespiel sein kann zeigt das Spiel „Grass Cutter – Mutated Lawns“, das von Usanik entwickelt wurde und von Sometimes you auf diversen Plattformen vertrieben wird. Und da das Spiel zusätzlich noch über eine überaus leichte Trophäenliste verfügt, ist es auf jeden Fall mal einen Blick wert… – Eine Geschichte, abseits davon, dass eine mysteriöse Mutation den Rasen der Stadt befallen hat und wir ihn daher so schnell es geht mähen müssen und besonderes tiefer gehende Mechaniken gibt es nicht im Spiel. So ist das Ziel in jedem der insgesamt über 60 Levels immer dasselbe: Die komplette Rasenfläche so schnell es geht mähen. Je nachdem, wie schnell wir es schaffen und wie viel dabei in Form von Blumenbeeten oder ähnlichem als Kollateralschaden zu Bruch geht, beschert uns eine Wertung in Sternen. Die beste Wertung sind dabei drei Sterne, für die es am meisten Punkte gibt. Doch manchmal ist das alles leichter gesagt, als getan, denn nicht nur macht uns das Wetter manchmal einen Strich durch die Rechnung, sondern auch wild gewordene Drohnen, Mäh-Roboter, Haustiere oder auch mutierte Rasenwesen machen uns das Leben dabei schwer. Zusätzlich hält der Akku nur eine bestimmte Zeit durch und wenn wir zu viel Schaden nehmen, oder der Akku leer ist, können wir das Level nicht mehr beenden und müssen es neu starten.

Dabei sind die Levels unterschiedlich komplex, gerade der Anfang ist eher gemächlich und soll an das Spielprinzip und die Steuerung, die ähnlich direkt, wie im Handy-Hit „Snake“ ausfällt, denn der Rasenmäher fährt von alleine und ändert seine Richtung, wenn wir eine Richtungstaste drücken. Mehr braucht man nicht für die Grundsteuerung. Mit fortschreitenden Levels kommen dann zusätzliche Gefahren und Widrigkeiten dazu, dass wir zum Beispiel einen Wassergraben überwinden müssen, indem wir eine Holzkiste à la „Sokoban“ in den Graben steuern und so eine Behelfsbrücke bauen, um so am Ende alles von der mutierten Rasenfläche zu befreien. Und zugegebenermaßen können einige der Levels auf diese Weise eine ziemlich harte Nuss sein, bis man auf die Lösung kommt. Schön ist es daher, dass es zusätzlich noch aktive und passive Skills gibt, die man zu seinem Vorteil verwenden kann. Die passiven Skills verdienen wir über Fortschritt und verdiente Sterne in den Levels und gewinnen auf diese Weise mehr Energie oder mehr Akkuleistung, sind dabei Paradebeispiele. Die aktiven Skills sind dagegen eine andere Hausnummer und man bekommt sie in Verbindung mit neuen Rasenmähern, von denen das Spiel eine immense Menge bereithält. Hierfür können wir unsere hart-verdienten Sterne ausgeben, wenn wir einen Rasenmäher wollen, der Laser verschießen kann, auf Knopfdruck Bomben fallen lässt, oder sogar kurzzeitig unverwundbar werden kann. – Es empfiehlt sich also, wenn man festhängt zu schauen, ob man vielleicht mit einem anderen Rasenmäher ein leichteres Spiel hätte…

Dennoch mag das für den ein oder anderen etwas Dröge klingen, doch das Spiel führt regelmäßig neue Elemente ein, an die man sich gewöhnen muss, um das Level am Ende zu meistern und jede Ecke des Grases zu mähen. So gibt es sogar ein paar Bosskämpfe, in denen es einzigartige  Gegner gibt, die uns das Leben versuchen schwer zu machen. Zwar bekämpfen wir diese nicht direkt, sondern das Ziel ist es dennoch „nur“ den Rasen zu mähen, aber diese Art der Auflockerung hilft uns auch nach X Levels oder Y Versuchen immer wieder weiter zu machen, ohne dass es zu viel wird. Einzig wäre wünschenswert, dass man auch mal ein Level überspringen kann, wenn man an einem Level einfach zu sehr festhängt. Das ist leider nicht der Fall und auch so kann die ein oder andere harte Nuss bestimmt bei einigen Spielern dafür verantwortlich sein, dass sie die folgenden Levels nie zu Gesicht bekommen werden…

Technisch ist das Spiel zwar eher unspektakulär, was auch der Grund ist, dass es in komplett identischer Form auf PS4 und PS Vita verfügbar ist, die allerdings leider nicht im Cross-Buy zur Verfügung stehen, doch es ist nicht hässlich anzusehen und läuft vor allem sehr flüssig, was sonst ein Todesurteil für ein Spiel wäre, bei dem es neben der Taktik auch auf schnelle Reflexe ankommt. Lediglich in ein paar Instanzen, wenn gleichzeitig sehr viel auf dem Bildschirm los ist, wie durch den Einsatz einer Superkraft, in der man gleichzeitig mehrere Blitze vom Himmel schießen lässt, um alle Gegner auf dem Screen ins Jenseits zu schicken, verlangsamt sich das Spiel etwas, was durchaus etwas irritierend ist. Doch da es nur in Ausnahmefällen vorkommt handelt es sich nicht um ein generelles Problem sondern, eine Situation, die bei Spitzen auftritt. Wir sehen das Geschehen dabei von einer abgeschrägten Top-Down-Ansicht und der Bildschirm scrollt automatisch mit unserem Rasenmäher mit. Über den Stick oder das D-Pad steuern wir den selbstfahrenden Rasenmäher, der unmittelbar beim Klick die Richtung ändert. So müssen wir bei der Richtungsänderung unter Umständen ein wenig auf das Timing achten. Das Levelareal ist in ein Grid aufgeteilt und besteht aus einer bestimmten Anzahl von Parzellen, die es zu mähen gilt. Zusätzlich gibt es Hindernisse, wie Blumenbeete, Wassergräben, Sträucher, Schlammgruben, Sprinkler oder auch bewegliche Gegner, die die Mutanten, die auch das Cover des Spiels zieren, Drohnen, Mähroboter oder diverse Haustiere. Die Grafik ist eher funktional, aber dennoch ansprechend und die Variation in den Levels, zusammen mit unterschiedlichen Wettereffekten kann sich sehen lassen. Wer es lediglich auf die Platin abgesehen hat muss auch nicht alle Levels abschließen, denn dafür reichen 16 Levels und ein paar farmbare Trophäen, sofern man diese nicht zufällig im Spielverlauf freischaltet. Insgesamt hält das Spiel 21 Trophäen (4 x Bronze, 8 x Silber, 8 x Gold, 1 x Platin) bereit und es existiert für PS4 und PS Vita jeweils eine separate, wenn auch inhaltlich identische Trophäenliste.

Insgesamt hatte ich mit dem charmanten Puzzler eine Menge Spaß und es ist wirklich erfrischend mal ein Spiel vorgesetzt zu bekommen, dass konsequent neue Wege bestreitet. Natürlich kann man nicht ignorieren, dass das Spielprinzip auf Dauer recht repetetiv daherkommt, auch wenn in regelmäßigen Abständen neue Elemente hinzugefügt werden. Hier kommen allerdings auch die neuen Rasenmäher (oder sogar Tiere), Powerups und aktive und passive Fähigkeiten, die man verwenden kann, ins Spiel. So bietet das Spiel, durch den kontinuierlichen Zuwachs an Möglichkeiten, gepaart mit der Herausforderung eine bessere Zeit zu schaffen, auch nach längerer Spielzeit noch motivierend. Gerade in Umfeld der Spiele mit überaus leichter Trophäenliste, wo es bekanntlich Licht und Schatten gibt, sticht das Spiel positiv heraus und ich habe den Kauf in keiner Weise bereut.

NB@11.11.2019

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