PS Vita Review: „Wurroom“ #Wurroom

Was ist eigentlich „Wurroom“? – Diese Frage ist alles andere als leicht zu beantworten, denn das Spiel auch wenn ich das Spiel nun mehrfach beendet habe, wirft das künstlerische Abenteuer fast mehr Fragen auf, als es beantwortet.

Und zugegebenermaßen macht es einem das Spiel auch nicht gerade einfach, denn das Spiel bricht mit vielen Konventionen anderer Spiele und möchte, dass die sehr surreale Ästhetik ungefiltert und offen für vielschichtige Interpretation bleibt. Und aus diesem Grund verzichtet man gänzlich auf vorgegebene Narrative in Form von jeglichem Text. Es gibt also auch keinerlei Erklärungen und auch wenn es im Spiel einige kleine Rätsel gibt, muss man selbst herausfinden, was das Spiel von uns als Spieler eigentlich möchte. Und das ist manchmal gar nicht so offensichtlich und so klicken wir ziellos auf den Bildschirm, bis sich irgendwo etwas tut.

Dabei profitiert das Spiel, das neben der Veröffentlichung auf dem PC, die schon seit mehreren Monaten erhältlich ist und nun endlich auf PS Vita und Nintendo Switch landet, von den Touchscreens beider Handhelds. Denn damit hat man die Maus-Steuerung des PCs eingängig und intuitiv ersetzt. – Doch bei der Steuerung endet auch schon der Teil des Spiels, der als „eingängig“ oder „intuitiv“ zu bezeichnen ist, denn der der Rest ist ein abgedrehtes Fantasie-Gebilde aus den Gedanken der Entwickler Michael Rfdshir und Serge Bulat, die mit dem Spiel nach eigenen Aussagen eine metaphysische Insel von kunstvollen Ideen, Natur, Wissenschaft und Verstand schaffen wollten, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig die Grenzen unserer Vorstellungskraft auslotet.

Denn wir steuern einen Curser in Form einer Hand, die wir durch ein knallbuntes Wunderland aus Traum-ähnlichen Bildern, die komplett per Hand gefertigt aus Modelliermasse geschaffen und per aufwendiger Stop-Motion-Technik aufgenommen wurde. So ist es zum einen immer wieder interessant, was passiert wenn wir irgendwo hin klicken und zum anderen wie die Aktion animiert wird. Dabei fungiert jeder Bildschirm immer als ein in sich abgeschlossenes Areal mit mehreren Hot-Spots und erst wenn wir die Aufgabe erledigt haben, die das Spiel für uns vorsieht, geht es weiter bis zum nächsten Screen. Und es liegt jeweils an uns und unserer Vorstellungskraft herauszufinden, was wir tun können und sollen. So heben wir manche Dinge auf, wenn wir auf sie drauf klicken, öffnen etwas oder schalten etwas an oder aus.

Insgesamt fällt es mehr als schwer das Spiel abschließend zu beurteilen. Denn so willkürlich das Spiel auch sein mag, so eine merkwürdige Faszination übt es aber auch auf uns als Spieler aus. Wir sind es nun mal eigentlich gewohnt sofort die Aufgabe, die das Spiel von uns erfordert zu erkennen und es geht mehr um wie wir es umsetzen, wofür es dann teilweise auch Punkte gibt. Unsere Konditionierung versagt daher auch bei „Wurroom“, das alles etwas anders macht und der Weg das Ziel ist, bis geradezu überraschend der Endbildschirm erscheint. Das dauert auch nur wenige Minuten, lädt aber dennoch zum erneuten Spielen ein, da man herausfinden möchte, ob es noch mehr oder alternative Verläufe gibt. Und da das Spiel auf Steam komplett gratis auf den Konsolen für unter einem Euro zu haben ist, kann ich nur empfehlen mal einen Blick zu riskieren, wenn man ein Spiel erleben möchte, das mehr Kunst als Spiel ist und bei dem man sich teilweise fragen muss, ob das Spiel nicht eher uns spielt…

Entwickler:         Michael Rfdshir

Publisher :          Michael Rfdshir (PC) / Sometimes You (Konsolenport)

Erhältlich auf:    PC, PS Vita, Nintendo Switch

——— Hinweise & Disclaimer: ———

Wenn euch der Beitrag gefallen hat würde ich mich natürlich über eure Likes, Retweets, Abos oder auch Feedback freuen. Gleiches trifft aber auch zu, wenn ich eurer Meinung nach etwas hätte besser machen können. Konstruktive Kritik hilft bekanntlich nur, wenn man sie auch bekommt, also lasst es mich einfach wissen.

Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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