Xbox One Review: „The Adventures of Elena Temple: Definitive Edition“ #ElenaTemple #LeichterGamerscore

Vor Lara und Nate gab es schon Elena, so will es uns zumindest das Retro-Abenteuer weiß machen und spielt dabei auf die prominentesten Grabräuber der letzten 25 Jahre, also Lara Croft aus Tomb Raider und Nathan Drake aus Uncharted an. – Doch zugegebenermaßen ist der Vergleich gar nicht so weit her geholt, denn auch wenn es sich bei „The Adventures of Elena Temple: Definitive Edition“ nicht um ein echtes Spiel aus längst vergangenen Zeiten, sondern vielmehr eine Hommage an früher handelt, so gibt es dennoch einige Gemeinsamkeiten zu den Abenteurern, auch wenn das Spiel mich initial eher an Rick Dangerous erinnert hat, den wahrscheinlich heute kaum noch jemand kennen wird.

Das Spiel wurde dabei, wie viele dieser kleinen Spiele, von einem ein Mann-Entwicklerstudio entwickelt, der es sich zur Aufgabe gemacht hat ein authentisches Spielgefühl der Abenteuerspiele von C64, oder frühen PCs zu emulieren, was sich gleich im Hauptmenü zeigt, das sich durchaus von anderen Spielen unterscheidet, da wir die „Plattform“, auf der wir das Spiel spielen wollen, auswählen können. Dabei ist alles dabei, was Rang und Namen hat und so liegt es uns komplett frei, ob wir das Spiel in der Optik eines Gameboy, eines PC, oder IBM-Workstation, oder auch eines C64 erleben wollen. Inhaltlich macht das keinerlei Unterschiede, aber dennoch wird dieses Feature bestimmt dem ein oder anderen Spieler ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern.

Inhaltlich wurde das Spiel gegenüber seiner früheren Veröffentlichungen auf dem PC umfassend erweitert und beinhaltet drei ins sich abgeschlossene Episoden, die sich in beliebiger Reihenfolge spielen lassen. Die drei Abenteuer „Chalice of the Gods“, der die einzige Episode in der ursprünglichen Veröffentlichung war, sowie die beiden weiteren Episoden „The Golden Spider“ und „The Orb of Life“ folgen dem gleichen Spielprinzip, weisen aber auch inhaltliche Unterschiede auf. Gemeinsam haben alle Episoden, dass wir mit Elena eine verborgene Tempelanlage auf der Suche nach einem Artefakt durchsuchen und dabei nicht nur mit wenig Ausrüstung gegen eine Übermacht von Gegnern antreten müssen, sondern auch Fallen ausweichen, Rätsel lösen und einige wirklich anspruchsvolle Plattforming-Abschnitte überwinden müssen. Wir steuern Elena dabei in typischer Sidescroller-Ansicht, wobei das Level aber nicht scrollt, sondern in unterschiedliche Räume aufgeteilt ist, die es zu erkunden gilt. Jeder Raum birgt eigene Gefahren und wenn wir den Raum verlassen und zurückkehren respawnen die Gegner. Neben dem Objekt der Begierde, was in der ersten Episode der „Chalice of Gods“ ist, finden wir in den Levels auch Munition für unsere Waffe, von der wir lediglich immer 2 Kugeln tragen können und weitere Schätze, wie Edelsteine und Münzen. Am Ende des Levels werden wir in den Disziplinen, Geschwindigkeit, gefundene Schätze, besiegte Gegner, Tode und gefundene Geheimnisse bewertet und können damit Spielerweiterungen, wie unendliche Munition freischalten.

Das Grundlegende Spielprinzip wird von den weiteren Episoden zwar beibehalten, aber die Art der Rätsel wird umfangreich erweitert, sodass wir durch kreative Schalterrätsel ganze Räume verändern können, oder uns sogar durch eine Reihe von unterschiedlichen Räumen teleportieren müssen, um in vorher unerreichbare Areale vorzudringen. In Ansätzen erinnert die Art des Erkundens, besonders in den beiden neueren Episoden, sogar an ein Metroidvania, wobei Elena allerdings im Spielverlauf keine weiteren Fähigkeiten dazugewinnt, wenn man von den Erweiterungen absieht, die man für das Beenden der Levels freischalten kann.

Von der technischen Seite wird das Spiel rein optisch, je nachdem welche Plattform am Anfang zur Emulation ausgewählt wurde, durchaus abschrecken, doch hat eigentlich ziemlich viel Charme. Egal welche Plattform man auswählt, richtig schön wird die Grafik zwar nirgendswo, dafür sind alle Plattformen ein zu viel Hommage an die Anfänge der Videospiele, doch die konsequenten Anspielungen sollte man auf jeden Fall würdigen. Interessant wäre noch gewesen, wenn man vielleicht ein oder zwei modernere Plattformen mit aufgenommen hätte und zum Beispiel das Spiel auch in Form eines SNES-, oder gar PlayStation-Spiels hätte spielen können, aber das ist leider nicht der Fall. Das wäre wahrscheinlich auch zu aufwendig gewesen, da man nicht zwangsläufig überall die gleiche Engine hätte verwenden können, aber vielleicht wird das ja bei einem zweiten Teil berücksichtigt.

Insgesamt hat das Spiel wirklich viel Spaß gemacht und auch wenn ich es in erster Linie wegen dem geringen Preis und dem leicht verdienten Gamerscore gekauft habe, wovon das Spiel satte 2000GS (!!!) beinhaltet, die in knapp 1-2 Stunden verdient sind, hat es mich aber auch abseits davon wirklich überzeugt. Die Auswahl an unterschiedlichen Plattformen, die man sogar über die Schultertaste jederzeit wechseln kann, ist ein wirklich toller Wink für Spieler, die schon etwas älter sind.

Entwickler: GrimTalin

Publisher: GrimTalin

Erhältlich auf: PC, Xbox One, Nintendo Switch

NB@21.10.2020

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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