PS5 Review: „Evil Dead: The Game“ #EvilDead #EvilDeadGame

Seit jeher bin ich ein Fan des Evil Dead-Franchise. Seien es die Teile der ursprünglichen Trilogie, die überraschend gelungene Fortsetzung in Serienform mit „Ash vs. Evil Dead“, oder auch die drei Videospiele. Auch das Remake von 2013 war unterhaltsam und des Namens würdig, auch wenn dieses für meinen Geschmack etwas zu ernst geraten war und Bruce Campbell leider nur in einem kurzen Easter Egg auftrat. Jedoch stand es für mich dennoch außer Frage, als ich die Ankündigung eines neuen Evil Dead-Spiels hörte, dass ich dieses Spiel unbedingt haben muss. Nun ist das Spiel da und ich habe es mir ganz genau angesehen und wir können gemeinsam herausfinden, ob das Spiel dem Namen gerecht wird…

Entgegen der bisherigen Spiele mit der Lizenz ist das selbstsicher nur als „Evil Dead: The Game“ betitelte Spiel ein (asynchroner) Multiplayer-Titel, der sich stark an der Formel von „Dead by Daylight“ und „Friday the 13th: The Game“ orientiert. Doch was das Spiel von den anderen Titeln unterscheidet ist der immense B-Movie-Charme und die Tatsache, dass sich das Spiel dabei nicht allzu ernst nimmt, was sich besonders in den Kommentaren von Bruce Campbell zeigt, der nahezu alles kommentiert und dadurch durch den Kakao zieht.

Von der spielerischen Seite ist allerdings alles identisch zu dem Vorbildern: eine Gruppe von Helden kämpft gegen einen Mastermind, der allerdings ein übermächtiger Gegenspieler ist. Aus diesem Grund müssen die Helden zusammenarbeiten, um das Match lebend zu verlassen. Der Mastermind steuert allerdings nicht einen Gegenspieler, sondern kann sich einem ganzen Raster an Deadites bedienen, die als den Filmen bekannt sind. Doch was für den Mastermind gilt, gilt auch für die Helden, denn diese stammen auch aus den Filmen und sind keine Generika. Pablo aus „Ash vs. Evil Dead“ gesellt sich zu Amanda Fisher aus „Evil Dead 2“, Henry the Red aus „Army of Darkness“ und selbstverständlich Ash, der in unterschiedlichsten Inkarnation aus Filmen und Serie zur Auswahl steht. Die Helden sind dabei in vier Charakterklassen, Anführer, Kämpfer, Jäger und Support gliedern und jeweils unterschiedliche Fähigkeiten mit sich bringen.

Die Helden müssen als Team zusammenarbeiten, um die unterschiedlichen Aufgaben zu erledigen, die nötig sind, um die Mächte des Bösen zurück in die Hölle zu schicken. Denn die Aufgaben sind vielschichtig und das simple verstecken, wie bei „Friday the 13th: The Game“ reicht nicht aus und würde auch recht wenig Spaß machen, denn in Evil Dead sind wir keineswegs kampflos, denn es gibt es recht umfangreiches Raster an Waffen mit denen wir die Toten zumindest kurzzeitig im Zaum halten können. Und ja, natürlich hat Ash auch seine Kettensäge im Gepäck, die er für einige der überaus blutigen und brutalen Finisher einsetzen kann, die dafür verantwortlich sind, dass dem Spiel zunächst fast eine reguläre Veröffentlichung in Deutschland verwehrt bleiben sollte, bevor man das Spiel ein weiteres Mal in die Prüfung der USK einreichte und dann doch die Freigabe ab 18 Jahren bekam.

Von einem technischen Standpunkt ist das Spiel ein zweischneidiges Schwert, denn auch wenn die Charaktere und die unterschiedlichen Stages, die sehr detailreich sind und direkt aus dem Universum der Filme entliehen sind, gibt es auch einige Fehler. So ist die Kamera stellenweise aus der Hölle, die Möglichkeit der Interaktion triggern einfach manchmal nicht, die Spielwelt ist stellenweise so dunkel, dass ich bewusst die Helligkeit an meinem Fernseher hoch stellen musste, um überhaupt etwas zu sehen und besonders wenn man die Dämonen spielt, muss man mit jeder Menge Glitches rechnen, weil man sich anscheinend zu schnell für das Spiel bewegen kann, oder sie aus anderen Blickwinkeln sieht. So hatte ich direkt in meinem zweiten Match, dass mein Charakter an einem Stein festhing und ich weder vor, noch zurück könnte und das Match dadurch aufgeben musste…

Doch das merkwürdige ist, dass man dem Spiel, wie schon bei dem technisch eigentlich unzureichenden „Friday the 13: The Game“, nicht lange böse sein kann. Das liegt zweifelsfrei an der Hingabe zur Lizenz, die das kleine Entwicklerstudio Saber Interactive und zum anderen, dass kontinuierlich Updates nachgereicht werden, die das Spiel verbessern. Die schlimmsten Bugs werden dadurch kontinuierlich ausgebaut und derartige Erfahrungen, wie bei meinen ersten Matches, musste ich seitdem nicht mehr machen. Ich persönlich würde mir zwar wünschen, dass man in den Singleplayer-Missionen noch ein paar Checkpoints einbaut und den Multiplayer auch in Zukunft mit neuen Inhalten am Leben hält, was aber ohnehin im Scope der Entwickler ist, die neben kostenlosen Inhalten für alle, auch einen Season Pass anbieten, der Zugriff auf Premiuminhalte bietet, die allerdings bisher noch nicht genauer spezifiziert, oder terminiert sind. Wir können aber gespannt sein, denn es sollen „multiple groovy updates“ sein…

Entwickler: Saber Interactive

Publisher: Saber Interactive / Boss Team Games

Erhältlich auf: PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S

NB@14.06.2022

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