Gut, Besser, DOOM! –> Ultraschneller und Brutaler Old-School-Shooter

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Eins ist zu Beginn festzuhalten: Fans von Doom3 werden vom gerade erschienenen Nachfolger, der jetzt nur noch mit „Doom“ betitelt ist und auf eine Nummerierung verzichtet, etwas enttäuscht sein, denn mit Doom3 hat das Spiel nicht viel gemein.

Setze der Vorgänger mehr auf Grusel und Survival-Horror besinnt sich Doom (2016) auf die Ursprünge der Reihe und bietet all denen, die mit Doom3 nichts anfangen konnten das langersehnte: Einen sehr brutalen und überaus schnellen Old-School-Shooter!

Dabei präsentiert sich das neue Doom auch nicht als klassischer Nachfolger, sondern eher als ein Reboot mit allem was Doom in den Augen der Fans und der Entwickler ausmacht.

Ich hatte bereits Zugang zur Beta von Doom, den man in Verbindung mit „Wolfenstein: The New Order“ erhalten konnte und war sofort in den Bann gezogen.

Insgesamt zeichnet sich das Spiel als reinrassiger Old-School-Shooter aus, bei dem man auf Neuerungen moderner Shooter, wie selbst-regenerierender Lebensenergie verzichtet hat, sondern fordern vom Spieler das Aufsammeln von Medikits.

Zum Kampf steht dafür ein riesiges Arsenal unterschiedlichster Waffen zur Verfügung, die größtenteils schon aus anderen Teilen der Reihe bekannt sind. Zusätzlich zu den Waffen gibt es auch einen Fokus auf Nahkampf, die sogenannten „Glory Kills“, ein kraftvoller und meist auch sehr blutrünstiger Nahkampfangriff, der zur Verfügung steht, sobald ein Gegner geschwächt ist.

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Das aber wohl bemerkenswerteste „Feature“ des Spiels ist aber zweifelsohne die unwahrscheinliche Geschwindigkeit des Spiels, die es vom Spieler verlangt ständig in Bewegung zu bleiben, um nicht frühzeitig das zeitliche zu segnen. Andere Spiele verlassen sich dabei auf eine Lauf- und eine Renngeschwindigkeit und verlangen vom Spieler den Einsatz von Deckung, was in Doom nicht der Fall ist. Hier gibt es nur eine schnelle Art der Fortbewegung und generell bedeutet ein Stehenbleiben den Bildschirmtot, denn auch die Gegner bleiben nicht stur an einer Stelle stehen.

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Der Singleplayer-Modus bietet dabei in 13 weitläufigen Leveln beste Shooter-Unterhaltung und weiß auch Veteranen zwischen 15 und 20 Stunden zu fesseln.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt, ist aber auch eher nebensächlich. Auf der Erde herrscht eine massive Knappheit an Energie. Jedoch hat man eine Möglichkeit gefunden die benötigte Energie aus einem Portal zur Hölle zu ziehen. Dazu hat die Menschheit eine Energieförderungs- und Forschungsstation auf dem Mars eingerichtet.
Diese Forschungsstation wird nun von Höllenwesen überrannt, die den kompletten Mars verwüsten. Wir sind der namenslose Doom-Slayer, der in mitten dieses Kampfes erwacht, um den Mächten aus der Hölle Einhalt zu bieten und die Hintergründe des Ausbruchs zu erforschen.

Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, teilweise unterschiedliche Wege innerhalb der Levels und jede Menge Verstecktes, wie unter anderem klassische Doom-Levels, die danach auch separat über das Hauptmenü ausgewählt werden können, laden zum erneuten Durchspielen ein.

Zusätzlich gibt es natürlich auch einen Mutliplayer-Modus. Dieser hält auf 9 unterschiedlichen Maps die bekannten Spielmodi, wie Team Deathmatch, King oft he Hill, Domination, und andere bereit, wobei es dabei auch einige interessante Erweiterungen gibt.
Die unglaubliche Geschwindigkeit des Spiels verleiht den Multiplayer-Matches auch eine unfassbare Dynamik, die man sonst eigentlich nur vom PC kennt.
Allerdings muss erwähnt werden, dass man zum Zugriff auf den Multiplayer natürlich ein nicht enthaltenes Playstation Plus Abonnement braucht, wie es generell auf der PS4 der Fall ist.

Insgesamt ein tolles Spiel, welches hier sogar mit einem zusätzlichen Steelbook erhältlich ist.

Absolute Empfehlung für alle Shooter-Fans!

NB@21.07.2016