Am vergangenen Wochenende hat die closed Beta für die nächste Ubisoft-Veröffentlichung „For Honor“ stattgefunden. Diese Beta bot einen Einblick in den Multiplayer des Spiels. Ein Hauptaugenmerk mit dem sich „For Honor“ von anderen Multiplayer-Titeln abzuheben versucht ist der Fokus auf Nahkampf und das Fraktionen-System, bei dem drei unterschiedliche Fraktionen zur Verfügung stehen: Ritter, Samurai und Wikinger.

Die Beta hat leider das Aufzeichnen von Bildern oder Videomaterial systemseitig unterbunden, daher kann ich nur vom Hersteller freigegebene Screenshots verwenden, die aber im Vergleich zur Performance und Darstellung auf der PS4 Pro sehr ähnlich aussehen, auch wenn ich der Meinung bin, dass die Screenshots eine etwas höhere Detailtiefe bieten. Die gebotene Grafik ist sehr schön anzusehen und bietet eine gute Detailschärfe und kam während meinen Spielesessions ohne Slowdowns oder sonstige technische Probleme aus.

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Die Beta beginnt mit einem ansprechenden Intro, was den bereits lang-andauernden Konflikt der drei Fraktionen einleitet, wenn auch nicht mit einer weiterführenden Hintergrundgeschichte abrundet. Nach dem Intro ist nur klar, dass diese Fraktionen gegeneinander um die Vorherrschaft kämpfen und wir nun als Spieler ein Teil dieses Kampfes werden können. Dazu wählen wir eine der drei Fraktionen zum Spielen aus. Alle drei Fraktionen und die dazugehörigen Unterklassen ließen sich in der Beta bereits testen. Die Fraktionen steuern sich grundlegend sehr ähnlich und verfügen nur über rudimentäre Unterschiede. Die Samurai sind schnell, aber etwas schwächer, die Wikinger sind stark, aber dafür etwas träge und die Ritter sind das gute Mittelmaß in allen Belangen und sind sozusagen der Allrounder.

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Nach der Auswahl unserer Klasse startet ein kurzes Tutorial, was uns in die leider leicht überfrachtete Steuerung einweist. Zur Steuerung muss viel beachtet werden. Lock-on-Target, Blocken und Parieren zu unterschiedlichen Seiten und Höhen, Ausweichen, schwächerer und stärkerer Angriff, für die wir ebenfalls unterschiedliche Seiten und Höhen beachten müssen und zu guter Letzt noch das Durchbrechen vom Blocken. Insgesamt ist die Steuerung zwar relativ gut nachvollziehbar, aber wenig intuitiv. Meiner Meinung schon fast zu komplex, denn was im Tutorial noch ganz gut durch Hilfestellungen und Einblendungen funktioniert, ist in der ersten Schlacht gegen menschliche Gegner oder Bots schon eine wirkliche Herausforderung mit einer sehr steilen Lernkurve. Wenn man die Steuerung verinnerlicht hat kommen sehr stylische Gefechte zusammen, die von ihrer Ästhetik schon fast an das Freeflow-System von der Arkham-Serie erinnern, aber dennoch nie so leicht von der Hand gehen.

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Der Multiplayer beinhaltete unterschiedliche Spielmodi unter anderem à la Capture the Zone und 4v4. Dazu kann man entweder das Matchmaking von Ubisoft verwenden, selbst eine Session starten und Freunde einladen oder sogar gegen Bots spielen. Eine Internetverbindung ist allerdings für alle Modi notwendig.

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Wer sich vom Spiel einen Vorabeindruck machen möchte hat am Wochenende vom 03.02.2017 bis 05.02.2017 noch die Gelegenheit, denn an diesem Wochenende findet die Open Beta zum Spiel statt.

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Insgesamt war die Beta nicht schlecht, aber auch nicht herausragend. Das bisher gebotene hat mich bisher nicht von einem Kauf überzeugt. Es bleibt abzuwarten, ob die versprochene Storykampagne das Ruder noch rumreißen kann. „For Honor“ erscheint am 14. Februar für alle gängigen Plattformen.

NB@03.02.2017