Wie versprochen kommt hier nun der dritte Streich in Sachen aktueller Spiele von Ratalaika Games, nachdem ich bereits am Anfang der Woche über „Metagal“ und „Daggerhood“ berichtet habe und gestern mit „Tom Clancy’s The Division 2“ eine kleine Pause eingelegt hatte. Hier haben wir es dieses Mal mit „Peasant Knight“ zu tun, dass von 4AM Games entwickelt wurde. Auch wenn es für Ratalaika Games nun wieder ein reinen Publishing-Job war, bleiben die „geltenden Standards“ erhalten. So kommt das Spiel wieder mit einer überaus leichten Trophäenliste, die sich problemlos in unter 30 Minuten erspielen lässt daher und bringt auf den Sony-Plattformen auch wieder die Cross-Buy-Funktionaliät mit sich, bei der man für den gleichen Preis sowohl die PS4– wie auch die PS Vita-Version erhält.

Im Vergleich zu anderen Outputs ist das Spiel rein optisch etwas minimalistischer gehalten, bietet aber dennoch einige wirklich nette Details, wobei sich die Retro-Grafik eher auf 8-bit und nicht 16-bit Niveau befindet, was für das Spiel an sich aber zweckmäßig daherkommt, da weniger Details ablenken und ein höheres Spieltempo erreicht und gehalten werden kann. Denn das Tempo spielt bei Peasant Knight eine wichtige Rolle: Selbst wenn das Spiel auf den ersten Blick wie ein klassisches Jump n Run-Spiel anmutet ist es nämlich ein Hybrid aus Endless-Runner mit Puzzle-Elementen.

Eingeführt wird man in die Geschichte durch eine wirklich schön designte Slideshow, die an klassische Kupferstiche angelehnt ist. Hier erfahren wir, dass ein böser Zauberer die Familie des Peasant Knight erführt hat und er daher aufbricht den bösen Machenschaften ein Ende zu setzen. Viel mehr Story gibt es an sich nicht, da diese mehr als Rechtfertigung für ein levelbasiertes Abenteuer mit insgesamt 80 unterschiedlichen Levels, Hindernissen, Bossen und Mechaniken bietet. Der besondere Twist bei der ganzen Sache ist, dass wir in der Steuerung unseres Ritters recht limitiert sind. Er rennt automatisch los und wir haben lediglich die Option ihn kurzzeitig anzuhalten oder springen zu lassen, was beides Essenziell ist, um die Fallen und Herausforderungen in den Levels zu überwinden. Dass es zusätzlich pro Level ein recht striktes Zeitlimit gibt erfordert schnelle Entscheidungen, Problemlösungsfähigkeiten und Geschick. Dennoch ist das Spiel dabei zu keiner Zeit unfair und so macht sich nach dem Lösen eines kniffligen Rätzels eigentlich immer ein Gefühl der Zufriedenheit breit. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass das Spiel zu leicht ist, denn man sollte sich durchaus auf eine ganze Menge Tode des Peasant Knight gewöhnen, was aber gerade in Hinsicht auf die Trophäen sogar notwendig ist, da viele dieser an eine gewisse Todesart gekoppelt sind.

Auch wenn das Spielprinzip somit recht reduziert daherkommt entwickelt sich das Spiel dennoch innerhalb der Levels kontinuierlich weiter und führt neue Mechaniken, wie Teleporter-portale, Fahrstühle, Sprungpads, Angreifende Gegner oder anfänglich eher verwirrende Richtungswechsler ein und auch wenn das im ein oder anderen Moment zu kleinerem Frust führen kann, ist es dennoch so herausfordernd, dass ich an manchen Stellen während meinem Durchspielen mehrfach innerlich zu mir gesagt habe „OK, noch 1 Versucht und dann höre ich auch“, um dann +10 Versuche später das Level zu schaffen…

Da das Spiel mit seinen regulären 2,99€ überaus günstig daherkommt, auf der HDD auf Grund seiner reduzierten Grafik gerade mal etwas unter 50MB (!!!) belegt und dann auch noch eine überaus leichte Trophäenliste mit insgesamt 17 Trophäen (0 x Bronze, 7 x Silber, 9 x Gold, 1 x Platin) kann ich es jedem wärmstens empfehlen, der ein spaßiges Knobelspiel zum Abstand der AAA-Blockbuster sucht. Ich hatte auf jeden Fall eine ganze Menge Spaß damit und da das Spiel auf PlayStation wie gewohnt im Cross-Buy daherkommt und diese Version mit einer identischen, aber separaten Trophäenliste daherkommt, kann der Spaß unterwegs auf der Vita sogar noch weitergehen…

NB@12.04.2019

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