Entgegen der anderen Outputs von Ratalaika Games schlägt ein weiteres aktuelles Spiel in einem vollkommen andere Kerbe. Versuchten die Spiele bisher immer in irgendeiner Form im Grunde immer auf den Reto-Hype aufzuspringen, sei es die Megaman-Nostalgie mit „Metagal“ oder auch die Begeisterung für Pixelige Puzzle-Plattformer, wie „Daggerhead“ und „Peasant Knight“, um nur die aktuellen Beispiele zu nennen, so bietet „Access denied“ etwas komplett neues. Es ist zwar nach wie vor eher als Minispiel anzusehen, bietet aber recht detaillierte und moderne Optik

 

Das Spiel wurde vom kleinen Entwicklerstudio Stately Snail entwickelt und von Ratalaika Games herausgebracht. Hierbei bietet sich wieder das bekannte Muster, denn neben der Veröffentlichung auf allen gängigen Plattformen PC, Xbox One, Nintendo Switch kommt die Version auf der PS4 wieder im Cross-Buy zusammen mit der zusätzlichen Version des Spiels für die PS Vita und verfügt auch wieder über eine überaus leichte Trophäenliste.

 

Entgegen „normaler“ Spiele gibt es keine wirkliche Narrative, sondern das Spiel ist eine Ansammlung von insgesamt 36 Knobelaufgaben, die jeweils als ein einzelnes Level abgegrenzt werden, kontinierlich schwerer werden und unterschiedliche Mechaniken verwenden. Wir sehen dabei aus der Ego-Perspektive das Rätzelobjekt in Form eine Lockbox, die es für uns zu lösen gilt. Was zunächst simpel klingt ist aber auch gleichzeitig die Herausforderung des Spiels. In anderen Spielen werden zur Auflockerung immer mal wieder kleine Rätzeleinlagen zur Überbrückung eines Schaltkreieses oder Hacking eingeschoben, doch hier werden diese an sich bekannten Mechaniken kontinuierlich weiterentwickelt und erfordern eine gute Auffassungshabe und Problemlösungsfähigeit. Und auch wenn man meint eine Rätzelart gemeistert zu haben kommt sie in Veränderter Form oder in Kombination mit einem anderen Rätzel wieder… Das mag für manche erst mal anstrengend anmuten, ist aber ungemein herausfordernd und motivierend. Und für ungeduldige gibt es eine Skip-Funktion, mit der man Rätzel überspringen kann und jederzeit später via Level-Select zurückkehren kann.

 

Für die Steuerung hat man sich auch etwas einfallen lassen, denn wo normale Rätzeleinlagen rein zweidimensional daherkommen haben die Rätzelboxen mehrere Seiten, wir können diese drehen und wenden und auch rein- und herauszoomen, um versteckte Hinweise zu erkennen. So gibt es zum Beispiel ein Rätzel, was mich zu Beginn sehr verwirrt hat, da auf allen vier Seiten der Box lediglich gelbe Knöpfe zu finden sind, die wir anscheinend in einer bestimmten Reihenfolge drücken müssen. Hier war die Lösung dann im Grunde sehr simpel, denn beim Heranzoomen erkannte man kleine Zeichen, die beim Drücken eines Knopfes erschienen und mit einem korrespondierenden Zeichen auf dem Gerät als Variante von Memory zugeordnet werden mussten.

 

Das Spiel wird regulär für 4,99€ vertrieben, was in meinen Augen für den geringen Umfang, gerade im Vergleich zu den letzten Games von Ratalaika Games, etwas zu hoch ist, zumal hier im Vergleich der Wiederspielwelt geringer ausfällt, denn je nachdem, wie lange man mit den Rätzeln braucht ist man keinesfalls länger als 1 bis maximal 1,5 Stunden beschätigt und hat alle Rätzel und alle Trophäen verdient. Davon gibt es im übrigen 14 Stück (0 x Bronze, 2 x Silber, 11 x Gold, 1 x Platin) in einer jeweils separaten Liste für PS4 und PS Vita innerhalb von Cross-Buy. Ich hatte in meinem Durchspielen der Levels eine ganze Menge Spaß, aber man muss sich im Klaren sein, dass abseits der Rätzel und den Trophäen nichts geboten wird. Keine Narrative, keine weiteren Modi, lediglich 36 Level und am Ende eine kleine Portal-Referenz als Belohnung, wo Kenner wahrscheinlich schon ahnen, worum es geht…

 

NB@18.04.2019

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