Und auch wenn ich gestern erst über ein Spiel von Ratalaika Games berichtet habe, so ist dennoch gerade ein neues Game des Publishers erschienen, dem ich nicht wiederstehen konnte, da es nicht nur über eine schicke Gameboy-Retro-Optik, sondern ein frisches Spielkonzept verfügt. Ich spreche genau von „Warlock’s Tower“, das erst am 29.05.2019 im PSN veröffentlicht wurde.

Das Spiel ist sowohl auf PS4, PS Vita, Xbox One und Nintendo Switch erhältlich, wobei ich mich mal wieder für die Version auf den Sony-Konsolen entschieden habe, da man dort zum gleichen Preis sowohl die PS4-, wie auch die Vita-Version des Spieles bekommt, die jeweils auch noch mit ihrer eigenen Trophäenliste aufwarten, worauf ich gegen Ende des Artikel noch etwas genauer eingehen werde. Aber das kennt man ja bekanntlich von Ratalaika Games, daher schauen wir uns erst einmal das Spiel an sich genauer an:

Entwickelt wurde das Spiel von Midipixel und für die Konsolen von Ratalaika Games herausgebracht. Das Spiel ist dabei ein 1-Raum-Puzzlespiel mit insgesamt 100 Levels, die es zu bestreiten gibt. Die Räume sind im namensgebenden Warlock’s Tower in den sich der unerschrockene Postbote Tim hineintraut, um dem Warlock einen Brief zuzustellen. Der Warlock fühlt sich von der Welt nämlich nicht genug geliebt und bedroht diese deswegen. Die Weltbevölkerung hat daher einen Brief an den Warlock geschrieben, um den Konflikt zu entschärfen, bzw. abzuwenden. Auch wenn die Geschichte zwar etwas abgedreht klingt so ist sie ja mehr das Mittel zum Zweck, um zu erklären, warum wir den Turm bezwingen müssen.

Tim bewegt sich daher von Level zu Level und hat in jedem Raum das Ziel den Ausgang zu finden. Da der Turm allerdings verflucht ist stellt sich das schwerer dar, als gedacht. Jeder Schritt raubt Tim einen Lebenspunkt, die immer in der linken oberen Bildschirmecke ersichtlich ist und wenn seine Schritte aufgebraucht sind stirbt er, ohne den Brief zustellen zu können. Er kann allerdings seine Lebenspunkte durch Juwelen wieder auffüllen, die dann allerdings nicht zu den bisherigen addiert werden, sondern die vorherige Zahl ersetzen. Aus diesem Grund muss man taktisch an die Levels herangehen, um mit den Lebenspunkten und den Juwelen den Ausgang des Levels zu erreichen.

Im weiteren Spielverlauf kommen dann noch weitere Schwierigkeiten, wie verschlossene Türen, für die wir einen Schlüssel benötigen oder Gegner dazu, die sich uns in den Weg stellen. Man sollte sich also darauf gefasst machen, dass es zum ein oder anderen unfreiwilligen Ableben kommt, bis man das Rätzel des Levels gelöst hat und zum nächsten kommt. Aber insgesamt hält sich meiner Meinung nach der Frust in Grenzen und der Spaß am Ausprobieren und Knobeln siegt. Gerade durch die Struktur in 1-Raum-Levels eignet sich das Spiel daher für ein schnelles Spiel zwischendurch oder unterwegs, denn man braucht keine lange Eingewöhnungszeit und nach jedem Level wird der Fortschritt automatisch gespeichert.

Optisch erinnert das Spiel eindeutig an frühe Gameboy-Spiele und die einzigen farblichen Akzente sind dabei unterschiedlich-farbige Backdrops, die je nach Abschnitt im Spiel unterschiedlich sind, um für etwas mehr Abwechslung zu sorgen, denn insgesamt gibt es innerhalb der Levels an sich auf Grund der recht reduzierten Optik wenig Variation. Das soll aber in keiner Weise heißen, dass das Spiel hässlich wäre. Es ist eben, wie die echten Gameboy-Spiele in seiner Optik reduziert, liefert aber dennoch auch ein paar frische Ideen, wie zum Beispiel Levels, die sich fast komplett im Dunkeln abspielen und wir lediglich einen kleinen Lichtkegel haben. Und dass die Entwickler auf viel Liebe zum Detail geachtet haben zeigt sich auch darin, dass Tim sogar eine Idle-Animation hat, wo er seine Mütze richtet. Soundtechnisch wird minimalistischer Chiptune geboten, der 1:1 vom Gameboy stammen könnte und dennoch mit ein paar netten Themes aufwartet.

Für Trophäenjäger ist das Spiel mit seinen 22 Trophäen (5 x Bronze, 8 x Silber, 8 x Gold, 1 x Platin) ein gefundenes Fressen, zumal es auf den Sony-Plattformen, wie bereits erwähnt, im CrossBuy daherkommt und neben den zwei Versionen des Spiels auf PS4 und PS Vita auch mit zwei separaten, wenn auch inhaltlich identischen, Trophäenlisten aufwartet. Allerdings muss man sich darauf gefasst machen, dass man bei diesem Spiel, da man es komplett durchspielen muss, um alle Trophäen zu bekommen, knappe 5-6 Stunden investieren muss. Das Spiel ist mit seinen regulären 4,99€ auch durchaus erschwinglich, wird aber bestimmt auch bald in einem Sale enthalten sein, wie es eigentlich mit allen Spielen des Publishers der Fall ist.

NB@04.06.2019

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