Mein letzter Bericht über Spiele von Ratalaika Games liegt mit „Devious Dungeon 2“ schon etwas über einen Monat zurück und in der Zwischenzeit sind mal wieder ein paar neue Spiele herausgekommen, von denen ich mir nun in einer Pause zwischen umfangreicheren Spielen mal eines angesehen habe. Es handelt sich dabei um „Hoggy 2“ von Raptisoft Games, bei dem Ratalaika Games den Port auf PS4, PS Vita, Xbox One und Nintendo Switch übernommen hat.

Wenn ihr persönlich noch nichts von dem ersten Teil von „Hoggy“ gehört habt seid ihr übrigens nicht alleine, denn das Spiel ist nach meiner Recherche ausschließlich auf iOS erschienen und daher an vielen vorbeigegangen. Allerdings braucht man keinerlei Vorkenntnisse für das Spiel, da es zwar eine „2“ im Namen trägt, aber dennoch als eigenständiges Spiel gesehen werden kann und hat auch eine denkbar einfache Story, was dem Spiel aber nicht zum Nachteil ausgelegt werden sollte. – Wir steuern den titelgebenden Hoggy, dessen Familie von bösen Mondrobotern entführt wurde. Das kann die Blob-Kreatur natürlich nicht so einfach hinnehmen und macht sich auf die Familie zu retten. Zwischen uns und der Familie stehen allerdings etliche Levels und einige Bosskämpfe, die es bis dahin zu bewältigen gilt. Optisch wandert das Spiel mit seiner bunten Optik und liebevollen Animationen auf solidem 16Bit-Niveau des SNES und erinnert stark an einige 1st-Party Nintendo-Spiele, wie aus der Mario– oder Kirby-Reihe. Spielerisch ist es allerdings eine andere Hausnummer, da es weniger ein Jump n Run und mehr ein Puzzlespiel ist. Dabei gibt es im Spiel zwei unterschiedliche Spielmodi, den Kids-Mode mit 20 Leveln und den Normal-Mode mit über 200 Leveln. Das Ziel und das Spielprinzip sind in beiden Modi gleich, wobei es im Kids-Mode leichtere Rätzel gibt, als im Normal-Mode:

Wir betreten ein Level, in dem wir einen Schlüssel verdienen müssen. Das geschieht durch das Einsammeln von allen Früchten im Level ohne zu sterben. Das ist allerdings einfacher als getan, denn nicht nur Gegner, sondern auch andere Herausforderungen innerhalb der Levels stehen uns dabei im Weg. Und da Hoggy in seinen Bewegungen recht eingeschränkt ist, weder Springen noch kämpfen kann und beim ersten Treffer bereits stirbt, müssen wir unser Hirn einsetzen, um die Levels zu beenden. Seine einzige Waffe ist das ändern der Gravitation, sodass er zwischen Boden und Decke beim Laufen wechseln kann, was wir taktisch einsetzen müssen, um Gegner zu umgehen, versperrte Bereiche zu erreichen oder auch an sonst unzugängliche Schalter zu gelangen. – So simpel das klingt, so fordernd kann es auch werden, denn meist gibt es in den Levels nur eine richtige Lösung und um auf diese zu kommen erfordert es oft einiges an Trial and Error. Jedoch kann ich auch gleich eine Entwarnung geben, denn man muss nicht alle Levels beenden, sondern kann auch Einzelne auslassen, wenn man nicht auf die Lösung kommt. Man muss also nicht befürchten, dass zu viel Frust aufkommt oder man gar an einer Stelle festhängt.

Die Steuerung ist dabei zwar recht simpel, aber dadurch auch wahnsinnig intuitiv, was bei vielen Levels zur Lösung der Rätzel auch eine Grundvoraussetzung ist, da es durchaus auf das Timing von unseren Aktionen ankommen kann. So starten die ersten Levels noch recht zahm und führen mit fortschreitendem Spiel neue Hindernisse hinzu. So bleibt es auch in höheren Levelzahlen immer noch spannend. Und wer danach noch nicht genug hat, dem kann noch der im Spiel integrierte Level-Editor ans Herz gelegt werden, der quasi eine 1:1 Kopie von „Super Mario Maker“ ist. Wir können mir allen Assets aus dem Spiel unsere eigenen Levels zusammenbauen. Dabei sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt und ich bin persönlich sehr überrascht, dass solch eine Funktionalität in einem so kleinen (aber feinen) Spiel einfach so dazu gepackt wurde.

Trophäenjäger wird wahrscheinlich freuen, dass der Leveleditior keinen Einzug in die Trophäenliste gefunden hat und man keineswegs alle Levels beenden muss, sondern die Platin in unter einer Stunde durch das Beenden des Kids-Mode und 20 Levels des Normal-Mode freischalten kann. Es gibt dabei insgesamt 12 Trophäen (0 x Bronze, 0 x Silber, 11 x Gold, 1 x Platin) zu verdienen und keine davon ist verpassbar. Auf den Sony-Plattformen liegt das Spiel, wie gewohnt, im Cross-Buy für PS4 und PS Vita vor und verfügt über jeweils eine separate, wenn auch inhaltlich identische Trophäenliste.

Natürlich muss man anmerken, dass sowohl das Spielprinzip, wie auch die Optik an sich nicht besonders originell ist, aber das muss sie ja auch nicht immer sein. Das Spiel stellt eins der bestaussehensten Releases von Ratalaika Games dar und überrascht mit einem immens riesigen Umfang für einen schlanken Preis von regulären 4,99€. Ich persönlich habe meinen Kauf nicht bereut und selbst wenn die Platin recht schnell verdient ist gibt es dennoch viele Gründe das Spiel auch danach weiterzuspielen…

NB@19.08.2019

——— Hinweise & Disclaimer: ———

Wenn euch der Beitrag gefallen hat würde ich mich natürlich über eure Likes, Retweets, Abos oder auch Feedback freuen. Gleiches trifft aber auch zu, wenn ich eurer Meinung nach etwas hätte besser machen können. Konstruktive Kritik hilft bekanntlich nur, wenn man sie auch bekommt, also lasst es mich einfach wissen.

Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.