PS4 Review: „Super Box Land Demake“ #SuperBoxLandDemake #LeichtePlatin

Als Kind habe ich gerne am 386er, den mein Vater für seine Arbeit brauchte gespielt, wenn er es mir erlaubt hat. Neben „Leisure Suit Larry“ und einigen weiteren Spielen von Sierra hatte er noch „Sokoban“, ein charmantes Puzzlespiel, an das ich seit Jahrzehnten nicht mehr gedacht habe. Doch das hat sich durch ein Spiel aus dem Katalog von Ratalaika Games, namens „Super Box Land Demake“ geändert, das fast das gleiche Spielprinzip verfolgt. Ob es sich dabei aber um eine Eintagsfliege handelt, oder ein Spiel an das ich ggf. auch ähnlich wie jetzt mit „Sokoban“, mal denken muss, finden wir im Test heraus.

Die Prämisse des Spiels ist dabei denkbar einfach: Jedes der Levels besteht aus einem Bildschirm auf dem der Zugang zum nächsten Level durch eine  Tor versperrt ist. Das Tor lässt sich aber nicht von Hand öffnen, sondern funktioniert ausschließlich elektrisch und erfordern das gleichzeitige Drücken von mehreren Knöpfen zum Öffnen. Da kommen die Titel-gebenden Boxen ins Spiel kommen, denn diese müssen wir auf die einzelnen Knöpfe stellen, um das Tor zu öffnen und damit das Level zu beenden. Insgesamt gibt es 100 Levels, die sich über 5 Areale mit je 20 Levels erstrecken, die allerdings lediglich optische Variationen darstellen und von einem zugegebenermaßen recht spaßigen Minispiel verbunden werden, indem wir mittels Flugzeug zum nächsten Areal fliegen müssen.

Dabei ändert sich im Spielverlauf nichts und die einzige wirkliche Variation ist die Anzahl der Boxen und die Positionen von Schaltern und sonstiger Level-Architektur unterscheiden. Doch das kann man dem Spiel an sich auch gar nicht angreifen, denn hier ist eindeutig der Weg das Ziel und die Levels an sich machen wirklich Spaß, auch wenn sie dabei ein paar wirkliche Kopfnüsse bereit. Denn es sieht ganz so aus, als ob die Boxen sehr schwer wären und unser Charaktere, bei dem wir wahlweise zwischen einem Jungen oder einem Mädchen wählen können, hat nur begrenzte Fähigkeiten die Boxen zu bewegen. Wir sehen das Geschehen dabei von schräg oben und können unseren Charakter und die Boxen jeweils vertikal und horizontal verschieben. Dabei müssen wir aufpassen, dass wir die Box nicht in eine Sackgasse bringen, denn wir können die Boxen  ausschließlich schieben und wenn wir sie nicht mehr bewegen können, da wir uns zum Beispiel nicht mehr dahinter stellen können, ist das Level nicht mehr lösbar.

Damit es allerdings nicht zu frustrierend wird, wenn man sich mal verdrückt hat, gibt es auf Knopfdruck die Möglichkeit die letzten Spielzüge rückgängig zu machen. Dabei variiert die Anzahl der möglichen Rückschritte je nach Schwierigkeitsgrad. So eine Hilfe gab es bei „Sokoban“ leider nicht und hätte mir damals viel Leid erspart, wenn ich die Levels beim kleinsten Fehler immer wieder neu starten müsste, wobei der Schwierigkeitsgrad aber insgesamt moderat ist. Und sollte es doch mal zu schwer werden gibt es bei „Super Box Land Demake“ noch ein Ass im Ärmel: Den Co-Op des Spiels, der jederzeit per Drop-in und Drop-out zur Verfügung steht und sogar mit einem einzelnen Controller funktioniert. Denn hängt man erst man einfach den zweiten Charakter spawnen, ihn an einer schwer zugänglichen Stelle positionieren, um ihn dann für das Bewegen von Boxen zu verwenden, an die man mit dem anderen Charakter nicht mehr dran kommen würde.

Manche mögen das zwar als schummeln bezeichnen, doch wenn das Spiel uns diese Option anbietet, kann man sie natürlich auch verwenden, bevor man alternativ an einem Level fest hängt und nicht mehr weiter kommt. Obwohl man in diesem Zusammenhang natürlich anmerken muss, dass es zwar schön ist das Spiel auch im Co-Op spielen zu können, doch viele Levels werden dadurch viel zu einfach und verkommen zur simplen Schiebe-Aufgabe ohne jeglichen Anspruch. Zusätzlich wären ein paar reine Co-Op Levels mit besonderen Herausforderungen noch nett gewesen.

Für Trophäenjäger ist interessant zu wissen, dass man keinesfalls alle 100 Levels abschließen muss, sondern 40 ausreichen, was nicht länger als 30-40 Minuten in Anspruch nimmt, bis die Platin verdient ist. Insgesamt gibt es 12 Trophäen (0 x Bronze, 0 x Silber, 11 x Gold, 1 x Platin) zu verdienen. Auf der Xbox One entspricht das in gewohnter Weise 1000GS und auf den Sony-Plattformen gibt es dank Cross-Buy zusätzlich die Version für die PS Vita, die mit einer separaten, obgleich inhaltlich identischen Trophäenliste aufwartet.

Insgesamt hatte ich mit dem Spiel wirklich viel Spaß und wenn ich nicht sicher bin, ob das Spiel „Sokoban“ in meinem Gedächtnis dauerhaft ersetzen kann, so muss man dennoch das entspannende Spielprinzip mit seinen Knobelaufgaben loben. Stellenweise könnte der Schwierigkeitsgrad, besonders für den Co-Op etwas höher sein, doch das macht das charmante Design in knallbunter 8Bit-Pixeloptik fast vergessen.

Entwickler: lightUP

Publisher: Ratalaika Games

Erhältlich auf: PS4, PS Vita, Xbox One, Nintendo Switch

NB@11.06.2020

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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