PS5 Review: „Sir Lovelot“ #SirLovelot #LeichtePlatin

Die Prämisse von „Sir Lovelot“, dem neuesten Spiel vom kleinen Publisher Sometimes You, ist zugegebenermaßen etwas merkwürdig. Denn wir spielen im Pixel-Plattformer einen Ritter, dessen alleiniges Ziel es ist viel „Liebe“ zu machen, wodurch auch der Name „Lovelot“ begründet ist. Doch entgegen anderer dubioser Spiele, wie Super Seducer und Co könnte sich, allein von der Optik her, ein durchaus interessantes Spiel dahinter verbergen, weswegen ich mir das Spiel einmal genau für euch angesehen habe…

Das Hauptziel besteht darin in denen knapp über 40 Levels, die sich über vier unterschiedliche Welten erstrecken, die in bester Super Mario World-Manier in einer Oberwelt-Karte nach und nach freischalten, die wahre Liebe zu finden. Und das geschieht eben dadurch, dass er am Ende eines jeden Levels eine andere Dame bezirzt. Jedes Level besteht aus mehreren liebevoll angeordneten Hindernissen, Gegnern und teilweise recht fordernder Plattformer-Abschnitte, die es zu überwinden gilt, um ein verstecktes Gänseblümchen einzusammeln, das die Herzensdame des Levels schwach werden lässt.

Diese sitzt, wie es sich für eine Märchen-Prinzessin gehört, in einem Turm und lässt als Levelende dann ihr Haar herunter, damit Sir Lovelot zu ihr hoch klettern kann. In Sachen Leveldesign hat man zweifelsohne bei den Klassikern des Genres inspirieren lassen, sowohl was die Mechaniken, wie auch die Anordnung angeht. Man wird wahrscheinlich nichts finden, was es nicht schon in anderen Plattformern gab: bewegende Plattformern, wegbrechende Elemente, Gegner, die endlos auf einer horizontalen Linie wandern, oder auch Unterwasser-Abschnitte, in denen die Bewegungen verzögert und dadurch erheblich erschwert sind. Nein, einen Preis für Originalität gewinnt das Spiel nicht, doch die Steuerung ist knackig und butterweich, die Hindernisse bieten genug Herausforderung, ohne dabei gleichermaßen zu leicht zu sein und obendrauf gibt es in den Levels noch einige optionale Versteckte Elemente und Abkürzungen, die dazu motivieren die Levels auch mehrfach zu spielen, um die Bestnote pro Level zu erreichen, die sich aus gefundenen Geheimnissen, Anzahl der Tode und der Zeit zusammensetzt.

Allerdings würde ich lügen, wenn sich ein paar Levels eher generisch angefühlt haben. Zwar bietet die vier unterschiedlichen Welten eine gewisse optische Abwechslung, aber innerhalb der Welten werden die gleichen Assets oft wiederverwendet und neue Elemente eher zögerlich eingeführt. Hier hätte man meines Erachtens entweder die Anzahl der Levels etwas reduzieren, oder sonst für mehr Abwechslung sorgen müssen, sei es durch ein paar weitere Mechaniken oder Gegnertypen, oder auch eine weitere Welt bei gleicher Gesamtzahl der Levels, um so für mehr Varianz zu sorgen.

So werden einige Elemente fast inflationär verwendet und andere so gut wie gar nicht. Zum  Beispiel habe ich mich selbst immer wieder dabei ertappt, dass ich mir manche Stellen zu schwer gemacht habe, da ich den Dash von Sir Lovelot nicht benutzt habe, der aber auch nie richtig ins Spiel eingeführt wurde und daher seinen Weg nicht in mein Muscle-Memory gefunden hat. Zweifelsfrei hätte man den ein oder anderen Bildschirmtod zu vermeiden können, auch wenn man der Vollständigkeit halber her anmerken muss, dass die Speicherpunkte fair und zahlreich gesetzt sind, damit nicht zu viel Frust aufkommt.

Insgesamt hatte ich mit dem Spiel, trotz ein paar inhaltlicher Längen, wirklich Spaß. Wer Plattformer mag, der sollte dieser „old school“-Variante durchaus mal eine Chance geben. Auch Trophäenjäger kommen durchaus auf ihre Kosten, zwar sollte man für die Komplettierung, die das einmalige Durchspielen nebst ein paar Sammelaufgaben beinhaltet, in etwa 3-4 Stunden einplanen, doch in der Zeit war ich wirklich gut unterhalten. Im Spiel gibt es 21 Trophäen (4 x Bronze, 8 x Silber, 8 x Gold, 1 x Platin) zu verdienen, was auf der Xbox One in gewohnter Weise 1000GS entspricht. Die Grafik ist nett anzusehen, die Steuerung butterweich und der Soundtrack untermalt das Spiel bestens. Entgegen anderer Spiele, die man ausschließlich wegen einer leichten Trophäenliste spielt und danach gleich wieder löscht, hat hier das Durchspielen und die ein oder andere Wiederholung eines Levels zur Punktemaximierung durchaus unterhalten. Gerne mehr davon.  

Entwickler: pixel.lu

Publisher: Sometimes You

Erhältlich auf: PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch

NB@24.03.2021

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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