PS4 Review: „Within the Blade“ #WithinTheBlade

Was 2019 über Early Access auf dem PC als „Pixel Shinobi: Nine demons of Mamoru“ begonnen hat, findet jetzt als „Within the Blade“ seinen Weg auf alle gängigen Konsolen. Der Name musste dabei angepasst werden, da Sega die Rechte am Titel „Shinobi“ trägt und das Spiel keine Verbindung zu Sega hat, wobei es zwar fraglich ist, ob Sega diesbezüglich überhaupt rechtliche Schritte angestrebt hätte, immerhin liegt die IP seit zehn Jahren brach und es sieht ebenfalls so aus, als ob sich das nicht so schnell ändern wird. Nichtsdestotrotz finde ich persönlich den Titel „Within the Blade“ sogar besser als „Pixel Shinobi“, was für mich eher wie ein Handyspiel klingt… – Da es schon viel zu lange her ist, dass ich ein echtes Ninjaspiel spielen dürfte, habe ich der Veröffentlichung förmlich entgegen gefiebert und mich dürfte mich sogar einige Tage vor Launch bereits intensiv mit dem Spiel beschäftigen, das mir freundlicherweise dafür vom Publisher zur Verfügung gestellt wurde.

Wir verkörpern einen Ninja, der nach einiger Abwesenheit zu seinem Dorf zurückkehrt und feststellen muss, dass ein feindlicher Klan darüber hereingefallen ist. Um das zu rechen machen nehmen wir den Kampf in den umliegenden Gebieten auf, müssen aber schnell feststellen, dass dämonische Kräfte im Spiel sind… – so weit, so Klischee-behaftet, doch auch wenn das Spiel wahrhaftig damit keinen Innovationspreis gewinnen wird, macht es dabei dennoch eine gute Figur: Es wartet mit insgesamt 5 unterschiedlichen Welten à 5 Levels auf, die teilweise Zufallsgenerierte Inhalte haben, bietet pro Level optionale, wie obligatorische Ziele und Herausforderungen, bietet einiges an versteckten Geheimnisse und hält einige überaus coole Bosskämpfe bereit. Weiter gibt es im Spiel ausgefeilte RPG-Elemente, die es uns erlauben aus über 100 Waffen und vielen unterschiedlichen Moves zu wählen, die wir über einen großen Skill-Tree anhand verdienter XP freischalten können.

So modern und vielschichtig die Mechanikern dabei sind, umso mehr versucht man bei der Präsentation an die Retrospieler zu appellieren. Dafür setzt man auf einen 2D-Pixelgrafik, die trotz der recht groben Pixeln, aber dennoch mit vielen schönen Details aufwartet. Besonders hervorzuheben sind neben dem allgemeinen Stagedesign und den vielschichtigen Charakteranimationen besonders die explizite Gewaltdarstellung, die sich durchaus mit Genre Kollegen, wie zum Beispiel „Blasphemous“ messen kann. Gegner werden enthauptet, Blut-Fontänen färben die Areale blutrot und all das wird mit brachialen Geräuschen untermalt. Doch das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit, die das Spiel mit „Blasphemous“ verbindet, denn ebenso wartet das Spiel mit einem brachialen Schwierigkeitsgrad auf, der durchaus auch an die Souls-Spiele erinnert.

Zwar sieht das Spiel anfänglich aus wie ein normaler Plattformen, in dem man mit einem Ninja durch die Areale zieht und böse Buben ins Jenseits schickt, doch man sollte sich keinesfalls von der simplen Optik täuschen lassen, denn nicht nur jeder Schritt sollte sorgfältig geplant werden, sondern auch jeder 08/15-Gegner kann uns in Windeseile das Leben nehmen. Hier warten die Gegner nicht, bis wir bereit sind, sondern greifen uns mit unterschiedlichen Taktiken an, flankieren uns, oder kommen gar ihren „Brüdern“ zur Hilfe, wenn wir nicht aufpassen. Weiter gibt es viele versteckte Fällen und knifflige Plattformer-Abschnitte, die durchaus an die ersten Ninja Gaiden-Teile auf dem NES erinnern. Zwar gibt es auch klassische Checkpoints in den Levels, aber die bringen auch ihre Krux mit sich, denn wir respawnen dort nur mit der Energie und den Items, die wir hatten, als wir den Checkpoint aktiviert haben. Die Energie wird also nicht einfach aufgefüllt und es gibt auch keine Möglichkeit Items zu farmen.

Einzig nervig fand ich den Umstand, dass man in den Levels keine Waffen und Items craften kann. Das funktioniert nur in der Hub, die man zwischen den Levels erkunden kann. Hier erlernen wir neue Skills und haben Zugang zu Waffen und Crafting. Und wenn uns im Level Items ausgehen, oder gar das Schwert bricht, was wirklich irgendwann passiert, stehen wir plötzlich ganz blöd da. Zwar können wir auch mit unseren Fäusten weiterkämpfen, doch sind dadurch leichter anzugreifen und stecken schneller Schläge ein. Und nichts ist nervig er, als wenn man sich dann spät im Level eingestehen muss, dass man erst mal neue Waffen braucht, um das Level erfolgreich zu beenden. Das gleiche gilt für ein paar Ziele und Herausforderungen, die spezielle Skills voraussetzen, die man erst freischalten muss.

Insgesamt hat mich „Within the Blade“ wirklich überrascht, ich erwartete einen kurzweiligen Plattformer mit Ninja und bekam ein 2D Souls-Like im feudalen Japan. Für mich ein absoluter Glücksgriff, auch wenn es durchaus stellen gab, wo mir der Schwierigkeitsgrad etwas zu hoch war. Zwar nie so hoch, dass ich frustriert aufgeben wollte, aber dennoch so hoch, dass ich manchmal eine Pause brauchte, wenn ich merkte, dass ich das Level auf Grund der beschriebenen Crafting- und Skill-Problematik, nochmal neu starten muss. Dennoch unterhält das Spiel wirklich gut, wenn man mit fordernden Spielen und allgemein der Retro-Optik überhaupt etwas anfangen kann.

Entwickler: Ametist Studio

Publisher: Ratalaika Games

Erhältlich auf: PC, PS4, Xbox One, Nintendo Switch

NB@14.07.2021

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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