PS4 Review: „Mighty Aphid“ #MightyAphid #LeichtePlatin

Die Megaman-Reihe von Capcom zählt auch heute noch zu den Vorzeigespielen des anspruchsvollen Run and Gun-, sowie Plattformer-Genres, weswegen viele Entwickler sich gerne daran machen inoffizielle Neuauflagen, Fortsetzungen, oder auch Hommages zu veröffentlichen. Und der Zufall will es so, dass zur Zeit nicht ein neues Spiel dieser Gattung ist, sondern gleich zwei erschienen sind, die ich mir, als bekennender Fan der Ausgangsmaterials, ganz genau für euch angesehen habe…

Den Anfang macht heute „Mighty Aphid“, entwickelt von Cascadia Games und herausgebracht von Chilidog Interactive, einem neuen „Mitspieler“ bei den Studios, die Spiele mit einer überaus leichten Trophäenliste herausbringen. Entgegen Ratalaika und Konsorten reicht es dabei aber nicht das Spiel nur teilweise zu spielen, wir müssen es durchspielen und um das mit vertretbarem Aufwand schaffen zu können, gibt es einen kleinen Trick in Form eines Cheatcodes, der uns den God-Mode aktiviert, wenn wir ihn im Hauptmenü eingeben. Der Code lautet:

Avery Cavor, genannt „Aphid“ hat das Pech anscheinend gepachtet, denn nicht nur dass seine Mutter im Sterben liegt, sein Vater zu alt ist irgendwie zu unterstützen und seine große Schwester seit längerem auf dem Mond ist, sondern jetzt wird Aphid’s Heimat von der bösen Lady Bug, nicht zu verwechseln mit der populären Zeichentrickserie, angegriffen. Doch sie hat die Rechnung ohne Aphid gemacht, der sich kurzerhand seinen mechanischen Kampfanzug anzeigt, was ihn zum titelgebenden Mighty Aphid macht und zieht in den Kampf. – Klar, die Geschichte gewinnt keine Preise für Originalität, aber bietet fast mehr Geschichte, als die Vorlage…

Der Roboteranzug, der auch optisch stark an Megaman erinnert, ist mit einem Blätter ausgestattet und erlaubt es Aphid zusätzlich einen Doppelsprung auszuführen. Im Spielverlauf kommen dann weitere Fähigkeiten hinzu, die wir jeweils für das Besiegen eines Bosses bekommen. Diese Fähigkeiten sind dabei die speziellen Attacken und Angriffsmöglichkeiten des jeweiligen Bosses, ebenso wie man es der Vorlage kennt. Das Spiel gliedert sich in sechs Levels, von denen anfangs allerdings nur drei zur Verfügung stehen und die anderen drei freigespielt werden müssen. Die Levels bestehen aus unterschiedlichen Biomen und am Ende eines jeden Levels stellt sich uns Lady Bug für einen kurzen Monolog und dann einer ihrer Handlanger als Boss entgegen. Die Fähigkeiten, die wir dann bekommen, sind beispielsweise Flügel, die uns kurzzeitig fliegen lassen, oder auch die Möglichkeit gleichzeitig drei, anstatt einen Blaster-Schuss abzufeuern. Diese Sonderfähigkeiten, wie das Fliegen sind allerdings endlich und verbrauchen Edelsteine, die die „Währung“ des Spiels dafür sind.

Das Spielprinzip ist ebenfalls an die Vorlage angelegt, in dem wir uns durch die unterschiedlichen und abwechslungsreichen Levels rennen und springen, wir aber durch das Retten von Zivilisten aufgelockert. Denn es reicht nicht das Ende eines Levels zu erreichen, denn der Ausgang wird erst freigeschaltet, wenn wir alle Zivilisten im Level gerettet haben, was uns dazu bringt das Level weiter zu erkunden. Größtenteils findet man diese durch den natürlichen Fortschritt, doch es gab dennoch einige Instanzen, in denen ich vom Ende nochmal durch das komplette Level laufen musste, um einen fehlenden Zivilisten zu finden. Hier wäre durchaus ein Indikator, oder eine kleine Karte sinnvoll gewesen, um den Frust zu reduzieren. Ein Level besteht dabei immer aus mehreren weitläufigen Abschnitten und am Ende des Levels gibt es dann den Bosskampf. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei ziemlich unerbittlich, denn nicht nur haben gerade die Bosse einen langen Lebensbalken, sondern egal wo wir im Level sterben und alle Leben verbrauchen, heißt es unerbittlich Game Over und erneutes Beginnen vom Anfang des Levels. Was es dabei noch etwas schwerer macht ist, dass es entgegen Megaman keine kurzen Frames von Unverwundbarkeit gibt, wenn wir getroffen wurden und was man sonst für seinen Vorteil nutzen konnte. Ebenso ist es stellenweise leider fast unmöglich einen Gegner zu besiegen, ohne selbst einen Treffer einzustecken. Und dabei meine ich keineswegs schließende Gegner, sondern unscheinbar-wirkende Würmer. Diese besiegt man, indem man auf sie drauf springt, doch aus unerfindlichem Grund nehmen wir dabei auch Schaden, als ob wir uns dabei die Füsse verletzen.

Insgesamt hat mich „Mighty Aphid“ wirklich gut unterhalten, wobei besonders der Old school Look und Feel zu begeistern weiß. Denn grafisch präsentiert sich das Spiel in einer originalgetreuen Pixelgrafik, die allerdings mit vielen kleinen Details und Varianz aufwartet. Besonders hat mir der liebevolle Chipstune-Soundtrack gefallen, der ziemlich treibend und eingängig ist. Selbstverständlich macht das Spiel ohne den anfangs erwähnten Cheat mehr Spaß, wird aber sehr schnell ziemlich fordernd und würde von vielen dann wahrscheinlich nicht mehr als leichte Platin bezeichnet werden, auch wenn man es mit etwas Übung schafft. Die insgesamt 13 Trophäen (0 x Bronze, 11 x Silber, 1 x Gold, 1 x Platin) sind in etwa 60 Minuten verdient, etwas mehr wenn man regulär spielt. Auch wenn diese Spielzeit übersichtlicher ausfällt, als erwartet, unterhält das Spiel in dieser Zeit wirklich gut. Einziges Manko ist meines Erachtens nach, dass es keinen finalen Kampf gegen Lady Bug gibt, auf den ich ehrlich gesagt gewartet hatte. So wirkt das Spiel irgendwie etwas unfertig und ich war überrascht, als plötzlich der Abspann lief. Aber vielleicht legen die Entwickler ja mit einer etwas umfangreicheren Fortsetzung nach…

Entwickler: Cascadia Games

Publisher: Chilidog Interactive

Erhältlich auf: PC, PS4, Xbox One, Nintendo Switch

NB@02.08.2021

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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