Ich bin ein absoluter Fan von Virtual Reality und gehörte auch zu den ersten, die sich die PSVR und PSVR2 zugelegt haben. Und auch wenn das Thema VR wahrscheinlich immer Nische bleiben wird und Sony die Unterstützung der VR-Brillen auch eher stiefmütterlich behandelt, gibt es dennoch fluoridierende Alternativen. Eine davon ist zweifelsfrei das Meta-Ökosystem mit den Quest-Brillen, das auch über einige nennenswerte Exklusivtitel, wie beispielsweise „Batman: Arkham Shadow“, „Resident Evil 4 VR“ oder auch Crytek’s Höhenangst-Simulator, „The Climb 2“ hat.

Konkret fiel meine Wahl dabei auf die „Meta Quest 3“, die neueste und leistungsstärkste VR-Brille aus dem Hause Meta (ehemals Facebook), die eine deutliche Weiterentwicklung gegenüber der beliebten Quest 2 darstellt und auch signifikante Unterschiede zur PSVR2 aufweist. Mit einer verbesserten Auflösung, leistungsstärkerer Hardware und neuen Mixed-Reality-Funktionen will Meta sowohl Virtual-Reality-Fans als auch Neueinsteiger begeistern. Doch wie schlägt sich die Quest 3 in der Praxis? Ist sie eine echte Revolution oder nur ein schrittweises Upgrade? – In diesem Testbericht werfen wir einen detaillierten Blick auf die Entstehungsgeschichte der Quest-Serie, technische Spezifikationen und einen Vergleich mit der PlayStation VR2 und einen Blick auf die Spielelandschaft.

(c) Meta

Meta begann seine VR-Reise 2014 mit der Übernahme von Oculus, einem Unternehmen, das mit der „Oculus Rift“ die erste Welle moderner Virtual-Reality-Technologie einläutete. Die Rift war noch ein kabelgebundenes Headset, das einen leistungsstarken PC benötigte. 2019 kam mit der „Oculus Quest“ die erste eigenständige VR-Brille auf den Markt, die ohne externe Sensoren oder einen PC funktionierte. Dieses Konzept wurde 2020 mit der „Meta Quest 2“ weiter verfeinert, die leistungsstärker, günstiger und massentauglicher wurde. Meta erkannte jedoch schnell, dass sich VR-Technologie nicht nur auf virtuelle Welten beschränken muss, sondern mit Augmented Reality (AR) erweitert werden kann. Die „Meta Quest 3“, die im Oktober 2023 veröffentlicht wurde, verfolgt genau diesen Ansatz: Sie kombiniert VR mit einer verbesserten Passthrough-Funktion für Mixed Reality (MR). Damit können Nutzer digitale Inhalte mit ihrer realen Umgebung verschmelzen lassen – ein Konzept, das zuvor nur High-End-Headsets boten.

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Die „Meta Quest 3“ bringt eine Vielzahl an Verbesserungen gegenüber ihrem Vorgänger und der Konkurrenz mit sich. Die Quest 3 verwendet ein hochauflösendes LCD-Display mit einer Auflösung von 2064 × 2208 Pixeln pro Auge, mit bis zu 120Hz Bildwiederholrate. Dies bedeutet ein schärferes Bild, weniger sichtbare Pixel und eine verbesserte Farbdarstellung. Im Vergleich zur Quest 2 (1832 × 1920 Pixel) ist dies ein deutlicher Sprung nach vorne. Der neue Snapdragon XR2 Gen 2-Chip in Verbindung mit 8GB RAM sorgt für eine deutlich verbesserte Leistung. Spiele und Apps laufen flüssiger, Ladezeiten sind kürzer, und die Grafikqualität ist höher als je zuvor. Der Sound wird über in das Headset integrierte 3D Lautsprecher wiedergegeben, kommt vollkommen ohne Kopfhörer aus und ist dennoch glasklar zu verstehen und ist perfekt abgemischt. Optional lässt sich allerdings auch ein Kopfhörer verwenden. Während die Passthrough-Funktion der Quest 2 oder PSVR2 nur in schwarz-weiß und mit geringer Qualität nutzbar war, bietet die Quest 3 eine farbige, hochauflösende Passthrough-Funktion. Dadurch können Nutzer ihre Umgebung klarer sehen und Mixed-Reality-Anwendungen besser nutzen.

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Die Quest 3 ist leichter und schlanker als ihr Vorgänger oder die Konkurrenz. Das überarbeitete Kopf Band sorgt für eine bessere Gewichtsverteilung, allerdings empfinden einige Nutzer das Standard-Kopf Band immer noch als nicht optimal für lange Sitzungen. Ich persönlich habe damit allerdings keine Probleme. Optional gibt es aber einen festen Halo-Strap zum nachlaufen, das ist eine Bügelkonstruktion, die ähnlich zur PSVR2 ist, falls man den Standard Strap zu unbequem findet. Man sollte allerdings auch berücksichtigen, dass man damit die Vorzüge von geringerem Gewicht und kleinerem Formfaktor zurückdreht. 

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Im Lieferumfang befinden sich, analog zur PSVR2, zwei Hand Controller, die sogenannten Touch Plus-Controller, die gut in der Hand liegen und eine präzise Erfassung von Bewegung und Eingaben bieten. Zudem bietet die Quest 3 eine verbesserte Hand-Tracking-Funktion, sodass manche Spiele und Anwendungen, wie beispielsweise „Unplugged Air Guitar“ ganz ohne Controller genutzt werden können. Die Controller verwenden leider normale Batterien, eine Ausstattung mit Akku ist nur gegen Aufpreis möglich. Neben einem Ladekabel ist aber auch noch ein hochkaratiges Spiel enthalten. Bisher war das „Asgard’s Wrath 2“, doch würde kürzlich durch „Batman: Arkham Shadow“ ersetzt, nicht nur ein tolles Upgrade, sondern auch fast ein Kaufgrund für das Headset, das wir euch zeitnah genauer vorstellen.

Der große Vorteil der Quest 3 gegenüber anderen VR-Brillen ist, dass sie vollkommen ohne Kabel und weitere Geräte als komplett autarkes System betrieben wird. Wir brauchen keinen PC, keine PS5, einzig die Brille und selbstverständlich eine Internetverbindung reicht aus, um Spiele und Anwendungen aus dem hauseigenen Store zu laden und auf der Brille zu installieren. Aus diesem Grund gibt es die Brille auch in zwei unterschiedlichen Versionen, einmal mit 128GB und einmal mit 512GB internem Speicher.

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Der Meta Quest Store bietet eine große Auswahl an Spielen, Apps und Erlebnissen, darunter sowohl VR-Spiele als auch Mixed-Reality-Anwendungen. Zusätzlich bietet Meta eine Social-VR-Umgebung, in der Nutzer sich mit Freunden treffen, zusammen Spiele spielen oder virtuelle Events besuchen können. Plattformen wie „Horizon Worlds“ ermöglichen es sogar, eigene virtuelle Umgebungen zu erschaffen. Dank Hand-Tracking und der Integration von Augmented Reality können Entwickler innovative neue Anwendungen erschaffen, die über herkömmliche VR-Erfahrungen hinausgehen. Trotz des eigenen Ökosystems kann man die Quest auch ohne Einschränkungen am PC verwenden, das wahlweise kabelgebunden oder auch kabellos über Quest Link oder Air Link funktioniert. Damit kann man beispielsweise auch VR-Spiele auf Steam spielen.

Die Spezifikationen von PSVR2 vs. Meta Quest 3:

MerkmalPSVR2Meta Quest 3
DisplayOLEDLCD
Auflösung2000 × 2040 Pixel pro Auge2064 × 2208 Pixel pro Auge
Bildwiederholrate90/120 Hz90/120 Hz
Sichtfeld (FoV)ca. 110°ca. 110°
LinsenFresnel-LinsenPancake-Linsen
IPD-EinstellungStufenlosStufenlos
TrackingInside-Out mit Eye-TrackingInside-Out
HandtrackingNeinJa
Foveated RenderingJa (dank Eye-Tracking)Ja (softwarebasiert)
Haptisches FeedbackHeadset + ControllerController
Ton3D-Audio, In-Ear-Kopfhörer inkl.Eingebaute Lautsprecher + Klinkenanschluss
Kabel oder kabellos?Kabelgebunden (USB-C zur PS5)Kabellos (Standalone) oder PC-Verbindung (Link)

Allein von den technischen Daten sind die beiden Brillen überraschend nah beieinander, ein Blick auf Details zeigt allerdings einige Unterschiede. Rechnerisch hat die Quest in Sachen Auflösung die Nase leicht vorn, in der Praxis bietet die PSVR2 ein leicht schärferes Bild. Das liegt zum einen an der Wahl eines OLED, anstatt LCD, aber auch an der Wahl der Linsen, die ein schärferes Bild liefern. Zusätzlich setzt Sony auf Eyetracking und kombiniert das mit dem Foveated Rendering, es wird nur das scharf verändert, was sich direkt im Sichtfeld befindet. Diese Elemente werden dann stärker geschärft als andere, was gleichzeitig Rechenleistung einspart. Bei Meta kommt ein solches System zwar auch zum Einsatz, ist aber auf Grund des fehlenden Eyetracking nicht so genau.

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Beide Brillen verfügen über ein 110° großes Sichtfeld, wobei objektiv keine nennenswerten Unterschiede auffallen. Bei beiden Brillen lassen sich auch Pupillendistanz, sowie der Abstand zum Gesicht einstellen, womit sie auch für Brillenträger zu benutzen sind. Meta liefert das Headset nur mit einem elastischen Strap aus, was zwar enorm Platz und Gewicht spart, aber für einige Anwender weniger bequem zu tragen ist. Sony hat an der Brille, die im direkten Vergleich etwa 50g schwerer ausfällt, von Haus aus mir einem bequemen Halo-Strap ausgestattet, der besonders viel Tragekomfort bietet, wobei ich mir beiden Brillen keine Probleme hatte und in Sachen Komfort keine der anderen vorziehen würde. Die Controller lassen sich sehr ähnlich verwenden, wobei die PSVR2 haptisches Feedback ähnlich wie zum normalen Controller verbaut hat. Bei Meta kann man hingegen auch ohne Controller spielen und das Hand Tracking verwenden, das überraschend gute Ergebnisse liefert.

(c) Meta

Der große Unterschied bei den Headsets ist die Verwendung, da man bei Meta keine weitere Perifferie braucht und komplett ohne Kabel auskommt, sowohl mit den eigenen Spielen, wie auch bei der Verwendung am PC. Das macht das Headset auch einfacher mitzunehmen, da man es ohne große Aufwände verwenden kann. Hierzu ist allerdings zu erwähnen, dass man Sony’s Headset mittlerweile auch am PC verwenden kann, wofür man aber einen ziemlich teuren Adapter braucht, weswegen ich das persönlich noch nie ausprobiert habe.

(c) Meta

Beim Spieleangebot unterscheiden sich beide Plattformen grundlegend. So erscheinen auf der Quest täglich neue Inhalte und es gibt mittlerweile auch einige hochkarätige Exklusives. Und selbst ältere Inhalte, die ursprünglich für frühere Generationen erschienen sind, lassen sich auf der Quest 3 abspielen. Im Vergleich stagniert das Angebot auf PSVR2 geradezu und gerade in Sachen Backwards Kompatibilität könnte sich Sony eine Scheibe abschneiden, denn es gibt echt viele tolle Spiele, die leider noch auf der ersten PSVR „gefangen“ sind. Ähnlich wie bei Steam gibt es auf Meta auch Spiele im Early Access, also Spiele an denen noch aktiv entwickelt wird, während man für einen geringeren Preis bereits einen Zugriff auf die bereits fertiggestellten Teile bekommt.

(c) Meta

Es gibt also für beide Brillen und das damit verbundene Ökosystem Vor- und Nachteile. Wer bisher noch keine Berührungspunkte mit VR hatte und das neugierig ist, ist mit beiden Brillen gut beraten. Besitzer einer PS5 werden wahrscheinlich eher zur PSVR2 greifen, zumal Sony den Preis gerade gesenkt hat. Wer allerdings autark sein möchte und sich von dem größeren Angebot an Spielen und Anwendungen, Exklusives und Early Access angesprochen fühlt, greift zur Quest 3. Wer sein Headset, unabhängig davon wo man es kauft, bei der Einrichtung mit uns als Referral hinterlegt, bekommt Geld geschenkt! Dazu einfach nachdem man sein Meta Konto angelegt hat und bevor man das Headset registriert auf diesen Link klicken:

https://www.meta.com/referrals/link/EvilElvis27 –> Ihr bekommt mit der Aktivierung 30 Euro Guthaben gutgeschrieben, die dann im Store für Spiele und Anwendungen ausgegeben werden kann!!!

Insgesamt ist die Meta Quest 3 ist eines der besten VR-Headsets auf dem Markt. Sie bietet eine hohe Auflösung, bessere Leistung als seine Vorgänger und große Teile der Konkurrenz und Mixed-Reality-Funktionen, während sie gleichzeitig eigenständig und flexibel bleibt. Wer ein kabelloses, vielseitiges VR-Erlebnis sucht, kommt an der Quest 3 kaum vorbei. Für PC-VR-Gamer ist sie ebenfalls eine hervorragende Wahl. Die Zukunft der Virtual Reality war noch nie so vielversprechend!

Entwickler: Meta

Publisher: Meta

NB@25.03.2025

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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10 Antworten zu „Hardware: „Meta Quest 3“ #Meta #MetaQuest3“

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