Ja, richtig gelesen. Überraschenderweise hat die Sega Mega Drive Classiscs Collection, über die ich bereits berichtet habe, ein Update erhalten und unterstützt nun Sony’s Virtual Reality-Brille, PSVR. – Ich konnte das erst kaum glauben und musste das daher umgehend ausprobieren. Die VR-Unterstützung ist mit dem letzten Update eingespielt worden und wird auch so in den Patch-Notes gelistet. Die Funktion steht also ab sofort jedem zur Verfügung.

Bitte beachtet, dass die Screenshots teilweise etwas schief geworden sind. Das lässt sich über das Captchuren der Brille leider nicht verhindern. In der VR-Darstellung, wie auch auf dem Social Screen tritt dieses Problem nicht auf.

Das Spiel startet im Prinzip identisch, nur dass wir das Intro auf einer gefühlt riesigen Leinwand vor uns sehen. Die Animationen oder der Blickwinkel wurde hier nicht verändert, was leider auch auf große Teile der VR-Unterstützung zutrifft. Generell sehen wir die Spiele nun einfach auf einer riesigen Leinwand vor uns. Das ist zwar schön anzusehen, ist aber nichts worfür man eigentlich ein Update braucht, denn diese Kinosaal-Funktion hat die VR-Brille bereits verbaut. Immer wenn man ein nicht-VR-Spiel spielt sieht man es, unter Verwendung der Brille, auf einer großen Leinwand vor sich. Das kann im übrigen auch beim Filmschauen sehr imposant wirken, da man sich wirklich wie in einem großen Kinosaal vorkommt.

Bei der hier gebotenen Kinosaaldarstellung gibt es allerdings einen signifikanten Unterschied. Normal ist der Bildausschnitt von „Schwarz“ umgeben. Hier hat man sich allerdings für einen Umrandung in „grau“ entschieden. Die nicht ausgefüllten Seiten fallen daher viel deutlicher ins Gewicht, als in der nicht-VR-Darstellung.

Das Bild ist aber, trotz der groben Pixel und der Größe, gut dargestellt und sieht super aus. Man könnte vermuten, dass die Pixelgrafik in Übergröße noch schlechter aussehen könnte, was hier aber nicht der Fall ist.

Leider gibt es bei keinem Spiel MEHR an VR, als diese Kinosaal-Ansicht. Einzig wo man VR wirklich sieht ist die Darstellung des Hauptmenüs in Form eines Sega-Jugendzimmers. Dieses wurde komplett in VR gerendert und wirkt sehr plastisch. Wir können uns ziemlich genau umsehen und so lassen sich sogar Bereiche sehen, die man vorher nicht gesehen hat. Die Steuerung funktioniert dabei über unseren Blickwinkel in Kombination mit dem Pad: Wir müssen nicht mehr mit dem Pad das Spieleregal anklicken, sondern schauen es nur an und drücken dann zur Bestätigung die Taste.

Hat man das Update gebraucht? – Auf keinen Fall. Wer die Collection hat kann es gerne mal ausprobieren. Wer mit der Collection eh nichts anfangen kann, wird seine Meinung wegen dem VR-Update nicht grundlegend ändern, denn es ist leider nur ein zusätzlicher Gimmick und kein vollwertiges Update. Einmal zum Ausprobieren OK, aber ich denke, dass ich in Zukunft lieber wieder „normal“ spielen werde und meine VR-Brille für echte VR-Spiele verwende. Da sind nämlich in letzter Zeit auch ein paar tolle Sachen erschienen von denen ich in Zukunft gerne berichten kann.

NB@30.07.2018