„Süß der Kleine…“ – Dinge, die ich nie vermutet hatte mal über einen Controller zu sagen, aber es ist so. 8Bitdo, der chinesische Hersteller von Controllern und sonstigen Accessoires im Retrogewandt zur Verwendung an modernen Systemen hat wieder zugeschlagen. Ich habe bereits öfters über ein paar Produkte, wie die Retro-Controller oder auch über „Kleinigkeiten“, wie ein Hub im D-Pad-Design berichtet, aber jetzt habe ich mal wieder ein interessantes Produkt ausgegraben: Den schlicht und weg wahrscheinlich kleinsten Controller der Welt!

Entgegen der anderen Controller von 8Bitdo, über die ich bereits berichtet habe, sei es der „NES30“ oder der „SFC30“, handelt es sich beim Zero um keinen Nachbau eines klassischen Controllers, sondern ein eigenes Design, das lediglich dezent durch die Farbgebung in weiß und rot an die Farben des japanischen Famicom erinnert. Zur Vollständigkeit muss aber erwähnt werden, dass das auch nur bei dieser bestimmten Auflage des Controllers der Fall ist, denn es gibt auch eine Variante in weiß und blau, die ich allerdings (noch) nicht besitze und demnach auch nicht zeigen kann.

Wie ich es bereits von den Produkten von 8Bitdo gewohnt bin, wird hier sehr viel Wert auf eine gute Verarbeitung und Liebe zum Detail gelegt, wo auch der Zero keine Ausnahme bildet. Die Verwendeten Materialien sind hochwertig und die Verarbeitung ist tadellos, was mich gerade für so ein kleines Gerät etwas überrascht hat. Und klein ist bei diesem Controller keine Augenwischerei, denn mit seinen knapp 7,5cm x 3,5cm x 1cm (Länge x Breite x Höhe) ist er echt winzig und kann sogar als Schlüsselanhänger durchgehen, was auf Grund des mitgelieferten Straps sogar funktioniert. Die Lieferung kommt dabei in einer schlichten Blister-Verpackung, die neben dem Controller noch ein Ladekabel, den bereits erwähnten Strap, einen Schlüsselanhänger und eine auf dem Inlay aufgedruckte Anleitung enthält. Zwar wird auf der Packung nur mit der Unterstützung von Android, IOs, Windows und Mac geworben, aber da der Controller trotz seiner kleinen Größe Bluetooth verbaut hat, funktioniert auch an den meisten anderen Geräten, die Bluetooth mit an Bord haben. Eine Verwendung am Raspberry Pi, für den ich ihn für ein anstehendes Projekt (demnächst mehr dazu) besorg habe funktioniert auch ohne Probleme.

IMG_20190110_212238.JPG

Trotz seiner geringen Größe lässt sich dennoch mit dem Controller relative komfortabel spielen und da er insgesamt über ein D-Pad, Select, Pause, 2 Schultertasten und 4 Funktionsbuttons (A,B,X,Y) verfügt, was die exakt gleiche Anzahl an Knöpfen ist, wie beim SNES, hat er im Grunde für alle Retro-Spiele, zumindest der 8- und 16-Bit-Zeit auch genug Knöpfe. Dabei ist das D-Pad in seiner Größe im Vergleich zu „normalen“ Controllern unverändert und lediglich die Buttons sind einen Tick kleiner, was aber im laufenden Betrieb überraschend wenig ausmacht. Ich dachte am Anfang, dass der Controller mehr ein Gimmick ist, aber es lässt sich durchaus damit spielen, ohne etwas zu vermissen. Das D-Pad, wie auch die Buttons sind gut verarbeitet und liefern mittels ein gutes Feedback beim Drücken, gepaart mit einem zusätzlichen akustischen Feedback in Form eines Klickens.

Im Inneren des Mini-Controllers ist ein Akku mit 180 mAh verbaut, der über das mitgelieferte Micro-USB auf USB-Kabel Ladekabel geladen wird. Eine Ladung hält laut Herstellerangaben ungefähr 20 Stunden und ich habe ihn in meinen Tests mit dem Controller noch nicht einmal ins Schwitzen gebracht. Es scheint also, als wäre diese Angabe verlässlich. Insgesamt kann man mit dem Controller für Nebenbei nicht wirklich etwas falsch machen, zumal er ziemlich günstig auf Amazon und Co. zu bekommen ist und mich auf diese Weise mit Versand über Prime gerade mal 11€ gekostet hat.

NB@19.02.2019

——————————————————————–

Disclaimer: Die Bilder/Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen in Form eines Zitates als Unterstützung des Berichtes. Das Copyright bleibt davon unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber