Xbox One Review: „Aborigenus“ #Aborigenus

Es ist kein Geheimnis, das es wenige Spiele, abseits der etablierten First Party-Veröffentlichungen gibt, die Xbox One-Exklusiv, oder zumindest Zeitexklusiv sind. Ein kleiner, aber feiner Retro-Plattformer, der dazu noch mit einer überaus leichten Achievement-Liste aufwartet, hat es aber geschafft kurz vor Weihnachten seine erste Konsolenveröffentlichung zeitexklusiv auf der Xbox One zu erfahren, was für mich Grund genug war ihn mir mal genauer anzusehen. Eine Version für die Nintendo Switch, die allerdings inhaltsgleich sein soll, folgt aber auch noch im Januar.

Das Spiel ist dabei ein kurzweiliger Plattformer mit RPG-Elementen, der in einer primitiven Fantasiewelt um fliegende Inseln angesiedelt ist, die von bösem bedroht werden. Im Schutze der Nacht sind böse Kreaturen in das Gebiet eingefallen und haben einen Großteil der Stammesmitglieder eines friedlichen Stammes entführt, die sie angeblich zur Durchführung eines finsteren Rituals als Opfer brauchen. Sofort entsannt der Stamm seine besten Krieger, die allerdings nicht zurückkehrten. Da unter den entführten auch die Verlobte unseres namenlosen Protagonisten war, macht sich dieser im Alleingang daran seine Verlobte und seinen gesamten Stamm zu retten… – Viel mehr Hintergrundgeschichte bekommen wir zwar nicht, aber das ist auch gar nicht schlimm, denn so wissen wir zumindest, was wir zu tun haben. Die Levels laufen dabei klassisch von links nach rechts scrollend ab und erstrecken sich über unterschiedliche Bereiche. So befinden wir uns am Anfang noch in einem Wald, nur um uns später durch die Berge zu kämpfen, oder in finsterer Nacht durch ein feindliches Lager zu schleichen. Das Spiel präsentiert sich dabei in liebevoller 2D-Pixelgrafix und das Spielprinzip zieht meiner Meinung nach Inspiration von „Super Adventure Island“ und „Toki“, sowohl was das Setting, wie auch das Gameplay angeht. Zwar müssen wir nicht ständig Essen einsammeln, um den unendlichen Magen von Mr. Higgins zu stillen, doch ähnlich zu den Skateboard-Abschnitten in der Adventure Island-Reihe gibt es sogar ein Level, in dem wir mit einem Reittier unterwegs sind und Hindernissen ausweichen, was das Spielprinzip etwas auflockert.

Aber kommen wir mal zu den RPG-Elementen. Nun ja, davon sollte man an sich nicht zu viel erwarten, denn im Grunde handelt es sich dabei lediglich um freischaltbare Fähigkeiten und Auflevel-Möglichkeiten in einem Skill-Tree. Denn kann unser Kämpfer zum Beginn nur mit dem Speer, den er sicherheitshalber mitgenommen hat, angreifen, so kommen mit dem fortlaufenden Spiel weitere Angriffsmöglichkeiten dazu, die man teilweise auch braucht, um überhaupt weiter zu kommen. Zusätzlich kann man auch die Angriffsstärke und die Lebensenergie unseres Kriegers verbessern, damit er mehr austeilt und einstecken kann, doch das war es im Grunde auch schon. An einer Stelle kommt man zwar nur mit einer speziellen Fähigkeit weiter und muss, um sie zu bekommen, sogar ein kleines Quest für eine Magierin erledigen, doch beide Mechaniken, doch aus unerfindlichem Grund hat man beide Punkte dann nicht mehr weiterverfolgt. So ist der Rest wieder ein lineares Jump n run, obwohl man kurzzeitig die Möglichkeit eröffnet hat daraus ein Metroidvania oder ein Action-Adventure à la Zelda zu machen. Ich könnte mir vorstellen, dass man erst vor hatte beide Elemente noch weiter auszubauen, aber sich dann währenddessen irgendwie dagegen entschieden hat, was wirklich schade ist, denn beides hatte Potential und gerade das Ende kommt überraschend schnell und aus heiterem Himmel. Zwar ist es schön, dass wir dafür sogar einen spaßigen Bosskampf absolvieren müssen, doch mit einer Spielzeit von unter 1 Stunde, um das Ende zu sehen, ging das wirklich überraschend schnell.

Man muss allerdings auch den Preis berücksichtigen, der mit regulären 4,99 Euro auch ziemlich erschwinglich ist und hat sich wahrscheinlich an anderen Spielen mit einer überaus leichten Achievement-Liste, vornehmlich natürlich von Ratalaika Games, orientiert. Denn gerade Achievement-Jäger kommen durch die kurze Spielzeit auf jeden Fall auf ihre Kosten, um die insgesamt 10 Erfolge für 1000GS einzustreichen. Und zugegebenermaßen macht das Spiel, trotz seines geringen Umfanges, mehr Spaß, als einige vergleichbare Spiele.

Entwickler:      Flying Islands Team

Publisher:        Drageus Games

Erhältlich auf: Xbox One, Nintendo Switch

NB@20.01.2020

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

 

 

 

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