PC Preview „Remothered: Broken Porcelain“ #Remothered #RemotheredBrokenPorcelain

Neben den Resident Evil-Spielen und einem neuem neuen heiß-erwarteten Silent Hill, das sich, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt aber nur im Gerücht-Status befindet, gibt es mittlerweile viele kleinere Horror-Games, die diese Lücken versuchen zu füllen und eins davon ist die Remothered-Reihe, von der kommenden Monat der zweite Teil erscheint. Der erste Teil „Remothered: Tormented Fathers“ war ein kleiner Geheimtipp, der allerdings nicht frei von Problemen, sei es in technischer, oder auch spielerischer Hinsicht war und so war ich sehr interessiert daran herauszufinden, ob man mit dem zweiten Teil an den richtigen Stellschrauben gedreht hat. Dankenswerter Weise durfte ich mir vorab die ersten Spielstunden innerhalb einer fortgeschrittenen Preview-Version von „Remothered: Broken Porcelain“ ansehen und so einige Eindrücke für euch sammeln, die auch wenn sie insgesamt nur einen kleinen Teil des fertigen Spiels umfassen, Aufschluss darüber geben sollten.

(c) Stormind Games / Modus Games

Wer die Reihe bisher nicht kennt, der sollte auf jeden Fall keinen Action-Horror oder Shooter erwarten, sondern waschechten Survival-Horror in seiner reinsten Form, in der man sich, ähnlich wie beim kürzlich erschienen „Maid of Sker“, eher verstecken muss, oder die Feinde gekonnt umgeht, was insgesamt aber mehr Finesse erwartet und Stimmung erzeugt, als der künstliche Terror, der zum Beispiel in der Outlast-Reihe erzeugt wird. Gepaart wird das mit einer dichten Stimmung, die eine interessante Kombination aus Charles Dickens meets Giallo darstellt, was im ersten Moment recht abstrus anmuten mag, aber inhaltlich wirklich stimmig ist. Dabei ist es zwar per se nicht zwingend notwendig, den Vorgänger gespielt zu heben, da die Ereignisse des neuen Games teilweise auch vor der Handlung des ersten Teils abspielen und zusätzlich die wichtigsten Punkte der Story als „was bisher geschah“ nacherzählt werden, doch ohne das Vorwissen ist man sonst stellenweise etwas von der Story abgehängt, besonders wenn gegen Ende der Preview-Version die Erzähl-Perspektive unverhofft wechselt und wir uns zeitlich plötzlich nach den Ereignissen des ersten Teils wiederfinden.

(c) Stormind Games / Modus Games

Die Preview, die lediglich die ersten Spielstunden als fortgeschrittene Work-in-Process umfasst ist komplett im gleichen Areal, dem gruseligen Ashmann Inn angesiedelt und spielt sich (hauptsächlich) im Jahr 1973 ab. Wir steuern die Jennifer, genannt „Jen„, die, nachdem sie von ihrer Schule geflogen ist als Dienstmädchen im Ashmann Inn arbeiten soll. Spielern des ersten Teils werden sowohl der Schauplatz, wie auch die Hauptfigur bekannt vorkommen. Jen merkt gleich zu Beginn, dass irgendetwas in dem alten Gebäude nicht stimmt und das ominöse Böse auch direkten Einfluss auf die Angestellten hathat,  weswegen Jen beschließt zu fliehen, was aber leichter gesagt, als getan ist, da man bereits andere Pläne mit dem jungen Mädchen hat. Als sich plötzlich  merkwürdige Ereignisse häufen und eine furchterregende Figur beginnt Jagd auf Jen und andere Bewohner des Hauses zu machen, muss sie erkennen, dass es nicht mehr nur um eine Flucht, sondern um einen Kampf ums Überleben geht…

(c) Stormind Games / Modus Games

Das Geschehen beginnt zwar recht gemächlich, als wir zur Aufgabe bekommen ein Zimmer zu säubern, doch stellt uns schnell für einige interessante Rätsel, die zum einen aus der Erkundung und zum anderen aus logischer Kombination bestehen, was mich persönlich stark an das erste Resident Evil mit der Erkundung des ikonischen Herrenhauses und den teilweise fordernden und mehrstufigen Rätseln erinnert hat, was überaus erfrischend ist, da viele Spiele heutzutage selbst das Finden eines Schlüssels bereits als Rätsel bezeichnen. Anders bei „Remothered: Broken Porcelain“, wo Jen zum Beispiel zur Aufgabe hat einen Safe zu öffnen. Ihr fehlt dazu nicht nur die Zahlenkombination, sondern der Raum, in dem sich der Safe befindet ist verschlossen, der elektrisch gesicherte Safe hat keinen Strom und am in der Nähe befindlichen Stromgenerator fehlt ein Kabel. So machen wir uns auf die Suche nach der ganzen Einkaufsliste von Aufgaben, die wir allerdings erst über die Zeit alle aufdecken. So ist jedes Mosaiksteinchen zum Weiterkommen in den natürlichen Fortschritt des Spiels eingebunden und fühlt sich organisch an, bis wir das Rätsel irgendwann gelöst haben.

(c) Stormind Games / Modus Games

Entgegen Resident Evil verzichtet das Spiel über exzessive Kämpfe, zwar bekommen wir auch das ein oder andere Item dazu, das wir zum kurzzeitigen Ausschalten von Gegnern benutzen können, aber der Fokus ist eher auf Verstecken, Ablenken und taktischem Vorgehen. So können wir zum Beispiel provisorische Wecker craften, die wir in der Preview verwenden müssen, um Gegner aus einem Raum zu locken, damit wir ein Telefon verwenden können, ohne gleich geschnappt zu werden. Denn die Gegner gehen mit ziemlicher Gewalt vor, was sich auch im ein oder anderen Gore-Effekt zeigt, der wahrscheinlich vor ein paar Jahren noch zur Indizierung geführt hätte. Das ist zwar in keiner Weise so exzessiv, wie bei anderen Genre-Vertretern, aber gepaart mit der dichten Atmosphäre, der gruseligen Geräuschkulisse und der konstanten Bedrohung durch unbesiegbare Gegner ist das Spiel nichts für zart-besaitete Gemüter. In diesem Zusammenhang wird besonders interessant in welche Richtung sich das Spiel noch weiterentwickelt, da die Preview bisher nur an der Oberfläche der Geschichte gekratzt hat und mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit noch eine Schippe draufgesetzt werden wird.

(c) Stormind Games / Modus Games

Technisch kann sich das Spiel, zumindest in seinem momentanen Zustand, durchaus sehen lassen und wurde im Vergleich zum ersten Teil, der durchaus stellenweise etwas roh wirkte, sinnvoll weiterentwickelt. Zwar hat mir innerhalb der Preview noch die Kamera etwas Probleme bereitet, doch mit Sicherheit wird dort bis zum fertigen Release noch weiter dran gearbeitet werden. Wir steuern das Geschehen dabei aus der 3rd-Person Verfolgeransicht und stellenweise, wie zum Beispiel, wenn wir uns zum Verstecken in einen Spint zwängen, wechselt die Kamera in die Ego-Perspektive, um das Geschehen außerhalb durch keine Schlitze im Metall besser beobachten zu können. Die allgemeinen Charakteranimationen sehen gut aus, das Ashmann Inn strotzt vor vielen netten Details und insgesamt macht das Spiel einen durchaus soliden Eindruck. Einzig in Cutscenes könnten die Mundbewegungen etwas schicker sein, denn man hat teilweise das Gefühl, dass es sich um Holzpuppen handeln würde, da die Lippenbewegungen ganz und gar nicht zur hochwertigen Synchronisation passen. Das ist aber ein wirklich kleiner Kritikpunkt, von dem ich zwar hoffe, dass die Entwickler ihn vor dem finalen Release noch angehen, ist für mich aber keinesfalls ein Dealbreaker. – Ganz im Gegenteil, ich bin sehr gespannt, wie es mit dem fertigen Spiel weitergeht, wenn es am 13. Oktober 2020 für PC, PS4, Xbox One und Nintendo Switch erscheint. Das finale Review bekommt ihr dann selbstverständlich zeitnah nach dem Release.

Entwickler: Stormind Games

Publisher:  Modus Games

Erhältlich auf: PC, PS4, Xbox One, Nintendo Switch

NB@23.09.2020

——— Hinweise & Disclaimer: ———

Wenn euch der Beitrag gefallen hat würde ich mich natürlich über eure Likes, Retweets, Abos oder auch Feedback freuen. Gleiches trifft aber auch zu, wenn ich eurer Meinung nach etwas hätte besser machen können. Konstruktive Kritik hilft bekanntlich nur, wenn man sie auch bekommt, also lasst es mich einfach wissen.

Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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