PS4/PS5 Review: „Infestor“ #Infestor #LeichtePlatin

Wenn man als Alien einen Planeten einnehmen möchte macht man das eher nicht so offensiv, wie zum Beispiel in „Independence Day“, sondern eher aus dem Verborgenen, wie im Sci-Fi-Klassiker „Invasion of the Bodysnatchers“. Und das trifft besonders zu, wenn man selbst nur ein kleiner Schleimklumpen ist, wie der titelgebende Infestor aus dem gleichnamigen Spiel. Denn ein falscher Schritt genügt und schon sind die Weltherrschaftspläne vorbei…

Und genau das ist die Prämisse des neuesten Spiels von Entwickler Woblyware, den Machern von „Random Heroes„, oder der Devious Dungeon-Reihe, das gerade von Ratalaika Games herausgebracht wurde und wie immer mit einer überaus leichten Trophäenliste und Cross-Buy auf den Sony-Plattformen aufwartet. Als Spielplatz wurde dafür die Erde, oder in der Bezeichnung der Aliens „Human Colony 31-5B“ auserkoren und wir kämpfen uns mit dem Infestor durch knapp über 70 fordernde Puzzle-Levels, also leicht anders gelagertes Gameplay, als bei den vorherigen Spielen des Entwicklers.

Das Ziel eines jeden Levels ist simpel: wir müssen es unbeschadet zum Ausgang schaffen. Die Umsetzung kann sich allerdings als schwierig erweisen, wenn man nur ein kleiner Schleimklumpen von der Größe eines Fussballs ist und jeder Kontakt mit einem Hindernis unser vorzeitiges Ableben bedeuten kann. – Doch die Not macht erfinderisch und so „bedient“ sich der Infestor einfach der Ressource, die es auf der Erde in ausreichender Menge gibt, den Menschen. Er kann sie besetzen, steuern und sich ihrer Fähigkeiten bedienen, bevor er sie „entsorgt“.

Dabei bietet das Spiel fünf unterschiedliche Arten von Menschen, deren Fähigkeiten wir in der richtigen Reihenfolge verbinden und an den. Richtigen Stellen einsetzen müssen, um das Ziel zu erreichen. Der Colonist rennt schnell und kann hoch springen, der Arbeiter kann Kisten verschieben, der Soldat verfügt über ein Gewehr, der Aufseher kann Sicherheitstüren öffnen und der Jetzt Scout hat eine Jetpack. Nur wenn man die Vorzüge der Figuren auf einander abstimmt erreicht man das Ende eines Levels. Nur etwas schade ist, dass es leider keine unterschiedlichen Lösungswege und auch keine falschen Färten gibt, denn das hätte noch eine zusätzliche Herausforderung dargestellt.

Die menschlichen Gegner agieren an sich eher passiv und sind, mal abgesehen vom Soldat, der mit seinem Gewehr bereitwillig das Feuer eröffnet, keine wirkliche Gefahr. Die sind hingegen eher die Levels an sich, die ihre Plattformer-Abschnitte mit Stachelgruben, hydraulischen Pressen und Timing-basierten Lasern kombinieren. Es gab zwar ein paar Levels, die ich mehrfach musste, was aber weniger durch die allgemeine Schwierigkeit, sondern eher durch Leichtsinn und unsaubere Ausführung begründet war. Im Vergleich zu anderen Puzzle-Plattformern, wie zum Beispiel „Reed“ ist der Anspruch bei „Infestor“ eher als moderat zu werten.

Dennoch bringt das auch seine Vorzüge mit sich, denn so bringt das Spielen eine gewisse Leichtigkeit mit sich und ist vollkommen Frust frei. Ich hatte in Windeseile bereits die Hälfte des Spiels beendet und hatte wirklich eine Menge Spaß dabei. Die eingängige Steuerung tut ihr Übriges, denn man kann den Controller problemlos weitergeben, damit auch weitere Spieler Spaß haben. Einzig das Sprungverhalten braucht etwas Übung, da besonders in den späteren Levels eine geringe, aber merkbare Verzögerung einkalkuliert werden muss, um größere Abgründe heil zu überwinden.

Abseits davon hat das Spiel aber wirklich gut unterhalten und hat für mich eine willkommene Abwechslung zu den zeitintensiveren Spielen, wie „NieR Replicant  ver. 1.22474487139…„, oder auch „Returnal“ dargestellt, die zur gleichen Zeit auch in Arbeit waren/sind. Wie bei Ratalaika Games übrig kommen zwar besonders Trophäenjäger auf ihre Kosten, da die 13 Trophäen (0 x Bronze, 1 x Silber, 11 x Gold, 1 x Platin), was auf der Xbox One wieder 1000GS entspricht, in knapp 30-40 Minuten verdient sind. Dabei muss man das Spiel auch nur bis Level 50 spielen und kann auf dem Weg im Grunde auch nichts verpassen. Dennoch unterhält das Spiel genug, dass ich jedem wärmstens empfehlen würde es dennoch weiter zu spielen.

Entwickler: Woblyware

Publisher: Ratalaika Games

Erhältlich auf: PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch

NB@12.05.2021

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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