PS4/PS5 Review: „Magi Trials“ #HighschoolRomance #MagiTrials #ecchi #leichtePlatin

Regelmäßige Leser wissen bereits, dass der Markt der kleinen Spiele mit überaus leichter Trophäenliste, der seit einiger Zeit von den zwei Namen, Ratalaika Games und Eastasiasoft dominiert wird, seit kurzem mit Gamuzumi einen neuen Mitspieler hat. Entgegen der beiden Platzhirsche, die sich hauptsächlich auf die Portierung und das Publishing der Spiele spezialisiert haben, die sonst wahrscheinlich nie ihren Weg auf die Konsolen finden würden. Und als zusätzlichen Ansporn kommen die Trophäen on Top dazu. Soweit deckt sich das größtenteils mit den Spielen von Gamuzumi, doch laut Mission Statement will man sich perspektivisch mehr auf eigene Entwicklungen konzentrieren, was aber nur die Zukunft zeigen kann. Und dann ist da noch eine andere Unterscheidung, die Konzentration auf erotische Inhalte aus dem eroge-, oder ecchi Subgenre. Dabei handelt es sich um ein Subgenre, das verspielter Erotik und sexuellen Anspielungen, im Westen gerne als „kinky“ bezeichnet, eine besondere Bühne gibt. Man distanziert sich aber konsequent von Hentai, was expliziter ist und eher sexueller Perversion und Fetisch fokussiert. Ecchi bleibt dabei etwas braver, dennoch sexy und aber komplett Softcore. Alles andere wäre auch nicht mit der Veröffentlichungspolitik von Sony im Einklang.

Nachdem bisher das überraschend vielschichtige „Sable’s Grimoire“, „Highschool Romance“ und vier Teile der Sakura Succubus-Reihe veröffentlicht wurden, entführt uns Publisher Gamuzumi in eine magische Schule, doch wer hier Harry Potter erwartet ist dennoch weit gefehlt, denn es ist selbstverständlich eine Geschichte, die sich eher an das Erwachsene Publikum richten soll.

Entwickelt wurde das Spiel von Drakhar Studio, die zuvor das bereits erwähnte „Highschool Romance“ entwickelt haben und bricht bewusst mit dem in Visual Novels vorherrschenden Manga-Artstyle, sondern geht dabei eigene Wege, ist aber in seiner Ausrichtung weniger extrem, als der inoffizielle Vorgänger, der sowohl dafür, wie aber auch für das „Spiel“ mit Stereotypen, als ein männlicher Schüler in Verkleidung auf eine Mädchenschule geht, viel Kritik einstecken musste. Aus diesem Grund hat man sowohl den Artstyle überarbeitet und hat darauf geachtet mit der Geschichte niemandem auf die Füße zu treten. So geht man diesmal eher auf Nummer sicher.

Man schickt uns als Shaun auf eine magische Schule, die Royal Academy of Magi, die zwar Parallelen zur Welt von Harry Potter aufweist, aber sehr viel gefährlicher, aber auch sexier als Hogwarts ist. Unser Ziel ist es dauerhaft aufgenommen zu werden und um das zu erreichen müssen wir ein gefährliches Ritual bestehen, um unser magisches Potenzial zu steigern und dazu zu gehören. Doch das Ritual läuft nicht ganz nach Plan und so verwandeln wir uns unfreiwillig von männlich zu weiblich und wir sind immer noch nicht wirklich weiter mit unseren magischen Fähigkeiten, haben aber einiges zu erklären, denn das abgehaltene Ritual war auch nicht ganz legal, selbst in dieser magischen Welt…

Spielerisch wird sich jeder gleich zu Hause fühlen, der schon jemals ein Visual Novel gespielt hat, denn die verwendeten Mechanikern könnten aus jedem anderen stammen. Wir erleben lange Gespräche vor spärlich animierten Szenen und bestimmen den Fortgang der Geschichte durch das Treffen von Entscheidungen, oder das Geben von Antworten. Die Hintergründe und Charaktere sind dabei auf hohem Niveau von Cartoons gezeichnet und bestechen durch viele kleine Details. In Anbetracht des Setups der Spiele sind diese selbstverständlich oft von etwas schlüpfriger Natur, ohne dabei aber peinlich, oder gar billig zu wirken. So bietet das Spiel auch viele unterschiedliche Verläufe und Endszenarien, die für großen Wiederspielwert sorgen. Man muss sich allerdings auch wieder darauf gefasst machen einen Großteil der Spielzeit mit Lesen verbringt, denn in Anbetracht des eher geringen Budgets hat es nicht für eine vertonte Synchronisation gereicht.

Aber machen wir uns nichts vor, die meisten werden die Spiele auf Grund der Trophäen angehen und dazu gibt es einiges zu sagen. Nicht nur, dass beide Spiele auf der PlayStation im Cross–Buy kommen, man also sowohl die PS4-, aber auch die PS5-Versionen des Spiels zu einem Preis bekommt, auch beide Versionen, obwohl inhaltlich absolut identisch, kommen mit einer eigenen Trophäen-Liste. Und da man für einen Durchgang des Spiels im Skip-Mode gerade mal wenige Minuten braucht und man mit ein paar taktisch gesetzten Speicherpunkten in weniger als 10 Minuten alle 12 Trophäen (0 x Bronze, 0 x Silber, 11 x Gold, 1 x Platin) freischalten kann. Eine Version für die Xbox gibt es leider wieder nicht, also Achievement-Jäger schauen dieses Mal leider in die Röhre.

Insgesamt ist „Magi Trials“ ein durchaus unterhaltsames Visual Novel, dass sich mit seinem ecchi-Einfluss eher an Erwachsene richtet. Die Geschichte ist dabei durchweg spannend und wartet mit einigen wirklich interessanten Entscheidungen auf, die dazu einladen das Spiel mehrfach zu spielen, um die Tragweite unserer Entscheidungen zu erfahren. Man muss allerdings auch sagen, dass wahrscheinlich nicht jeder mit dem verwendeten Artstyle warm werden wird, der zwar im Vergleich zum Vorgänger „Highschool Romance“ schon etwas in seiner Ausprägung zurückgefahren wurde, aber sich dennoch mit dem vorherrschenden Manga-Look distanziert, der für gewöhnlich im Genre Anwendung findet. Ich fand ihn auf jeden Fall recht ansprechend und hatte mit dem Spiel für mehrere Durchläufe wirklich Spaß, selbst abseits des Weges zur Platin…

Entwickler: Drakhar Studios

Publisher: Gamuzumi

Erhältlich auf: PS5, PS4, Nintendo Switch

NB@07.03.2022

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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