PS4/PS5 Review: „Wife Quest“ #WifeQuest

Ich habe ursprünglich keine besonders großen Erwartungen in „Wife Quest“ gesetzt, als das Spiel von Eastasiasoft angekündigt wurde, doch habe dennoch zum Lauch zugeschlagen, um ein paar Tage bis zum Release von „Ghostwire Tokyo“ und „Tiny Tina’s Wonderlands“ zu überbrücken, doch habe am Ende fast jede Sekunde genossen, weswegen ich selbstverständlich über das Spiel schreiben musste.

Ursprünglich bin ich bei dem Titel von überdrehtem Fanservice und schlüpfrigen Anspielungen ausgegangen, aber zu meiner Überraschung geht das Spiel in eine komplett andere Richtung. Entwickelt von Pippin Games liefert man mit „Wife Quest“ einen ambitionierten Retro-Plattformer mit Metroidvania-Anleihen ab, der Inspiration von Wonder Boy, „Zelda II: The Adventures of Link“, abzüglich der Oberwelt, „Metroid“ mit einer lineareren Ausrichtung und letztendlich sogar eine Prise Megaman, was Plattforming, Fähigkeiten und Upgrades durch besiegte Bosse angeht.

Dabei ist das Setup herrlich abstrus: Mia könnte glücklicher nicht sein, denn sie hat ihren Ritter in schimmernder Rüstung bereits gefunden und geheiratet. Doch abseits von ihr haben auch noch diverse Monstermädchen ein Auge auf ihren Fernando geworfen, die sie regelmäßig verjagen muss. Doch eines Tages kommt eine Gegenspielerin namens Morgana auf den Plan, der Mia nicht gewachsen zu sein scheint und entführt Fernando. Und es ist an Mia alles daran zu setzen ihn wieder zu bekommen. Und um das zu erreichen muss sie sich dem Gefolge von Morgana stellen, eine nach der anderen besiegen und sich derer Fähigkeiten bemächtigen, um die Herausforderungen zu meistern, die sich ihr in den Weg stellen…

Über insgesamt sechs umfangreiche Welten, die dabei in jeweils 15-20 Levels unterteilt sind kämpfen wir uns durch Wälder, Lava, Eis, bis zu Morgana’s Schloss, das wiederum stark an Castlevania erinnert, um noch einen weiteren Vergleich in die Riege der Inspiration aufzunehmen. Am Ende einer jeden Welt erwartet uns ein Boss mit einer einzigartigen Fähigkeit, die wir ubernehmen, wenn wir ihn besiegt haben. Diese reichen von einem Dash, über Flügel zum Gleiten, bis hin zu einem Schutzschild und der Einsatz ist für die folgenden Levels essenziell notwendig, erlaubt aber auch das Erreichen von neuen Gebieten in bereits abgeschlossenen Levels, wenn wir sie nochmal besuchen, um besondere Herausforderungen abzuschließen, oder einfach auf die Suche nach Gold und Sammelobjekten zu gehen, die wir dann wiederum im Shop zum Upgrade verwenden können.

So lassen sich nicht nur Mia’s Fähigkeiten mit der Zeit verbessern, sondern sie auch upzugraden. Anfangs beherrscht Mia lediglich einen leichten Schlag mit dem Schwert und stirbt in wenigen Treffern, kann aber sowohl den Schlag, das Schwert und auch ihre Ausrüstung verbessern, um zum Beispiel Gesundheits- und Mana-Tränke mit auf ihre Reise zu nehmen, die man auch wirklich gut gebrauchen kann, denn das Spiel bietet sowohl im Plattforming, aber auch den Kämpfen eine ernsthafte Herausforderung. Die Rücksetzpunkte sind dabei aber größtenteils fair gesetzt und da das Spiel mit unendlichen Continues aufwartet, bleiben große Frustmomente aus.

Insgesamt ist „Wife Quest“ also ein durchaus unterhaltsamer Plattformer, der durch seinen unvorteilhaften Titel und ein paar merkwürdige Designentscheidungen wie „nur“ ein schlüpfriges Spiel wirkt. Und ja, es gibt zwar einige sexuelle Anspielungen und auch etwas anstößige Animationen, wenn Mia besiegte Gegnerinnen beispielsweise übers Knie legt, doch das hätte man sich in meinen Augen durchaus sparen können. So habe ich diese Animationen, die pro Gegnerin leider immer absolut gleich ablaufen, irgendwann automatisch übersprungen, was dankenswerterweise per Tastendruck möglich ist, um den Spielfluss nicht zu sehr zu stören. Und ja, das Spiel bedient sich bei allerlei anderen spielen, macht das aber ohne dabei ein simpler Abklatsch zu werden. Beendet man das Spiel einmalig, was ca. 6-8 Stunden dauert, bekommt man als Belohnung einen Alternativen Modus, der es uns erlaubt mit unseren Upgrades und verdienten Fähigkeiten in den Kampf zu ziehen und schaltet sogar ein Bonusspiel, was wahrscheinlich eine frühe Version des fertigen Spiels war. Fans von klassischen Plattformern kommen mehr als auf ihre Kosten, sollten sich aber dabei nicht von den pubertären Anspielungen abschrecken lassen, die allerdings Jugendfrei bleiben.

Entwickler: Pippin Games

Publisher: Eastasiasoft

Erhältlich auf: PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch

NB@05.04.2022

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