PS4/PS5 Review: „Freddy Spaghetti“ #FreddySpaghetti #LeichtePlatin

Ratalaika Games hat kürzlich das erste Spiel herausgebracht, das sowohl für die alte, wie auch die neue Konsolengeneration erscheint und sogar im CrossBuy für PS4 und PS5 erscheint. Und anderer Spiele handelt es sich nicht um ein Neo-Retro-Spiel, das versucht eine Hommage an irgendwas zu sein, sondern ein interessantes Spiel mit einem frischen Spielprinzip.

Denn wir spielen keinen Superhelden, Soldaten, Monsterjäger, oder gar Klempner, sondern eine Nudel. – Ja, richtig gelesen, eine Nudel. Eine Spaghetti, um genau zu sein. – Doch es handelt sich selbstverständlich nicht um eine normale Spaghetti, sondern eine, die von einem genialen Wissenschaftler zum Leben erweckt wurde. Dr. P. Starr, der darüber hinaus auch als Erzähler der Geschichte fungiert, hat seit längerem damit experimentiert einfachen Gegenständen ein Bewusstsein und Leben zu verleihen. Als ihm bei Pasta kochen eine einzelne Nudel herunterfällt und „wie lebendig“ über dem Boden kullert, beschließt er die Nudel, die er Freddy tauft, zu seinem nächsten Projekt zu machen. Jedoch muss Freddy schnell erkennen, was er wirklich ist und ergreift drastische Schritte, die ihn nicht nur in den Fokus der Behörden rücken lassen, sondern auch Zeit und Raum sprengen…

Das Spiel ist ein in 3D animiertes Puzzle-Abenteuer, bei dem wir den titelgebenden Freddy steuern. Ähnlich, wie bei „What the Fork!„, „I am Bread“, oder dem Publikumsliebling „Octodad“ Ist die Steuerung des Protagonisten dabei auch das Handicap, denn eine Nudel ist eben eine nicht besonders ergonomische Gestalt. Wir steuern mit den Schultertasten jeweils ein Ende der Spaghetti und über den linken Stick grobe Richtung, in welche dieser Bewegungsimpuls ausgelöst werden soll. Weiter können wir durch längeres Festhalten der Schultertasten noch die Intensität beeinflussen, die von der zaghaften Bewegung, bis zum Sprung unterschiedliche Möglichkeiten bieten. Das mag am Anfang simpel klingen, was es in den ersten Levels auch noch ist, doch steigert sich zunehmend bis hin zu komplexen Bewegungsmustern, die sowohl Fingerspitzengefühl und das richtige Timing erfordern.

Das Spiel ist dabei in fünf unterschiedliche Welten à jeweils zehn Levels aufgeteilt, die im Grunde zwar immer das gleiche Ziel, „Erreiche das Ziel!“ haben, aber sich sowohl inhaltlich, wie auch spielerisch teilweise stark unterscheiden. So gibt es recht geradlinige Geschicklichkeitslevel, in denen wir unbeschadet von Punkt A zu Punkt B gelangen müssen, Levels, in denen wir bestimmte Dinge zerstören, aber auch Levels, in denen wir gejagt werden. Gerade letztere können mitunter etwas frustrierend sein, wenn man die Steuerung noch nicht ganz verinnerlicht hat, da ein Fehler zum sofortigen Game Over führt. Hier empfiehlt es sich allerdings wirklich dranzubleiben, das „Rennen“ mittels Abwechselnden Schultertasten zu üben, denn diese Spitzen sind rar und gerade die späteren Levels halten einige interessante Wendungen bereit, die ich selbstverständlich nicht spoilern möchte.

Technisch unterscheidet sich das Spiel von anderen Spielen, die Ratalaika Games im Programm hat, die normalerweise etwas „klassischer“ angehaucht sind. Hingegen setzt das Spiel auf eine funktionelle, bunte 3D-Grafik, die zwar niemanden vom Hocker hauen dürfte, aber dennoch schön anzusehen ist. Besonders die vielen kleinen Details in den unterschiedlichen Welten und nette Ideen innerhalb der Levels, die die bekannten Mechaniken immer wieder leicht abwandeln, können sich wirklich sehen lassen. Besonders hat mir das professionelle Voiceover des Erzählers gefallen, der mit viel Sarkasmus und Augenzwinkern die Abenteuer nacherzählt und kommentiert. Hätte man hingegen rein auf Text gesetzt würde dem Spiel durchaus etwas fehlen und da eine Synchro immer ein Kostenfaktor ist, finde ich es umso besser, dass man in diesem Fall die Kosten nicht gescheut hat.

Von der Trophäenliste her ist das Spiel ziemlich großzügig, denn es gibt satte 56 Trophäen (44 x Bronze, 10 x Silber, 1 x Gold, 1 x Platin), was in gewohnter Form auf der Xbox 1000GS entspricht und je nach Skill, in knapp einer halben Stunde bis maximal einer Stunde zu verdienen ist. Dabei ist keine Trophäe verpassbar und die Liste erfordert von uns lediglich das Beenden des Spiels (also 50 Leveln), plus ein paar Bonuslevel und ein paar weitere Aktionen, die man wahrscheinlich automatisch im Spiel freischaltet, ohne dass man überhaupt darauf achten muss. Auf den Sony-Plattformen kommen die Spieler in den Genuss zweier separater, obgleich inhaltlich identischer Trophäenlisten, wobei ich zugeben muss, dass ich bei den Versionen des Spiels keinen wirklichen Unterschied feststellen konnte.

Insgesamt hatte ich mit Freddy wirklich eine Menge Spaß. Die insgesamt 50 Levels sind abwechslungsreich und halten einige wirkliche interessante Mechaniken bereit, die das Spiel nicht langweilig werden lassen. Nur eine Handvoll Levels haben durchaus Potential zum Frust, wenn man entweder das Rennen noch nicht richtig beherrscht, oder die ungenaue Steuerung in Timing-basierten Abschnitten zum Insta-Fail führt. Doch diese Momente sind Gott-sei-Dank selten, auch wenn sie sich aus unerfindlichem Grund in der dritten Welt zu häufen scheinen. Da hätten die Entwickler meiner Meinung nach etwas mehr auf das faire Balancing achten, oder alternativ ein Strike-System implementieren müssen, damit kein Spieler vorzeitig abgehängt wird. Denn besonders danach kommen noch ein paar der witzigsten und interessantesten Levels. Als kurzweiliger Zeitvertreib ist das Spiel, gerade im Vergleich zu einigen der anderen Spieler dieser Gattung, durchaus zu empfehlen, zumal der Preis von regulären 5 Euro wirklich in Ordnung geht.

Entwickler: Playful Pasta

Publisher: Ratalaika Games

Erhältlich auf: PC, PS4, PS5, Xbox One, Nintendo Switch

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