Special: „Gamescom 2022“ – Die Highlights der Computer- und Videospielmesse #Gamescom2022

Nach zwei Jahren der (digitalen) Abstinenz hat dieses Jahr endlich wieder vom 24. – 28. August eine Gamescom vor Ort in Köln stattgefunden. Und auch wenn es die letzten Jahre digitale Angebote gab, hat eindeutig etwas gefehlt und die Massen ließen es sich nicht nehmen in die Hallen der Koelnmesse zu reisen.

Foto: Koelnmesse / gamescom / Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner

So verzeichnete die Messe mit insgesamt knapp 1.100 Ausstellern aus 53 Ländern satte 265.000 Besucher, die Eröffnungsshow, Opening Night Live, die wieder von Geoff Keighley moderiert wurde verzeichnete im Stream satte 12 Millionen Views. Wer sie verpasst hat findet hier die offizielle Auszeichnung:

Ich war dieses Jahr bereits ab Mittwoch Vormittag vor Ort und habe jede Menge Eindrücke aus den Hallen gesammelt. Doch bevor ich genauer darauf eingehe muss angesprochen werden, dass es sich um eine überraschend andere Gamescom handelte, denn  leider musste man auf viele große Namen verzichten, was sich natürlich auch in den Highlights wieder spiegelt, die dadurch kleiner als gewohnt ausfallen. Denn ich persönlich habe zum Beispiel Sony, Capcom, EA und Activision Blizzard schmerzlich vermisst. Nintendo war nur indirekt in Form der Lego Mario Sets vertreten, Square Enix nur in Form eines Merchandising Standes und Konami konzentrierte sich ausschließlich auf ein Yu-Gi-Oh Sammelkartenspiel. Wer also gehofft hatte einen Blick auf die Neuheiten des Gaming-Herbstes, wie das Remake von „The Last of Us Part 1“, „God of War: Ragnarok“, „FIFA 23“, „Splatoon 3“, oder „Call of Duty: Modern Warfare 2“ werfen zu können, ging in dieser Beziehung leider leer aus.

Foto: Koelnmesse / gamescom / Koelnmesse GmbH, Oliver Wachenfeld

Doch dieser Umstand bot dafür anderen Publishern und Spielen einen breitere Bühne. So gab es spielbare Versionen von „Destroy all Humans! 2 – Reprobed“ und dem Reboot von „Alone in the Dark“ bei THQ Nordic, die einen großen Teil in einer der Haupthallen einnahmen. Xbox hatte mit „A Plague Tale: Requiem“, der Fortsetzung zum 2019er Titel „A Plague Tale: Innocence„, das als multi Plattform Titel erschienen wird, ein echtes Highlight im Gepäck. Ich habe mich besonders über „The Callisto Protocoll“, den spirituellen Nachfolger von Dead Space, das es bei Krafton zu bestauen gab und das neue Kapitel der Dark Pictures Anthology, „The Devil in me“ von Supermassive Games gefreut, das es bei Bandai Namco zu bestaunen gab und hatte auch wirklich Spaß am Stand von Plaion, ehemals Koch Media, die unter anderem „System Shock“, das Reboot von „Saints Row“ und das absolut abgedrehte „Goat Simulator 3“ im Gepäck hatten. Eine besondere Erwähnung muss für mich auch „Dead Island 2“, das voraussichtlich nicht in Deutschland erscheinen wird und „Atlas Fallen“ bekommen, die ausschließlich in der Business Area gezeigt wurden, zu der ich dieses Jahr das erste Mal Zugang hatte.

Foto: Koelnmesse / gamescom / Niklas Bastian

Schade fand ich, neben den bereits erwähnten Abwesenheiten, dass einige hochkarätige Spiele ausschließlich als Foto-Location zur Verfügung standen. So gab es zwar Stände zu „Gotham Knights“ und „Return to Monkey Island“, aber an beiden Ständen gab es weder Hands on-Material, noch etwas anderes abseits einer Möglichkeit für ein Foto. Ähnlich enttäuschend fand ich leider „Skull & Bones“ bei Ubisoft, denn dort musste man eine gute Stunde anstehen, um danach lediglich eine Präsentation auf einer Großbildleinwand zu sehen. Das war in den Dimensionen eines Kinos zwar dennoch beeindruckend, doch zu einem Spiel, das schon bald erscheinen soll, hatte ich mehr erwartet.

Foto: Koelnmesse / gamescom / Niklas Bastian

Abschließend muss ich zusammenfassend sagen, dass es sich zwar um ein eher mäßiges Gamescom-Jahr handelt, immerhin fehlten für meinen Geschmack große namen, doch es gab dennoch genug an neuem und alten zu entdecken, denn selbstverständlich war auch die Retro-Area wieder stark vertreten und auch das Cosplay Village wartete mit vielen tollen und kreativen Ideen auf. Die erste Gamescom seit zwei Jahren hat aber eindeutig gezeigt, dass es mir wirklich gefehlt hat durch die Hallen der Koelnmesse zu pilgern, mich mit Gamern, Pressekollegen und Publishern auszutauschen und fast nebenbei das ein oder andere neue Spiel an zu testen.

Foto: Koelnmesse / gamescom / Niklas Bastian

So muss man den Veranstaltern ein echt dickes Lob aussprechen, denn es wurde einiges aus der Situation rausgeholt, denn nach einer derartig weitreichenden Pandemie, die zugegebenermaßen noch immer nicht komplett ausgestanden ist, war das bestimmt eine Mammutaufgabe. Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder vor Ort sein und wir sehen uns dann wieder vor Ort bei der Gamescom 2023, die vom 23.– 27. August 2023 stattfinden soll.

NB@31.08.2022

——— Hinweise & Disclaimer: ———

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Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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