Special: „Tops & Flops des Jahres 2022“

Erst einmal noch ein „Frohes neues Jahr!“, ich hoffe ihr hattet nach zwei Jahren der Einschränkungen eine tolle Zeit. 2022 hat zwar mit dem Angriffskrieg auf die Ukrainie, der massiven Inflation und der Energiekrise ganz neue Probleme mit sich gebracht, bot aber für Gamer dennoch ein paar Lichtblicke. So sind neben viele hochkarätigen Neuerscheinungen auch die heiß-erwarteten teilweise wieder in Persona an den Start gegangen, wie zum Beispiel unsere deutsche Vorzeigemesse, die Gamescom in Köln, bei der wir selbstverständlich auch vor Ort waren. Nach der erfolgreichen Adventskalender-Aktion im letzten Jahr haben wir dieses Jahr nochmal einen draufgesetzt und einige wirklich tolle Preise unters Volk gebracht. Es war zwar wieder ziemlich stressig, aber das positive Feedback entlohnt uns, weswegen wir nochmal allen Unterstützern, sowie natürlich auch den Teilnehmern ein herzliches Dankeschön aussprechen möchten. Sofern möglich werden wir die Aktion auch 2023 fortsetzen. Aber schauen wir zunächst nochmal zurück das mittlerweile vergangene Jahr: In 2022 wurden insgesamt 159 Beiträge mit einer durchschnittlichen Anzahl von 739 Worten veröffentlicht. So habt ihr jede Woche mehrere neue Beiträge, Reviews, oder News aus den Bereichen Reviews, News, oder Specials bekommen und ich bedanke mich an dieser Stelle herzlichst, auch im Namen des gesamten Teams, für die treue Leserschaft.

Aber kommen wir doch Mal zum Herzstück des Resümees und widmen uns den Tops und den Flops des Jahres und habe eine „Top Ten“ und zusätzlich eine „Flop Five“ zusammengestellt, wobei ich mich zuerst mit letzterer beschäftige. Dabei gilt für beide Listen die gleiche Vorgabe: Das Spiel muss in diesem Jahr erschienen sein, damit ich es berücksichtigen kann und ich muss es natürlich auch gespielt haben… So werdet ihr, entgegen anderer Listen im Netz, hier zum Beispiel kein neues „Pokémon“ finden, was in keiner Weise dem Spiel eine mindere Qualität attestieren soll, denn wenn es keiner im Team spielen und testen konnte, ist es einfach nicht möglich es objektiv mit den anderen Spielen zu vergleichen. Wir hatten zwar das Privileg eines der Spiele für unseren Adventskalender zu verlosen, aber für den Test sind wir leider leer ausgegangen. Sofern es für einen Eintrag bereits ein Review gibt, verlinke ich diese selbstverständlich. Für ein paar der Games ist das Review mitunter noch in Arbeit und ich hole die Verlinkung dann nach der Veröffentlichung nach. Aber jetzt ohne weitere Umschweife zur „Flop Five“ des Jahres 2023:

Flop 5: „Elden Ring

Eine Entscheidung, die mit Sicherheit kontrovers ist, denn packen viele andere das Spiel in ihre Top-Listen, doch bei mir hat das Action-RPG mit offener Spielwelt leider überhaupt nicht gezündet. Und normalerweise bin ich ein absoluter Fan aller Souls-Spiele, doch „Elden Ring“ war nicht mein Spiel, da die Ausrichtung für meinen Geschmack schlichtweg zu offen war, sowohl was die Spieltwelt, aber auch die überaus dünne Geschichte angeht. Ich hatte wirklich große Hoffnung in eine von „Der Herr der Ringe“ inspirierte und von George R.R. Martin mit geschriebene Story, aber zu viel muss man sich als Spieler selbst zusammenreimen. Andere haben viel Spaß mit „Elden Ring“, ich leider nicht…

Flop 4: „Dolmen“

Weniger kontrovers dürfte unsere Eingruppierung zu „Dolmen“ ausfallen, denn entweder entgegnet man darauf mit „Bitte was?“, oder man hat das Pech das Spiel zumindest zu kennen. Ebenfalls ins Souls-Genre einsortiert hatte der Sci-Fi-Shooter sogar Potential, weswegen ich es mir auch direkt zum Launch gekauft habe, doch das Geld hätte ich lieber in Rubbellose investiert, denn dabei kommt wenigstens in Ansätzen Nervenkitzel auf. Auf dem Papier klang das Spiel interessant, ein Souls-Like mit Fernwaffen, aber der größte Gegner sind die vermurkste Steuerung und der ewige Delay bei den Eingaben. Zusätzlich sieht das Spiel keineswegs nach PS5, sondern eher nach PS3 und ist somit ein absolut verdienter Flop…

Flop 3: „Vampire: The Masquerade – Swansong

Swansong ist der neuste Teil der langjährigen Vampire: The Masquerade-Reihe, die ursprünglich ein Pen & Paper-Rollenspiel ist. Die Versoftung hat an sich einen guten Namen, wenn auch eher auf dem PC. Ich hatte vorher keinerlei Berührungspunkte mit der Reihe und wurde mehr oder minder ins kalte Wasser geworfen. Die Story ist total überladen, es gibt wenig bis keine Erklärung der Hintergründe und spielerisch wie technisch ist das Spiel von Vorgestern. Ich habe mich ziemlich durch das Spiel durch gequält und bis zum Ende bin ich nicht wirklich damit warm geworden. Spart eure Zeit und Geld…

Flop 2: „Bayonetta 3”

Oje, „Bayonetta 3“ eines der Spiele, die Nintendo veröffentlicht um sich dabei an die Core-Gamer zu richten, die zugegebenermaßen eine eher kleine Gruppe der Switch-Spieler darstellt. Es war heiß erwartet, doch mit solch einem Release hat mit Sicherheit niemand gerechtnet, denn merkwürdigerweise sieht spielt sich das Spiel und sieht gleichzeitig schlechter aus, als „Bayonetta“ damals auf Xbox360 und PS3, was nunmehr zwei Konsolengenerationen und schlappe 12, bzw. 13 Jahre zurückliegt, je nachdem ob man den japanischen, oder den westlichen Release als Maßgabe nimmt. Das Spiel an sich ist zwar nicht schlecht, ganz im Gegenteil eigentlich, denn es stellt durchaus unter Beweis, dass Platinum Games es immer noch drauf haben, wenn es um übersteigerte Action geht, aber sonst krankt es leider an allen Ecken. Die Texturen sind verwaschen, Details, abseits von Bayonetta selbst quasi non-existent und die Weitsicht verdient den Namen überhaupt nicht. So poppen die Texturen und ganze Gebilde erst wenige Meter vor uns ins Bild und dennoch geht die Framerate regelmäßig in die Knie. Entweder ist die Switch einfach nicht mehr in der Lage derartige Spiele laufen zu lassen, oder es hätte locker noch ein Jahr Optimierung gebraucht. Ich liebe die Reihe wirklich, aber in dieser Form reicht es nur für einen Platz in den Flops…

Flop 1: „Google Stadia

Damit hat wohl keiner gerechnet, dass Google so kurz nach der Einführung Ende 2019 und jeder Menge Medienberichten den Stecker ihres Cloud-Dienstes für Videospiele zieht und den Service in wenigen Tagen komplett vom Netz nimmt. Das Vorhaben war ambitioniert, aber nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte sich der Service durchaus gemacht und wartete auch mit einigen Exklusivspielen auf. Immerhin werden die Kosten für Controller uns Kaufspiele erstattet, nicht jedoch die Mitgliedergebühr, alles weitere lest ihr in unserem Nachruf.

Natürlich sind diese Eindrücke höchst subjektiv, des einen Flop kann selbstverständlich des anderen Spiel des Jahres sein. Und so kontrovers die ein oder andere Entscheidung dabei auch sein mag, so wenden wir uns nun der Elite zu, den Spielen, die dieses Jahr auf mich und uns im Team am meisten Eindruck gemacht haben. Vorher nur noch ein paar honorable Mentions, denn es gibt auch immer Spiele, die in so einer Betrachtung durchs Raster fallen und so finden sich zum Beispiel kein „Tiny Tina’s Wonderlands„, kein „Stranger of Paradise: Final Fantasy Origins“ und auch kein „Shadows of Rose„, „Saints Row“ und auch kein „Call of Duty: Modern Warfare II“ in der Liste. Das liegt ausschließlich daran, dass die andern Spiele nach etlichen Diskussionen höher bewertet wurden.

Top XX: „Uncharted: The Legacy of Thieves Collection“ / „The Last of Us – Part I

Die Spiele von Naughty Dog sind ein Fan-Favorite der Spieler und in 2022 haben gleich drei Spiele des Studios ihren Weg auf die PS5 gefunden. Und da dieses Jahr so viele gute Spiele erschienen sind, denen ich durch diese Remastered- und Remake-Versionen nicht den Raum nehmen wollte, habe ich mich entschlossen diese Spiele separat zu erwähnen, aber außer Konkurrenz laufen zu lassen.

Die Legacy of Thieves-Collection zu Uncharted umfasst „Uncharted 4“ und „Uncharted: The Lost Legacy„, die aufwendig überarbeitet wurden, alle Erweiterungen direkt im Spiel enthalten, die Vorzüge der PS5 unterstützen und bisher nie so gut aussahen. Zwar handelt es sich „nur“ um Remasters, aber die holen alles Mögliche aus den Spielen heraus. Im Gegensatz dazu ist „The Last of Us Part I“ ein komplettes Remake. Das Spiel wurde von Grund auf neu gemacht, verfügt über neue Hintergründe, Charaktermodelle und Beleuchtung, behält aber die bisherige Struktur, Kameraeinstellungen und Synchronisation bei. Zusätzlich wurde die Steuerung von Part II implementiert, wobei ich persönlich ein paar Weiterentwicklungen, wie das Ausweichen aus dem zweiten Teil, oder eine Implementierung von „Left Behind“ in das Spiel, anstatt als separate Kampagne, begrüßt hätte. Alles weitere lest ihr in meinen ausführen Reviews zu allen drei Spielen…

Top 10: “Ghostwire: Toykio

Auch wenn das Spiel ziemlich untergegangen ist, ist das neueste Spiel von Tango Gameworks, den Machern der Evil Within-Reihe ein erfrischendes Spiel, das sich von Konvention los reißt, um etwas komplett Eigenständiges zu sein. Wenn Shibuya in Nebel gehüllt ist und von alptraumhaften Yokai heimgesucht wird, mixen sich Elemente von Survival Horror mit japanischer Mythologie. Wir spielen den jungen Akito, der direkt zum Spielbeginn bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, doch was für uns normalerweise das Ende darstellen würde, ist für ihn der Anfang. Ein Schutzgeist erweckt ihn wieder zum Leben und stattet ihn mit übersinnlichen Fähigkeiten aus, um den Mächten der Dunkelheit Einhalt bieten zu können und seine Schwester zu retten, die von einem mysteriösen Mann in einer Hannya-Maske entführt wurde… Wer Lust auf etwas Neues jat, sollte „Ghostwire: Tokyo“ auf jeden Fall eine Chance geben…

Top 9: “Sonic Frontiers”

Ein neues 3D-Sonic in einer realistisch anmutenden düsteren offenen Spielwelt, in denen man nicht mehr gegen die bekannten Knubbelgegner, sondern gegen teils haushohe Kolosse antritt, kann das etwas werden? – Überraschenderweise ja. Was vorher wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte ist ein ziemlich schickes Spiel geworden, das Sonic auf interessante Weise weiterentwickelt und ihn gleichzeitig aus seinem 2D-Gefängnis, wie noch in „Sonic Mania“ entlässt, ohne dabei reihenweise Spiele in Therapie zu schicken, wie noch bei „Sonic ’06“ auf der PlayStation 3. Die Geschichte ist spannend, wenn auch nicht unbedingt neu ist aber ohnehin eher Mittel zum Zweck, um uns in die neue Spielwelt zu entlassen, die dem blauen Igel endlich mal gefühlt genug Platz für seine Geschwindigkeit und seine unterhaltsamen neuen Kampfmoves bietet. Es gibt zwar noch eingestreute Classic-Stages, doch der Fokus liegt weniger auf der Vergangenheit, sondern der Zukunft und dieser Weiterentwicklung von Sonic, der stellenweise schon fast in Richtung stylish Action meets „Shadow of the Colossus“ geht, ist auf jeden Fall einen Blick Wert!

Top 8: „Dying Light 2

Eine wirkliche Überraschung war für mich persönlich „Dying Light 2“, denn auch wenn der erste Teil ganz nett war, so war es doch eben auch nicht mehr. Für den zweiten Teil, der in Deutschland lediglich zensiert erschienen ist ging man zurück an das Reißbrett. Zwar wird im zweiten Teil auch der Erste referenziert, aber sie bauen eher indirekt aufeinander auf. Wer also den ersten Teil nicht gespielt hat, kann dennoch ohne große Einstiegshürde mit der Fortsetzung starten. Wir Spielen Aiden, einen Pilgrim, der die von Zombies und Monstern zerrüttete Welt mit Nachrichten und Waren zwischen den Siedlungen versorgt, ähnlich wie die Porter in „Death Stranding“, der im Grunde nur auf der Suche nach seiner Schwester ist. Seine Suche führt ihn nach Villedor, einer totalitär geführten Stadt, wo die Monster und Zombies bei weitem nicht das gefährlichste sind, dem er sich stellen muss… – Das Spiel besticht dadurch durch seine offene Spielwelt, den Fokus auf Nahkampf und selbstverständlich das eingängige Parcours-System, das in Zusammenarbeit mit dem Parcours-Erfinder David Belle entstanden ist, der im Spiel auch als NPC vorhanden ist.

Top 7: Stray

Die meisten werden das Spiel nicht unter seinem Titel „Stray“, sondern eher als „Das Spiel mit der Katze“ kennen, was aber auch nicht falsch ist. In einer düsteren Zukunft dominieren Roboter die Welt, die Menschen spielen keine Rolle mehr, die Hintergründe dazu sind mysteriös, doch eine neugierige Katze, die es zufällig in die feindliche Welt verschlägt, begibt sich auf Spurensuche. Eigentlich ist ihr Ziel allein wieder nach Hause zu finden, doch dabei freundet sie sich mit den humanoiden Robotern an und muss sich gleichzeitig einer düsteren Bedrohung stellen. Das spannende und stellenweise fordernde Spiel ist eine wirkliche Perle in Sachen Setting und Storytelling. Jeder, der das Spiel bisher ausgespart hat, sollte es dringend nachholen.

Top 6: „A Plague Tale: Requiem”

„A Plaque Tale: Innocence“ war ein wunderschönes Spiel über die gefährliche Reise zweier Geschwister durch ein von der Pest gezeichnetes Frankreich des Mittelalters. Und auch wenn die Bedrohung durch die Inquisition und die Schwärme von Tod bringenden Ratten es von anderen Spielen abgehoben haben, gab es gerade in Hinsicht auf die Charakterentwicklung Parallelen zu „The Last of Us“. Und ähnlich ist es auch mit Requiem, das die Geschichte nahezu nahtlos fortsetzt und dabei großer und ausgefeilter ist. Amicia und Hugo machen sich dieses Mal auf der mysteriösen Rattenplage auf den Grund zu gehen und finden sich bald wieder gejagt und bedroht. Das Kampfsystem hat dabei ein massives Upgrade bekommen und macht die Kämpfe weniger frustrierend, da es mehr Möglichkeiten gibt. Einzig ein paar Längen im Mittelteil und gelegentliche Einbrüche der Framerate stoßen leicht negativ auf und verhindern eine höhere Platzierung. Dennoch ein schönes Spiel und die logische Weitererzählung zu Innocence

Top 5: “The Quarry” / „The Devil in Me

Da es 2022 gleich zwei Spiele von Supermassive Games gab, die sich spielerisch und erzählerisch sehr ähneln, habe ich mich dazu entschlossen diese in einem Platz zusammenzufassen, um den anderen Spielen nicht zu viel Raum zu nehmen, immerhin gab es wirklich viele tolle Spiele, aber auch beide Titel von Supermassive Games haben für mich persönlich einen Platz in der Liste verdient. Den Anfang machte „The Quarry“ mit einem Starbesetzten interaktiven Film, der dem angestaubten Werewolf-Mythos mit frischen Ideen neues Leben einhauchte. Wir steuern dabei abwechselnd neun Teens, die nach Ende des Sommers in einem alten Sommercamp zurückbleiben und plötzlich von Werewölfen angegriffen werden…

Gegen Jahresende folgte dann mit „The Devil in Me“ der Abschluss der ersten Staffel von The Dark Pictures Anthology, wo eine Gruppe von Filmemachern auf den Spuren von H. H. Holmes, Amerikas erstem Serienmörder, wandelt und in seiner berüchtigten Mörderburg versucht zu entkommen, wobei sich nicht nur einem perfiden Killer, sondern auch mörderischen Fallen à la Saw entkommen müssen. Das Gameplay beschränkt sich dabei auf das Adventure-esque Rätsel und das Treffen von Entscheidungen, besticht aber dadurch, dass jede Entscheidung Konsequenzen hat und alle Charaktere im Spielverlauf sterben können. Wer filmische Spiele mag ist bei beiden Spielen richtig!

Top 4: „Horizon: Forbidden West

Die Ereignisse in „Horizon: Zero Dawn“ hatten nicht nur weitreichende Auswirkungen auf Aloy, sondern auch auf ihre gesamte Umwelt. Das Ende der Welt ist nah und die einzige Möglichkeit es eventuell noch aufzuhalten ist eine gefährliche Reise in den verbotenen Westen anzutreten, was Aloy selbstverständlich tut. Das bringt nicht nur neue Gebiete, neue Gefahren und neue Feinde mit sich, sondern bietet auch spielerisch einiges Neues. Erfrischend ist dabei, dass Aloy’s Fähigkeiten aus dem Vorgänger nicht nur erlernt werden müssen, sondern aus Ausgangspunkt für Weiterentwicklung dienen. Die Spielwelt ist zwar größer ist aber mehr als Makulatur, denn wurde das gesamte Missionsdesign entsprechend angepasst und so macht jede Erkundung Spaß und öffnet tiefere Einblicke in die Spielwelt und die Hintergründe. Wer mit dem Erstling seinen Spaß hatte wird die Fortsetzung lieben!

Top 3: “Return to Monkey Island

Damit hatte wohl niemand gerechnet, dass wir viele Jahre, nachdem uns „Monkey Island 2“ mit einem überraschenden Cliffhanger zurückgelassen hat, doch noch eine Auflösung von Serienschöpfer Ron Gilbert bekommen würden. Doch dieser Traum ist dieses Jahr wahr geworden. Anfänglich ist der neue Artstyle zwar etwas ungewohnt, doch das Spiel hat wirklich mehr als gut unterhalten. Und spätestens seit die deutsche Sprachausgabe nachgeliefert wurde reiht es sich legitim in die Reihe der Kultspiele ein, indem Guybrush endlich herausfinden möchte, was das Geheimnis von Monkey Island eigentlich ist, das dem Erstling damals den Titel gab…

Top 2: „The Callisto Protocol

Das Spiel wurde zwar ziemlich zerissen, doch bei uns im Team sahen das alle anders. Die Geschichte von Jacob Lee, der nach einer Bruchlandung ohne triftigen Grund inhaftiert wird, nur um kurz darauf Zeuge davon zu werden, wie die leibhaftige Hölle im Gefängnis ausbricht, hat uns mehr als gut unterhalten. Vom Marketing her allein als spiritueller Nachfolger zu Dead Space hervorgehoben, da Entwickler des Originals bei der Entwicklung beteiligt waren, ist es allerdings mehr als das. Das Sci-Fi-Horrorspiel besticht durch herausragende Grafik, eine spannende Geschichte und ein Kampfsystem, das den Fokus auf den Nahkampf legt. Es braucht zwar etwas Eingewöhnung, bis man das Kampfsystem richtig verinnerlicht hat und es gibt leider ein paar unschöne Spitzen des Schwierigkeitsgrads, doch ich hatte richtig viel Spaß mir dem Spiel und wäre es nicht etwas kurz und endet auf einem Cliffhanger, der angeblich im DLC erst das „echte“ Ende nachliefern soll, wäre es fast mein Spiel des Jahres geworden. Aber ein anderes Spiel hat dieses Platz eingeheimst und ich denke alle können sich denken welches…

Top 1: „God of War Ragnarök

Es war ein harter Kampf um die begehrten vorderen Plätze, doch letztendlich hat doch das neue God of War das Rennen gemacht. Gerade bezüglich der fünf besten Spiele gab es unzählige Diskussionen, doch Kratos hat uns am meisten überzeugt, als er sich dem Ende der Welt, Thor und Odin entgegenstellt und gleichzeitig seine Reise in die nordische Mythologie abschließt. Das Spiel ist keineswegs perfekt, gerade in den ersten zehn Spielstunden gibt es ein paar Längen und generell Probleme mit dem Pacing, doch wenn das Spiel erst mal in Fahrt kommt lässt es einen schwer wieder los. Auch wenn das Spiel alles andere als kurz ist und allein die Story ihre knapp 30 Stunden umfasst, würde ich dennoch jedem empfehlen danach weiter zu spielen, denn einige der interessantesten Nebenmissionen, die gleichzeitig auch Hintergründe über die Charaktere preisgeben, werden erst nach dem Ende der Story freigeschaltet…

Und auch wenn sich das spielerische Recap von 2022 damit dem Ende neigt, so bleibt zumindest noch der Ausblick auf das Jahr 2023, wo uns spieletechnisch auch einiges erwartet. Zum einen bin ich wahnsinnig gespannt, ob das Remake von „Dead Space“, das Ende Januar erscheinen soll, dem Hype gerecht wird. Zum anderen ist es mehr als interessant zu sehen wohin sich die Nextgen-Spiele entwickeln werden, denn zugegebenermaßen sind wir, trotz Release von PS5 und Xbox Series X/S vor nunmehr zwei Jahren, immer noch nicht gänzlich in der Nextgen angekommen und reine Nextgen-Releases sind bisher immer noch ein rares gut. Und leider ist das mit Sicherheit auch dafür verantwortlich, dass die neuen Konsolen bisher eher auf Sparflamme arbeiten und ihr Potential noch nicht ansatzweise ausnutzen können.

An bisher vielversprechenden Spielen soll es allerdings nicht mangeln, denn neben „Dead Space“ erscheint Ende Januar auch „Forspoken“ von Square Enix, wofür im PSN auch bereits eine spielbare Demo zur Verfügung steht, im Februar geht es direkt mit „Dead Island 2„, „Hogwart’s Legacy“ und einen PSVR2-Spielen, wie „Horizon: Call of the Mountain“, „The Dark Pictures: Switchback“, oder „Star Wars: Tales from the Galaxy’s Edge“ weiter, die zum Launch von Sony’s leider massiv überteuerten PSVR2 erscheinen. Im März folgen dann endlich „Skull & Bones“ von Ubisoft, das „Resident Evil 4 Remake“ von Capcom und „Star Wars Jedi: Survivor“ von EA, im Mai geht The Legend of Zelda mit „The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“ in die nächste Runde, die hoffentlich besser performed als „Bayonetta 3“ und im Juni folgt nichts geringes als „Diablo 4“ und „Final Fantasy XVI“.

Zur Jahresmitte enden die bisher bekannten konkreten Veröffentlichungstermine, was selbstverständlich auch die Videospielmessen in der Jahresmitte geschuldet ist, aber wir lassen uns gerne überraschen, denn immerhin stehen ja auch noch Hochkaräter, wie „Alan Wake 2“, „Marvel’s Spider-Man 2“, die Fortsetzung von „Final Fantasy 7 Remake„, „Suicide Squad: Kill the Justice League“, oder auch „The Wolf among Us 2“ aus, um nur ein paar Spiele zu nennen, die bereits bekannt sind. Man kann davon ausgehen, dass es noch die ein oder andere Überraschung geben wird, die bisher bei vielen Spielern nur Wunschdenken ist…

Aber wie sieht eure Liste der Spiele des Jahres aus? Was waren eure High- und Lowlights und auf was freut ihr euch im kommenden Spielejahr 2023 besonders? Gibt es wünsche an die Zukunft der Berichterstattung? Lasst es mich und die anderen Leser gerne in den Kommentaren wissen. Abseits davon verabschiede ich mich und wünsche sowohl euch, als auch euren Familien einen guten Start in ein möglichst schönes und erfolgreiches Jahr 2023!

NB@04.01.2022

——— Hinweise & Disclaimer: ———

Wenn euch der Beitrag gefallen hat würde ich mich natürlich über eure Likes, Retweets, Abos oder auch Feedback freuen. Gleiches trifft aber auch zu, wenn ich eurer Meinung nach etwas hätte besser machen können. Konstruktive Kritik hilft bekanntlich nur, wenn man sie auch bekommt, also lasst es mich einfach wissen.

Die verwendeten  Bilder und/oder Screenshots wurden, wenn nicht anders angegeben, vom Autor selbst erstellt und dienen zur Unterstützung des Berichtes. Das Copyright an der dargestellten Sache, bzw. dem Spiel bleibt davon selbstverständlich unberührt und verbleibt beim ursprünglichen Rechteinhaber.

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