Die Contra-Reihe ist eine feste Institution der Videospiel-Geschichte und hat sich seit ihrem Debüt im Jahr 1987 eine treue Fangemeinde aufgebaut. Mit dem neuesten Teil, “Contra: Operation Galuga”, erlebt die Serie eine Renaissance auf der PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch, nachdem „Contra: Rogue Corps„, auf Grund einiger fragwürdiger Designentscheidungen, nicht richtig überzeugen konnte.

Ich fand zwar Rogue Corps auch nicht so schlecht, auch wenn es zugegebenermaßen inhaltlich weniger mit Contra und mehr mit Arena-Shootern, wie beispielsweise „Super Smash T.V.“  gemein hatte, hatte aber direkt auch einige starke Kritikpunkte, wie die begrenzte Munition und das Überhitzen der Waffen, was meines Erachtens in einem Contra-Spiel fehl am Platz war.  Aus diesem Grund hat sich Publisher Konami auch entschlossen Entwickler Toylogic nicht weiter zu verpflichten und hat stattdessen bei WayForward, den Entwicklern von „The Mummy Demastered„, „Dawn of Monsters„, oder auch den erfolgreichen Shantae-, River City Girls-Reihen, angeklopft.

Und dass WayForward es verstehen die Essenz aus klassischen Reihen zu extrahieren und diese in ein neues Spiel zu geben, haben sie in der Vergangenheit schon mehrfach unter Beweis gestellt und auch das neue Contra ist keine Ausnahme. Contra ist ein Synonym für das Run-and-Gun-Genre und hat sich durch herausfordernde Gameplay-Mechaniken und ikonische Level einen Namen gemacht. Ursprünglich im Arcade-Sektor beheimatet, erlangte die Serie vor allem durch ihre Konsolenumsetzungen Bekanntheit. In Deutschland zunächst als Propotector angepasst, wo die Muskelmänner durch Roboter ersetzt wurden, ist die Reihe bis heute absoluter Kult.

Die Story Die Handlung von “Contra: Operation Galuga” knüpft an die des ursprünglichen Contra-Spiels auf dem Nintendo Entertainment System, kurz NES, an. Die Elite-Contra-Kommandos Bill Rizer und Lance Bean kämpfen gegen die Terrorgruppe Red Falcon, die ein antikes Artefakt auf den Galuga-Inseln kontrolliert und nichts geringeres als das Schicksal unserer Welt steht dabei auf dem Spiel…

Auch wenn das Spiel eine direkte Fortsetzung ist, ist es mehr als eine simple Kopie des Originals. Zwar bleibt das Spiel dem Erbe der Serie treu, indem es die klassische Run-and-Gun-Action beibehält, jedoch mit moderner Grafik und Sound, neuen Leveln und Gegnern, sowie aktualisierten Spielmechaniken und einem erweiterten Waffensystem auflockert. So bietet das Spiel in Sachen Gameplay ein klassisches Contra-Erlebnis mit der Möglichkeit zu springen, Waffen zu wechseln, sich zu ducken, hinzulegen und in alle 8 Richtungen zu schießen. Neu sind allerdings stapelbare Waffenverbesserungen und Overload-Fähigkeiten, die die Kämpfe schnell in ein dynamisches Effektgewitter verwandeln und auch eine gewisse Taktik erfordern.

Die technische Umsetzung auf der Xbox ist sehr solide, mit stabilen Bildraten und einer Grafik, die modernen Standards entspricht, ohne dabei den Retro-Charme zu verlieren. Ebenso wie beim Original ist der Schwierigkeitsgrad ziemlich hoch und bedingt dadurch eine Streckung der Spielzeit. Geübte Spieler können das Spiel mühelos in etwa drei Stunden beenden, gerade anfangs wird man aber sehr viel länger brauchen, sofern man überhaupt das Ende erreicht. Zur besseren Zugänglichkeit stehen mehrere spielbare Charaktere mit einzigartigen Fähigkeiten, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und ein Co-Op-Modus zur Verfügung. Besonders Old school ist die Möglichkeit neben dem Schwierigkeitsgrad, der bestimmt wie viel die Gegner wegstecken und wie viel wir im Gegenzug austeilen. Weiter können wir sogar wählen, ob wir einen klassischen Lebensbalken haben wollen, oder all in mit 1-Hit-Kills gehen, wie es bei „Propotector“ der Fall war.

Insgesamt ist „Contra: Operation Galuga“ mehr als nur eine Rückkehr zur Form, sondern gleichzeitig ein sehr unterhaltsames, wenn auch forderndes Actionspiel, das besonders im Co-Op eine Menge Spaß macht. Selbstverständlich kann man dem Spiel den geringen Umfang, gerade in Hinblick auf das in Relation mit etwas zu hohen Preises von 39,99 Euro, ankreiden. Allerdings unterhält es auch beim widerholten Durchspielen immer noch genauso gut und freispielbare Perks, Charaktere und andere Herausforderungen sorgen dafür, dass es dennoch nicht langweilig wird. Wer generell interessiert ist kann auch erst mal zur kostenfreien Demo greifen, die auf allen Plattformen verfügbar ist und wartet ggf. auf einen Sale.

Entwickler: WayForward

Publisher: Konami

Erhältlich auf: PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch

NB@23.04.2024

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3 Antworten zu „Xbox Review: „Contra: Operation Galuga“ #ContraOG #Contra“

  1. Danke für den Hinweis mit der Demo!

    Einen Blick ist es allemal wert, aber am Preis muss sich definitiv noch etwas tun. ich werds im Auge behalten.

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  2. […] „Swords & Bones“ , oder „Biomesh Hell“, das auf den Spuren von „Contra“ wandelte, einen Namen gemacht hat, zeigt abermals, dass man es beherrscht klassische […]

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  3. […] nostalgische Tonfall ist allgegenwärtig. Fans der Filme fühlen sich sofort an Klassiker wie „Contra“, „Rolling Thunder“ oder „Gunstar Heroes“ erinnert, während die düsteren […]

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