PS4/PS5 Review: „Hellbreachers“ #Hellbreachers #LeichtePlatin

Ich habe bereits unzählige Male über die Spiele von Ratalaika Games und denen von Eastasiasoft berichtet, doch bisher sind nie beide Namen beim gleichen Spiel gefallen, was sich nun mit „Hellbreachers“ ändert. Denn das Spiel wurde von Ratalaika Games portiert vom PC auf diverse Plattformen portiert und von Eastasiasoft verlegt. Insgesamt wirklich ein Novum und da das Spiel gleichzeitig das erste Spiel von Eastasiasoft ist, das auch noch explizit für Nextgen optimiert wurde, noch ein Grund mehr sich das Spiel einmal ganz genau anzusehen…

An dieser Stelle muss ich aber gleich vorwegnehmen, dass sich kein nennenswerter Unterschied zwischen den Current- und Nextgenversionen auszumachen war, wes also auf Nextgen irgendwelche nennenswerten Veränderungen, besondere grafische Effekte, oder auf der PS5 gar den Einsatz der adaptiven Trigger, oder ähnliches erwartet hat, der wird leider enttäuscht sein. Ich hatte zwar eigentlich schon damit gerechnet, da es bei den auch bei den Spielen von Ratalaika Games, die seit einiger Zeit ja per Cross-Buy auf PS4 und PS5 vertrieben werden, sich auch nicht anders verhält. So ist es im Grunde nur ein weiterer Titel mit leichter Trophäenliste, der parallel auf unterschiedlichen Generationen vertrieben wird und auf den Sony-Plattformen im Cross-Buy erhältlich ist, was aber für Trophäenjäger auch nichts schlechtes bedeutet.

Das Spiel ist ein retro-inspirierter Plattformer, der sich damit in die Riege ähnlicher Titel, wie „Devious Dungeon“, oder auch „Daggerhood“, setzt aber weniger auf Pixeloptik, sondern mehr auf Hand-gezeichnete scharfe Animationen, ähnlich wie es „Little Adventure on the Prairie“ getan hat, ohne gleichzeitig aber so uninspiriert und monoton zu sein. Denn auch wenn „Hellbreachers“ auf den ersten Blick etwas unspektakulär aussehen mag, so ist das Leveldesign recht abwechslungsreich, bietet einiges an versteckten Elementen und hält im Spielverlauf sogar ein paar interessante Bosskämpfe bereit. Zusätzlich haben wir zum Spielbeginn auch die Auswahl aus drei unterschiedlichen Charakteren und Perks, die es uns erlauben alternative Routen freizuschalten.

Wir haben die Wahl zwischen einem Ritter, einem Magier und einem Assassin, wobei letzterer meiner Meinung nach am besten ist, da er schneller läuft und höher springen kann. Mit unserem Helden schreiten wir allem entgegen, was die Fantasy-Welten so zu bieten haben und kämpfen gegen unterschiedliche Monster, laufende Skelette und Riesenspinnen. Das ist zwar alles nicht besonders kreativ, macht aber dennoch Spaß. Entgegen anderer Plattformer springen wir nicht auf die Gegner, sondern schlagen sie mit unserer Waffe, die je nach Klasse etwas anders ausfällt. Gleich bleibt dabei aber, dass wir mit jedem Schlag ein kleines Projektil abfeuern, was an die Schwert-Mechanik im ersten Zelda erinnert.

Meist ist man allerdings besser beraten den Gegnern eher auszuweichen, als sich direkt in den Kampf zu stürzen, da die Gegner alle mehrere Schläge einstecken und man sonst Gefahr läuft auch einen Schlag zu kassieren. Besonders bei Gegnern, die ebenfalls Projektile abfeuern, kann das etwas nervig werden, denn es nahezu unmöglich nah genug an einen dieser Gegner heranzukommen, um ihn auszuschalten, ohne dabei einen Schlag einzustecken, zumal wir im Sprung nicht Schlagen oder Schießen können. So brauchen die Bosse, denen man alle paar Levels gegenübersteht mitunter auch etwas Übung, da sie nicht nur einen großen Lebensbalken haben, sondern die meisten auch kleinere Gegner zur Unterstützung spawnen. Mit etwas Übung klappt es aber, besonders wenn man die Spezialattacke aufspart und nur beim Boss einsetzt, geht jeder in Windeseile zu Boden. – Und wer das Spiel ohnehin nur wegen der Trophäen spielt, der wird positiv überrascht sein, dass man im Grunde keinerlei Guide dafür braucht und lediglich 12 der insgesamt 50 Levels beenden muss, um die Platin zu verdienen. Insgesamt gibt es dabei 16 Trophäen (0 x Bronze, 5 x Silber, 10 x Gold, 1 x Platin) zu verdienen, was in gewohnter Weise auf der Xbox 1000GS entspricht und maximal 20 Minuten dauert. Auf den Sony-Plattformen kommt das Spiel im Cross-Buy und bietet auf PS4 und PS5 zwei inhaltlich identische, aber separate Trophäenlisten.

Insgesamt bietet „Hellbreachers“ zwar eine nichtsagende und Klischee-behaftete Fantasy-Story, die rein als Mittel zum Zweck fungiert, bietet aber dennoch kurzweilige Unterhaltung mit seinen liebevoll gezeichneten Charakteren und einiges an Abwechslung im Leveldesign. Ich habe aus diesem Grund auch gerne noch weitergespielt, nachdem die Platin bereits verdient war und fühlte mich dabei wirklich gut unterhalten. Die drei unterschiedlichen Charaktere verändern das Spielgefühl etwas, indem sie uns zwingen offensiver vorzugehen, oder wie beim Assassinen die Möglichkeit bietet den meisten Kämpfen komplett aus dem Weg zu gehen und bieten auf diese Weise sogar Widerspielwert, nachdem man das Spiel bereits beendet hat. Einzig von der Anpassung an Nextgen habe ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erhofft, wenn man schon aggressiv damit Werbung macht, was aber in Anbetracht dessen, dass man die Current- und Nextgen-Versionen ohnehin im Doppelpack bekommt, wohl zu verschmerzen ist. Das sähe anders aus, wenn diese separat vertrieben werden würden, oder unterschiedlich bepreist wären, was aber nicht der Fall ist.

Entwickler: Omegacore / Ratalaika Games

Publisher: Eastasiasoft

Erhältlich auf: PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch

NB@07.04.2021

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