PS5 Review: „Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge“ #ShreddersRevenge #Turtles

An den „Teenage Mutant Ninja Turtles“, oder in Europa „Teenage Mutant Hero Turtles“, ist man Anfang der 90er Jahre nicht vorbeigekommen. Neben der erfolgreichen Trickserie gab es mehrere Kinofilme, diverse Videospiele und selbstverständlich die Actionfiguren. Besonders die Videospiele wussten sich von anderen Lizenzspielen abzuheben, wobei sich die Geister etwas dabei scheiden, welches Spiel als das beste anzusehen ist. Für viele kann es allerdings nur eine Antwort geben: „Teenage Mutant Ninja Turtles: Turtles in Time“, das herausragende Beat ‚em up, das neben einer Version in der Spielhalle auch in einer mindestens ebenbürtigen Version auf dem Super Nintendo herausgekommen ist. Und pünktlich zum Dreißigjährigen Jubiläum wurde endlich eine offizielle Fortsetzung angekündigt, das nun erschienen ist. Grund genug sich das Spiel einmal ganz genau anzusehen, um herauszufinden ob das Spiel dem Hype gerecht wird.

Stammte das Original noch von Konami, stammt der neue Teil Tribute Games, einem kleinen Studio, das aus ehemaligen Ubisoft-Entwicklern besteht, die unter anderem an „Scott Pilgrim vs. the World: The Game“ mitgearbeitet haben. Herausgeber ist der französische Publisher Dotemu, die unter anderem „Streets of Rage 4„, aber auch die gelungene Windjammers-Reihe herausgebracht haben.

Wie der Titel „Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge“ bereits verrät ist der Erzfeind der Turtles, Shredder zurück. Er hat seine Gefolgschaft, den Foot Clan, nebst einem bunten Potpourri an Bösewichten im Gepäck hat. Sie mischen New York gehörig auf, weil sie die Einzelteile der Roboteranzugs von Krang zusammensuchen.

Doch sie haben ihre Rechnung ohne die Turtles gemacht, die dieses Mal allerdings nicht alleine antreten, sondern Verstärkung mitgebracht haben. Neben den Turtles, also Leonardo, Raphael, Donatello und Michelangelo treten von Haus aus auch April O’Neil und sogar Meister Splinter an. Und wenn man das Spiel einmal durchgespielt hat schaltet man obendrein Casey Jones als siebten spielbaren Charakter frei. Auch das Raster an Bösewichten kann sich sehen lassen, denn neben Bebop und Rocksteady sind selbstverständlich auch alle anderen von Rang und Namen mit von der Partie, sprich Baxter Stockman, Tokka und Rahzar, oder auch der Rat King.

Stiltechnisch zieht man starke Inspiration von der Zeichentrickserie und dem Vorgängerspiel. Das wird schon beim Intro deutlich, wo man das Intro der Serie neu aufgelegt und erweitert hat. Und auch wenn Frank Zander’s Version des Titelsongs hierzulande absoluter Kult ist, ist auch die neue Version des Songs nicht von schlechten Eltern, denn man hat niemand geringeren als Mike Patton, seines Zeichens Frontmann von Faith no More verpflichtet, der eine echt tolle Version aufgenommen. Auch der Rest des Soundtracks ist echt gut geworden. Hauptverantwortlich stammt dieser von Tee Lopes, der am „Mr. X Nightmare„-DLC mitgearbeitet hat und eignet sich auch zum Hören abseits des Spiels.

Optisch, wie auch spielerisch ist das Spiel eine Weiterentwicklung von Turtles in Time und präsentiert sich in schicker Pixeloptik. Weiterentwickelt wurde allerdings sowohl die Abwechslung der einzelnen Levels und die überaus umfangreiche Moves-Liste. Die Charaktere unterscheiden sich in Ausdauer, Geschwindigkeit und Reichweite, so empfiehlt es sich auch mal unterschiedliche Charaktere auszuprobieren, wer zu dem persönlichen Spielstil am besten passt. Die insgesamt sechszehn Levels variieren in Länge, sind aber alle ziemlich abwechslungsreich, wie Untergrund, Park, Labor, oder die Mall und warten alle am Ende mit einem Boss auf. Die Levels werden über eine Minimap, die stark an das NES-Spiel, oder auch „Super Mario Bros. 3“ erinnert.

Das Spiel ist an sich zwar nicht besonders lang, kann von geübten Spielern in etwa zwei bis drei Stunden durchgespielt werden, wartet aber durch das umfangreiche Raster an Charakteren, unterschiedlichen Herausforderungen in jedem Level und versteckte Sammelobjekte, die als Nebenaufgaben konzipiert sind, mit Wiederspielwert auf. Zusätzlich ändert sich die Dynamik des Spiels je nachdem, ob man Solo, oder im Co-Op ins Rennen geht, der sowohl online, aber auch offline funktioniert. Offline kann man insgesamt mit vier Spielern, online sogar mit bis zu sechs Spielern in den Kampf ziehen, was dann zwar auch etwas unübersichtlich wird, aber recht authentisch das Gefühl aus der Spielhalle nachstellt, zumal die Charaktere neben Taunts und Cheers sogar spezielle Co-Op-Moves ausführen können, die im Einzelspiel nicht möglich sind.

Insgesamt ist „Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge“ ein wirklich schicker Brawler geworden, der ein durchaus legitimer Nachfolger des legendären Turtles in Time ist. Viele kleine und große Anspielungen erinnern an die Vergangenheit, ohne dabei zu aufdringlich zu sein. So kann man das Spiel auch ohne Vorkenntnisse spielen und hat dabei keine Einbuße, durch Witze, die man nicht versteht. Besonders schön ist das umfangreiche Kampfsystem, das die Charaktere untereinander weniger austauschbar macht und mehr darstellt, als eine andere Waffe und ein unterschiedlich farbiges Bandana. So haben auch Nebencharaktere wie April, Splinter und Casey ihren Weg ins Raster gefunden, auch wenn ich persönlich zugeben muss, dass ich immer wieder zu Leonardo zurückgekehrt bin, der der für mich persönlich der am besten ausbalancierte Charakter war. Wer die Turtles, oder allgemein klassische Brawler mag, wird mit den Spiel seine helle Freude haben, so wie ich auch.

Entwickler: Tribute Games

Publisher: Dotemu

Erhältlich auf: PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch

NB@13.07.2022

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