Nun da Sony auch in Japan offiziell den Support der PS Vita eingestellt hat und im März des nächsten Jahres auch keine Gratisspiele für PS+ für die gute alte Vita erscheinen, kann man getrost sagen, das Kind, das vor langem in den Brunnen gefallen ist, ist nun bald nicht mehr viel mehr, als ein Relikt der Vergangenheit. Dabei hätte das alles so viel anders aussehen können, denn beim Release der Vita, im Februar 2012, schien es zuerst so, als ob Sony mit der Vita gekommen war den Mobilmarkt zu dominieren… – Ich war damals sehr gehyped wegen dem Handheld und hatte ihn bereits vorbestellt, um ein Exemplar ergattern zu können. Er wurde zum Release in zwei unterschiedlichen Versionen veröffentlicht: 1) Eine Wifi-Version und 2) eine 3G + Wifi-Version, von denen ich mich für letztere entschieden hatte. Dabei hat man mit Version 2) zusätzlich zur Internetverbindung über Wlan auch noch die Möglichkeit eine Sim-Karte einzulegen und so immer und überall online zu spielen. Doch so zumindest in der Theorie, denn wie so vieles an der Vita wurden einige Dinge einfach nicht zu Ende gedacht, oder mittendrin einfach über Bord geworfen, was wahrscheinlich ein Hauptgrund dafür ist, dass die Vita nie den Massenmarkt erreicht hat und nun seit Jahren dabei ist langsam aber stetig das zeitliche zu segnen.

Dabei ist die Konsole an sich, zumindest in ihrer ersten Auflage (PCH-1000), ein wahres Monster verglichen mit anderen Handhelds. Sie verfügt über einen ARM-CortexTM-A9-Core (4 Kernprozessor), einen leistungsfähigen SGX543MP4 PowerVR-Grafikprozessor, Front-Touchscreen in einem OLED, Rückseitentouchpad, gyroskopische 6-Achsen-Sensoren, Front- und Rückseitenkamera (aber leider nur in VGA), Mikrofon, Stereo-Lautsprecher, sowie bei der 3G-Variante noch ein GPS-Modul. Diese Leistung sorgt dafür, dass die Vita in der Lage ist nahezu identische Auflösungen, wie die PS3 zu verarbeiten und die Spiele auf dem OLED-Bildschirm so scharf und Farbenfroh, wie nie aussehen. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger, der PSP setzte die Vita nicht mehr auf die umständlichen USB-Disks, sondern die Spiele kamen auf kleinen Speicherkarten, sogenannte NVG-Karten, die ungefähr die Größe einer SD-Karte haben. Zur Steuerung standen 2 Sticks zur Verfügung, die Vita verfügte nun auch über einen Zugang zum Trophäensystem und sowohl für PS3, wie auch später für die PS4 konnte man sie als Second Screen und zum Streamen (sofern durch die Spiele unterstützt) benutzen.

Die Vita hat einen eigenen Zugang zum PSN und eine recht umfangreiche Softwarebibliothek. Zusätzlich lassen sich auch unzählige PS1 und PSP-Spiele über die Vita spielen, was sie bereits für einige eingefleischte Fans zur besseren Alternative zum bald erscheinenden „PlayStation Classic Mini“ macht, da es keine Restrektionen welche Spiele man darauf gerne spielen möchte gibt (natürlich muss das Spiel im Store erhältlich sein) und der auf der Vita verwendete Emulator nach ersten Reviews wohl leistungsfähiger sein soll, als der der Mini-Konsole. Auch abseits dieses Backkatalogs gibt es wirklich herausragende Spiele, die es nur auf der Vita gibt, wie ein exklusiver Uncharted-Ableger mit „Uncharted: Golden Abyss“, „Killzone: Mercenary“, „Resistance Burning Skies“ und einige Spiele, die sogar später auf die PS3 und PS4 portiert wurden, wie zum Beispiel „Assassin’s Creed 3: Liberation“, „Gravity Rush“ oder auch „Tearaway“. Und wer ein Fan von Japanischen Spielen und Visual Novels ist, der wird mit der Vita seine helle Freude haben, denn dort gibt es soooo viele Spiele, die teilweise sogar für den Westen lokalisiert wurden (unter anderem „Virtue’s Last Reward“, „Criminal Girls“, „Senran Kagura“). Und für Trophäenjäger sei noch zu erwähnen, dass viele Spiele mit leichten Trophäen, wie das kürzlich reviewte „Fullblast“, „Super Destronaut DX“ oder auch „Jack N‘ Jill DX“ zusammen mit ihrer PS4-Version auch eine gratis PS Vita-Version mit im Gepäck haben, die um eine zusätzliche Trophäenliste (samt Platin) verfügt.

Das Menü der Vita verabschiedete sich von XMB der PS3 und der PSP und fügte ein komplett eigenes UI ein, das an das Menü von Smartphones erinnert und sich die Spiele und Anwendungen, Hintergründe und verschiedene Anordnungsoptionen personalisieren lässt. Jede App erzeugt eine Bubble auf dem Screen und wenn ein Screen voll ist, wird eine neue Seite eröffnet. Die Apps öffnen dann jeweils in einem Launcher und lassen sich jederzeit auch pausieren und als Kacherln zu Seite packen. So ist die Konsole die erste von Sony, die sogar Multitasking-fähig ist. Man kann ein Spiel pausieren, schaltet die Konsole auf Standby und kann einige Stunden oder Tage einfach an der pausierten Stelle weitermachen. Diese Art der Steuerung wirkte zwar auf den ersten Blick etwas kindlicher, als man von Sony gewohnt ist, hat aber einen gewissen Charme. Und wo wir gerade bei Apps sind: Es gab auch diverse Social Media-Apps, wie Facebook für die Vita, die allerdings die wenigsten Spieler nutzen. Für Sony war diese Social-Anbindung wahrscheinlich eine große Nummer, denn sie hatten auch ihre eigene Social-Media-App für die Vita mit an Bord. „Near“ erlaubte die Umgebung nach anderen Vita-Spielern zu scannen, um auf diese Weise Freunde zu finden und nebenbei systemseitige Goodies, wie Outfits für Spiel XY freizuschalten, kam aber nie wirklich in Fahrt. Ich habe immer mal wieder reingeschaut, aber konnte mit dem Modus, wie viele andere Spieler, einfach nichts anfangen, weswegen Sony den Service, wie die Konsole an sich auch, einfach langsam einschlafen ließ. Startet man ihn heute findet man keine Ergebnisse mehr. Wahrscheinlich ist der Server dahinter nicht mehr aktiv. Es ist unklar, was eigentlich der große Plan hinter diesem Modus sein sollte, aber eine Konsole, die sowieso kaum jemand benutzt war dafür eindeutig die falsche Plattform.

– Aber bis auf diese komische Social-Anbindung klingt das doch eigentlich ganz gut, doch warum ist die Vita denn dann so Sang- und Klanglos untergegangen? Tja, ich muss ja zugeben, so gern ich meine Vita doch habe, es gibt gleich mehrere gravierenden Nachteile:

1) Die Speicherkarten: Die Vita hat, zumindest in ihrer ersten Version, keinen systemseitig verbauten Speicher und alle Spiele verlangten demnach nach einer Speicherkarte, um sowohl Spiele, aber auch Spielstände zu sichern. Und da hat sich Sony aus unerfindlichem Grund dafür entschlossen ein komplett eigenes Format zu verwenden und die Speicherkarte für horrende Preise zu verkaufen. Es gibt Speicherkarten in den Größen 4GB, 8GB, 16GB, 32GB und 64GB, wobei die letztere nur in Japan vertrieben wurde, da man sich zu diesem Zeitpunkt bereits vom westlichen Markt verabschiedet hatte. Und man braucht den Speicher auf jeden Fall, weswegen man auf kurz oder lang, wie ich, bei der größten Größe von 64GB ankommt, die als Import zwischen 100 und 120 Euro kostet. Allerdings sind die anderen Speicherkarten auch keine Schnäppchen, denn 8GB haben zum Release bereits 34,95 Euro gekostet und die 32GB-Karte schlägt mit Preisen momentan zwischen 70 und 80 Euro zu Buche und alle Preise werden tendenziell jetzt weiter steigen, da keine Speicherkarten mehr produziert werden.

2) Der Preis: Was auf die Speicherkarten zutrifft, tritt auch auf die Konsole selbst zu. Sony hat diese von Vorneherein als High-End vermarktet und das schlägt sich auch deutlich im Preis nieder, denn die Konsole hat zum Release einfach mal 299€ gekostet, was dem Preis einer stationären Konsole entspricht und dazu kam zwangsläufig dann noch das Geld für eine Speicherkarte.

3) Das Spiele-Lineup: So gute Games, wie es auch gibt, bei besonders herausragenden Spielen, sogenannten Killer-Apps, wird die Luft leider sehr dünn. Klar kann man sich neben der reinrassigen Vita-Games auch mit PSP und PS1 Games über Wasser halten, aber dazu muss man keine High-End-Konsole haben, sondern kann die Spiele auch auf anderem Wege spielen. Systemseller, also Spiele, die es NUR auf der Vita gibt, gibt es im Grunde nur eine Handvoll und davon sind die meisten sogar in der oberen Aufzählung bereits gelistet. Sony, aber auch die Entwickler waren verunsichert von den eher verhaltenen Absätzen der Vita, was dazu führte, dass viele Entwickler beschlossen die Vita nicht weiter zu unterstützen, ähnlich wie es bei der Nintendo WiiU der Fall war, bei der in kürzester Zeit der komplette 3rd Party-Support weggebrochen war, was das Schicksal der an sich auch interessanten Konsole mehr oder minder schnell besiegelt hatte. So sollte zum Beispiel auch ein eigenes Bioshock für die Vita erscheinen, dass leider nie mehr als eine Ankündigung wurde…

4) High-End nicht in allen Belangen: Die Konsole wurde als High-End vermarktet, doch das betraf nicht alle Belange. Ich will nicht nochmal auf die Speicherkarten eingehen, aber es gibt auch andere Unzulänglichkeiten, denn in einigen Details hätte man für den Preis der Konsole einiges mehr erwarten können. Nehmen wir die Kameras als Beispiel. Sowohl die Front-, wie auch die Rückseitenkamera ist mit einer VGA-Auflösung von 0,3 MP nicht unbedingt als High-End zu bezeichnen, denn damals war auch schon einiges mehr drin. Für Schnappschüsse ist sie eigentlich unbrauchbar und liefert grobkörnige und dunkle Ergebnisse, die schon nah den die Gameboy-Kamera herankommen. Und zwischen den beiden Produkten liegen einfach mal mehr als 14 Jahre und die Technik hat in diesen Jahren wahre Quantensprünge durch die Einführung von Handykameras und Smartphones gemacht. Auch wenn man die Kamera nur in den Spielen, die sie verwendeten benutzte, musste man einige Hürden nehmen, denn die Kamera hatte noch nicht mal einen Blitz. So musste man bei Spielen, die die Kamera verwendeten immer auf beste Lichtverhältnisse achten, was schnell mal zu Frust führen kann, wenn man ein paar Minuten vor dem Schlafengehen im Bett gespielt hat und dann nochmal aufstehen müsste um für bessere Lichtverhältnisse zu sorgen, damit das Spiel weitergehen kann.

5) Innovation auf Teufel komm raus: Wer erinnert sich noch an den Nintendo DS, der mit seinem Touchscreen revolutioniert hatte. Die ersten Games hatten dabei ein grundlegendes Problem, denn jedes Spiel hat auf Teufel komm raus versucht diesen im Spiel einzubauen. So war es in „Castlevania: Dawn of Sorrow“ der Fall, dass man, wenn man einen Boss besiegt hatte, man erstmal eine Rune auf dem Bildschirm nachzeichnen musste. Hat man das nicht, oder nicht rechtzeitig geschafft, hat der tödliche Treffer gefehlt, der Boss hat einen kleinen Happen Energie zurückbekommen und der Kampf ging weiter. Das klingt nicht wirklich nach Spaß und hat auch keinen gemacht. Ähnlich ist es aber auch mit der Vita, denn die ersten Spiele haben versucht so viele der Innovationen, wie möglich ins Spiel einzubauen. Es gibt lediglich eine Handvoll Beispiele, wo die Features wirklich sinnvoll ins Spielgeschehen  eingebaut sind, wie zum Beispiel das grandiose „Tearaway“, bei dem wir über die Funktionen ins Spielgeschehen eingreifen können, wenn wir zum Beispiel ins Mikro pusten fliegen Hindernisse weg, oder wir können über das Touchpad Elemente auf dem Screen bewegen. Bei anderen Spielen wirken diese Features teilweise den Spielfluss hemmend und aufgesetzt.

Wahrscheinlich gibt es noch etliche Punkte mehr, aber das sind die meiner Meinung nach gravierendsten Punkte, die ich unbedingt erwähnt haben wollte, bevor wir uns genauer mit den Revisionen, die schon fast als lebenserhaltene Maßnahmen zu bezeichnen sind und letztendlich dem Tod der Vita (ironisch, nicht wahr?) beschäftigen wollen.


Um den Verkauf anzukurbeln hat sich Sony zwei Jahre nach dem ursprünglichen Release dazu entschlossen eine Slim-Revision (PCH-2004) herauszubringen, die zwar über 1GB vorinstallierten Speicher verfügte (süß, oder?), aber leider einen weiteren gravierenden Nachteil mit sich brachte, den man auch getrost unter 4) High-End nicht in allen Belangen eingruppieren könnte : Aus kostengrüden hat sich Sony entschlossen das tolle OLED-Display gegen ein normales LCD-Display zu ersetzen, was nicht nur im direkten Vergleich zu massiven Grafikeinbußen führte, wodurch sich die Konsole natürlich nicht unbedingt besser verkaufte, zumal etliche Entwickler auf Grund der schlechten Verläufe bereits ihre Arbeit für die Vita eingestellt hatten. Niemand wollte noch auf ein bereits lahmendes Pferd setzen, denn bereits mit dem Release dieser Revision war eins klar: Die Vita wird sterben, was nun 4 Jahre später letztendlich der Fall ist, wobei allerdings der westliche Support schon lange eingestellt ist und nur noch in Japan ein Vita-Markt bedient wurde. Es sollte allerdings auch nicht der letzte Versuch gewesen bleiben, die Vita etwas länger am Leben zu halten, denn es gab auch noch das „Vita TV“, oder im Westen „PSTV“, eine kleine Box im Format eines AppleTV, die dann quasi eine Vita ohne Handheld ist. Man schließt die kleine Box mittels HDMI an den TV an und kann dann (ausgewählte) Vita Spiele, PSP-Spiele und PS1-Spiele am TV spielen. An sich eine nette Idee, die aber wieder nicht zu Ende gedacht wurde: Ebenso wie die Handheld-Varianten brauchte man (wie sollte es auch anders sein) eine Speicherkarte. Zusätzlich lag in Europa der Box kein Controller bei, den man dann noch zusätzlich brauchte. Sie lässt sich zwar mit einem handelsüblichen PS3 oder PS4 Controller bedienen, aber den muss man letztendlich auch erst mal besitzen. Und dann kommen wir noch zum meiner Meinung nach größten Aufreger für das Vita TV, denn es sich nicht alle Spiele der kompatibel. Man hat bewusst Spiele, die z.B. den Touchscreen oder andere Features der Vita verwenden ausgeschlossen und hat so keine Chance „Uncharted: Golden Abyss“ (u.A.) darüber zu spielen. Es gibt im Grunde eine sehr kleine Liste der Vita Spiele, die funktioniert, da sich Sony entschlossen hat die Spiele über eine Whitelist freizugeben, anstatt bestimmte Spiele über eine Blacklist aufzunehmen. Wenn also ein Spiel nicht auf der Whitelist steht, obwohl es vollkommen spielbar über das Vita TV wäre, läuft es nicht auf der Konsole. Das stört sogar mich, obwohl ich beide Varianten habe und ich möchte daher gar nicht dran denken, wenn man sich ein Vita TV und ein Spiel gekauft hat, um dann NACH DER KOMPLETTEN INSTALLATION (!!!) festzustellen, dass das Spiel nicht läuft. Hier ist zu empfehlen, wenn man ein Spiel wirklich spielen möchte, die Kompatibilität vorher zu überprüfen, bevor festgestellt werden muss, dass ein Spiel nicht auf der TV-Variante läuft. Als Faustregel kann man sich allerdings merken: Frühe Spiele für die Vita, die versucht haben so viele der tollen Features wie möglich zu implementieren, laufen eher nicht. Bei späteren Releases oder solchen Spielen, die es auch auf anderen Plattformen (PS4 oder PS3) gibt, gibt es eher seltener Probleme.

Besonders in der TV-Variante, die 1:1 das gleiche UI, wie der Handheld benutzt, ist das Menü überhaupt nicht wirklich praktikabel. Das UI ist eindeutig auf einen kleinen Screen zugeschnitten und setzt Touch-Bedienung voraus, denn mit einem Controller steuert sich das alles mehr als Ungelenk. Zusätzlich hat eindeutig keine großartige Optimierung stattgefunden, denn wir finden sogar die Kamera-App auf der TV-Version, die allerdings, mangels einer Kamera, nicht ausgeführt, aber da es sich um eine Standard-App handelt auch nicht deinstalliert werden kann. Ich komme zwar insgesamt mit der UI gut zurecht, da ich sowohl die Handheld, wie auch die TV-Variante im Einsatz habe, hätte mir aber gerade in Hinsicht auf die Controllersteuerung, die die TV-Version beansprucht eine gewisse Optimierung gewünscht, denn wo die Handheld-Steuerung leichtgängig und intuitiv ist, ist die TV-Version manchmal genau das Gegenteil und so nicht praktikabel, besonders wenn man vorher keinerlei Berührungspunkte mit dem UI hatte. Weiter vermisse ich die Funktion unterschiedliche Benutzerkonten anlegen zu können. Das ist sowohl bei der PS3, wie auch bei der PS4 möglich, doch bei allen Versionen der Vita wurde diese Funktion konsequent ausgespart. Im Grunde stellte das Wechseln eines Benutzerkontos den Anwender vor eine so große Herausforderung, dass man die Konsole und die Speicherkarte komplett zurücksetzen musste, wenn man beschloss das Konto zu wechseln, was es im Grunde unmöglich macht sich die Konsole mit mehreren Benutzern zu teilen.

Und nun da man die lebenserhaltenen Maßnahmen abgeschaltet hat und die Konsole dabei ist leicht zu entschlummern, schaue ihr hiermit zurück auf eine zwiespältige und teilweise missverstandene Konsole. Ich mag meine Vita immer noch, habe einige schöne Stunden mit ihr verbracht, nehme sie gerne auf Reisen mit und benutze zu Hause mein PSTV, um kleine Spiele auf dem großen Bildschirm zu spielen, doch muss ehrlich zugeben, dass rückblickend wirklich viel schief gelaufen ist, von denen man einige gravierende Fehler nicht von der Hand weisen darf. Mehr Support, mehr Spiele, mehr Systemseller, günstigere Speicherkarten und die ein oder andere Detailverbesserung, wie eine bessere Kamera hätten vielleicht geholfen die Vita zu einer eigenen Marke werden zu lassen, anstatt schon fast ein Geheimtyp zu sein. In Japan war die Vita zwar verbreitet, aber dennoch kein Erfolg. Der Westen hingegen konnte leider noch nicht mal mit dem Verbreitungsgrad punkten, weswegen wahrscheinlich in ein paar Jahren niemand mehr wissen wird, was mit der Vita überhaupt gemeint war. Dennoch ist es schade, dass sich Sony mit diesem gefühlsmäßigen Low aus dem Handheldmarkt zurückzieht, denn ich habe den Kauf bis heute nicht bereut und komme immer wieder zu meiner Vita zurück, bin aber wahrscheinlich einer der Wenigen. Daher kann mein Abschluss nur lauten: Goodbye Vita, es war schön mit Dir!

NB@23.11.2018